Beiträge von lotuselise

    Zitat

    Natürlich gibt es überall Menschen, die Kontrollen umgehen, die lügen und betrügen. Aber die gibt es doch nicht nur unter den Bio-Bauern, sondern bei der konventionellen Landwirtschaft genauso, wie überall wo es um Geld geht!

    Genau darum ging es mir doch:
    die Verbraucherseite ist irgendwo auf den Vertrauensschutz angewiesen

    Auf der Herstellerseite geht es um Geld, viel Geld, und natürlich auch um Vertrauen.

    Jetzt stellst Du Dich als Verbraucher hin und versuchst mit Deinem Konsumverhalten zu beeinflussen.

    Dann steht die Herstellerseite vor der Wahl: Geld oder Vertrauen. Was ist lukrativer? Die Vorkommnisse der Vergangenheit geben darauf leider eine eindeutige Antwort......

    Selbst wenn ich mir jetzt einen Schiefer einziehe: Ich find das
    - landwirtschaftliche Flächen dürfen nicht betreten werden
    genauso extrem wie
    - ich lass meinen Hund überall hinkacken.

    Bei uns ist das ganz einfach geviertelt. Wo keine Wohnsiedlung ist, da ist ein Feld, ein Wald oder ein Moos. Feld heißt bei uns:
    - Wiese / Weide
    - Erdbeerfeld
    - Maisfeld
    - Blumenselbstpflückanbau

    Feld ist von April bis Oktober tabu, Moos gibt es Brut- und Setzzeit. Ist das Feld abgemäht, sagt kein Mensch was, wenn man drüberläuft.

    Egal, ob ich auf den Sportplatz zum Üben geh, auf den Übungsplatz im Sporthundeverein oder über ein Feld.

    Mein Hund ist keine dauerundichte Kackmaschine. Wenn sie macht, mach ich es weg und gut ist.

    Die Einstellung: das ist meins, meine Welt, die mach ich nur für mich, die geht mir ziemlich auf den Keks. Dieser ganze Krieg um Ansprüche.

    Die einen wollen die Welt kinderfreundlich, die anderen hundefreundlich, die nächsten altengerecht, die übernächsten tourismuskonform.
    Und jeder hackt auf dem anderen rum. Find ich voll bescheuert.

    Nichts mit Dankbarkeit und Rücksicht. Ja, ich bin dankbar, dass mein Hund auf dem Feld toben darf. Im Gegenzug dafür achte ich drauf, dass der Landwirt keinen Schaden nimmt.

    Ich bin genauso dankbar, wenn ich auf den Sportplatz darf. Ich spare mir 20 km Autofahrt und kann üben wann immer ich will (außer ein Verein trainiert). Im Gegenzug dafür behandle ich diesen Platz wie den vom SHV auch.

    Mich nervt auch dieser immer größer werdende Wahn: weg vom Hirn, hin zum Verbotsschild.

    Diesen kackenden Hund find ich dabei am besten. Was sagt dieses Schild genau aus: "Ein Hund darf nicht kacken"???
    Wie bescheuert ist das eigentlich? Ein Hund muss kacken wie jedes andere Lebewesen auch.

    Wichtig ist doch, dass man aufhebt und entsorgt. Wie wäre es mit nem stinknormalen Abfallpiktogramm, wo neben dem Mann ein Hund sitzt???

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    Was kostet denn so ne Kotproben-Wurm-Analyse??

    Ich kipp meinen Kids ja auch nicht prophylaktisch Gold-Geist-Forte auf den Kopf, das übrigens bei meinen fiese Schuppen macht.

    Wäre ne Idee an sich, noch gar nicht dran gedacht.....

    Ich wollte mit den Links nur aufzeigen, dass es nicht so einfach ist in
    - Supermarktkäufer unterstützt Massentierhaltung
    - Metzgereikäufer artgerechte Haltung
    zu unterteilen.

    Unter anderem aus dem Grund, dass eben viele Metzgereien nicht mehr selbst schlachten und damit die Rohware Fleisch einkaufen. Damit ist das schon mal das erste Fragezeichen in der Kette, abhängig von Angaben und Deklaration.

    Wie man an den Links sieht, sagen schonmal alle, dass das Fleisch aus Deutschland kommt. Alle Metzgereien behaupten sogar, nur aus Bayern.
    Wenn ich nun das besonders "gute" Fleisch suche, dann kann ich die allgemeinen Aussagen schlichtweg streichen. So ähnlich wie bei einem Auto die Grundausstattung.

