Ich will gar nicht mal verurteilen, dass dieser Polizist geschossen hat. Ich kenn die örtlichen Gegebenheiten nicht, weiß nicht, ob da eine stark befahrene AB in der Nähe ist oder was auch immer.....
Und trotzdem:
ich dachte immer ein Polizist darf nur schießen, wenn er selbst oder die Allgemeinheit bedroht sind. Vorher meine ich, müsste die Person angerufen werden "Stehen bleiben", dann kommt erst mal ein Warnschuss.
Gut, das kann er sich bei einem Hund schenken, hätte eh nicht funktioniert.
Dann kommt der Schuss - und zwar genau einer.
Der dient dazu den Täter zu stoppen, außer Gefecht zu setzen. Dann ist Schluß. Ziel ist es jemanden aufzuhalten, nicht jemanden wegzuballern.
Wenn man die Stellungnahme des THs liest, dann war genau diese Sachlage erfüllt:
Täter Hund wurde langsamer, gestoppt.
Alles was danach passierte, ist dem Beamten voll zur Last zu legen:
- geschossen ohne Gefahr
- unfähig die Situation abzuschätzen
- er hat sich nicht unter Kontrolle
Und bei den Punkten ist es eigentlich egal, ob Mensch oder Hund das Opfer war.
Auch würde ich es eben nicht so werten, dass es nur ein Hund war.
Sondern genau andersrum.
Wenn dieser Mensch schon bei so einem Vorfall dermaßen austickt, wie wird er dann wohl reagieren, wenn sein eigenes oder Leib und Leben von anderen gefährdet sind???