    Was bleibt also übrig? Für mich die Eigenschlachtung. Denn das ist der einzige Weg, wo der Metzger überhaupt 100% sicher sein kann, dass er weiß wo das Fleisch herkommt.

    Ist übrigens der zweite Link in meiner Liste.

    Wenn ich jetzt nicht nen Hund hätte und Ihr mir hier mit Eurem BARF-grüner Blättermagen, roher Pansen etc. einen Vogel in den Kopf gesetzt hättet, dann wüsste ich nicht, dass dieser Metzger selbst schlachtet.

    Statt dessen wäre ich der Standard-Verbraucher, der vielleicht beim Metzger kauft um es gut und richtig zu machen. Im Endeffekt aber leider gar nichts gegen Massentierhaltung bewirkt.

    Zum Thema "Bio" an sich. Ich find das immer wieder lustig bei den Bananen. "Bio-Bananen" aus Equador. Und da soll ich jetzt ernsthaft glauben, dass da einer hinfährt und das "Bio" überwacht. Genauso wie bei Hipp. Ja logisch, der steht mit dem Regenschirm da und passt auf, dass kein industrieverschmutztes Regenwasser auf die Pflänzchen regnet.

    Denn was ist Bio eigentlich? Man darf dies oder jenes nicht verwenden z.B Dünger, Pflanzenschutz, Insektizide. Schön, und was ist mit der Dreckschleuderfabrik nebenan? Oder hat das Erntefahrzeug der Equador-Bananen Euro 6?

    Für mich ist Bio in der Masse, in der es auftritt nur ein "Gut-Gewissen-Aufkleber". Mehr leider nicht.

    Wie beim Hundefutter. Da sind doch auch 99% supi. Ohne Farbstoffe, ohne Konservierungsstoffe, ohne Gentechnik. Bei wem steht das nicht drauf heutzutage?

    Das, was wir hier mit Leidenschaft beim Hundefutter leisten, sollte nicht allgemeine Aufgabe eines Verbrauchers sein.

    Nun ja, jetzt, wo Du bald Mama wirst, lass mich was von meinem Jüngsten erzählen.

    Im Kindergarten haben die Kleinen Kettenanhänger aus irgendeinem Stein zum Muttertag gemacht. Alle mit Begeisterung voll bei der Sache. Auch meiner fand das Projekt Klasse. Alle Muttis haben eine Kette mit Anhänger bekommen, nur ich nicht. Warum? Weil mein damals noch Zwerg den gesamten Nachmittag hingebungsvoll mit dem Steinmehl gespielt hat. Auf den Anhänger an sich hatte er keine Lust.

    Was ich Dir damit mitgeben möchte: Worum geht es? Es geht darum, dass die Kleinen, ob mit oder ohne Fell ihren Spaß haben. Selbst wenn es nicht genau unserer Vorstellung entspricht.

    Du wirst an mich denken, in vielleicht nicht ganz einem Jahr. Wenn die ersten Bauklötze bei Dir einziehen und das Umwerfen 100mal so viel Spaß macht wie das kreative Bauen der Türme ;)

    Ich glaube Ihr macht Euch bezüglich der Kontrollmöglichkeiten als Verbraucher einiges vor.

    Die wenigsten Metzgereien schlachten tatsächlich noch selbsE. Was nichts anderes heißt als dass sie die Rohware für Wurst und Fleisch einkaufen. Meistens erfährt man dann lediglich, ob das Fleisch aus Deutschland ist bei Nachfrage oder auf nem Schild.

    Außerdem ist das Fleisch im Supermarkt auch nicht wirklich viel billiger. Und die Wurst genauso wenig. Gerade wenn man was für den Hund möchte.

    Von daher ist die einfache Unterscheidung Metzger / Supermarkt nicht wirklich möglich.

    Bei uns gibt es genau eine Metzgerei, die tatsächlich selbst schlachtet. Und seltsamerweise ist die günstiger als Supermarkt und Produktionsmetzgerei.

    Was ich damit sagen möchte: wer glaubt, dass er Massentierhaltung abschafft und entgegenwirkt, nur weil er nicht mehr im Supermarkt kauft, ich denke nicht, dass das funktionieren wird....

    Hier mal Beispiele:
    http://www.haller-metzgerei.de/
    http://www.metzgerei-pfleger.de/landwirtschaft.html
    http://qualitaet.aldi-sued.de/qualitaet/html/152.htm
    http://www.vinzenzmurr.de/hofgut_schwaige.html
    http://www.edeka.de/EDEKA/Content/…versprechen.jsp

    Na, wo würdet Ihr einkaufen??