Beiträge von lotuselise

    Was bleibt denn auch anders übrig, als vom Rückenwurf abzuraten.

    Die meisten, die hier mit der Rückenwurf-Taktik aufschlagen und nachfragen, sind Leute, die mit ihrem Hund in der Welpenspielstunde waren und dort wurde ihnen gesagt: so macht man das, alles kein Problem.

    Bei diesen Treffen sind 10, 12, was weiß ich wieviele Welpen und unter ihnen ist vielleicht ein Poco-Loco-Hund (sorry, aber ich wollt halt, dass jeder zuordnen kann). Die anderen Hunde sind so robust, dass sie es ohne Probleme wegstecken, nur einer bleibt auf der Strecke, der sensible Poco-Loco-Hund. Der wird irgendwann deswegen auffällig und landet z.B. im Tierheim, weil er schwierig und nicht mehr handelbar ist.

    Dieser eine, genau der ist mir zu viel.... und Euch anderen denke ich auch.

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    Oh Gott... 'ne Nummer kleiner geht's nicht?

    Aber keine Sorge - hier wie überall gilt: Mit Fanatikern kann man nicht diskutieren. Und von denen gibt's hier 'ne ganze Menge. Es lohnt die Mühe einfach nicht. Deswegen spare ich mir die Spucke.

    Ich hoffe nur, daß sich Neulinge durch dieses äußerst ätzende, dogmatische Schwarz-Weiß-Argumentieren nicht beeindrucken lassen.

    Gerade wegen den Neulingen solltet Ihr hier bei der Diskussion keine Oberhand gewinnen. Wenn hier jemand liest, weil er das gleiche Problem "Spielbeißen" hat, dann wird er einige Ratschläge lesen, wie man das ganze Regeln kann. Und die wird er dann ausprobieren: entweder es bleibt wie es ist oder es wird besser und passt.

    Bei Eurem Rat "zeige Hund, wo der Hammer hängt" gibt es zusätzlich noch die Gefahr, dass alles schlimmer wird - früher oder später. Von daher fällt es für mich nicht unter die Kategorie: brauchbare Tips.

    Ein brauchbarer Tip ist immer so, dass man ihn ausprobieren kann ohne negative Konsequenzen, und der schlimmste, anzunehmende Unfall ist einfach, dass er eben nicht funktioniert. Von daher seht Euch lieber als "Helden des Einzelfalles mit persönlichem Hundeerziehungserfolg" - aber versucht doch nicht Eure Methode als "allgemeingültig erfolgversprechend" hier weiterzuverkaufen....

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    Es sei den Sam tanzt mir auf der Nase rum.


    Das "Baby" tanzt Dir auf der Nase rum - ich freu mich schon drauf, was von Dir zu lesen, wenn Hundi in die Pubertät kommt - dann lernt Herrchen was "auf der Nase rum tanzen" bedeutet. Nämlich der Versuch Regeln in Frage zu stellen oder zu überhören. Nicht so wie jetzt, wo er die Regeln noch gar nicht kennt.

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    Nein, Menschen leben ja auch nicht in Rudeln und brauchen nicht diese klaren Strukturen.


    Interessante Sichtweise: das hochintelligente Lebewesen Mensch passt sich ausgerechnet in der Erziehung an das weniger intelligente an, damit der es auch versteht.... das heißt je dümmer das Gegenüber, desto "deutlicher" das Handling.

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    Ich weiß nicht wie es um die Intelligenz deines Hundes bestellt ist, jedoch weiß meiner ganz sicher unangemessene Körperlichkeiten zu vermeiden


    Ganz coole Schiene: schon mal was von Hundeerziehung durch Meideverhalten gehört?
    Das ist die gleiche Argumentation wie die der "pro-Teletakt-Leute" und "Stachelanwender". Es funktioniert ja so gut und schnell und britzelt oder piekst ja nur kurz....
    ...ah ja stimmt, der Hund "hat es ja in der Hand". Willst Du Dich wirklich bei denen einreihen??

    Ich würd mal folgendes üben:

    "Sitz" und "Bleib".
    Du setzt den Hund ein paar Meter vor der Milchglastüre ab und gehst alleine dort hin.
    Machst die Tür auf und guckst, ob die Luft rein ist.
    Wenn ja, Hundi freudig zu Dir rufen und weiter gehts.
    Steht der Nachbar davor, freundliches "guten Tag" und zurück zum Hund. Ausführung des Kommandos kontrollieren. Noch ein "schau" drauf packen oder Leckerlies reinstopfen, ganz wie Du magst.

    In einer ruhigen Minute, wenn Du den besagten Nachbarn triffst, erklärst Du ihm den obigen "Schlachtplan" ganz in Ruhe, weil Du es Mist findest, dass er einen Nachbarn anbellt. Bei diesem Gespräch bittest Du ihn um Mithilfe, dass er Deinen Hund doch bitte während des "Trainings" ignorieren soll.

    Tja, dann sollte es eigentlich funzen, denke ich......

    Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll - mehr fällt mir dazu nicht ein :D :(
    :explode:

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    Ein Plädoyer für gewaltfreies Miteinander hat meines Erachtens nichts mit übertriebener Gutmenschelei zu tun.
    Zu verlangen, dass jemand, der einen Fehler gemacht hat, in ergebener Demut auch die zweite Wange hinhält, hingegen schon eher.

    Deine Aussage versteh ich nicht.

    Wer einen Fehler macht, muss immer die Konsequenzen tragen. Schlimmstenfalls ein zu harter Tritt für den eigenen Hund. Bestenfalls passiert gar nichts und man hat einfach Schwein gehabt. Ich denke, das kennt jeder, der zugibt nicht unfehlbar zu sein. Beides setzt aber voraus überhaupt zu erkennen, dass man einen Fehler gemacht hat. Das hat die TE, find ich gut, viele "Tut-nix-Besitzer" tun das nicht.

    Von daher gut, dass auch die "andere Seite" sich hier zu Wort melden konnte.

    Mit ist vor einiger Zeit etwas passiert, was ich kaum glauben konnte.
    Bin mit ner Bekannten zusammen einen Spazierweg entlang gegangen. Beide Hunde etwa kniehoch. Mit sich selbst und schnüffeln beschäftigt.
    In einiger Entfernung sah ich eine Frau stehen bleiben, hab es aber gar nicht weiter beachtet. Als wir fast da waren, rieß die Frau die Arme hoch und fing an zu schreien: "Tun Sie die weg, leinen Sie die Hunde an!!!"

    Sowohl die Hunde als auch wir sind sowas von erschrocken als sie plötzlich das Brüllen anfing. Wir hatten beide gedacht sie steht da nur um auf jemanden zu warten. Sie hat uns auch nichts zugerufen oder so.

    Die Geschichte war für mich echt abgefahren.

    Aber sie zeigt mir auch, was meine Mitmenschen unter Umständen für eine Wahrnehmung haben können. Wer weiß, warum sie so extrem reagiert hat?
    Das Recht sie deshalb zu verurteilen hab ich aber nicht. Gut, treten konnte sie nicht, wie beschrieben, es war ja gar kein Kontakt da.

    Aber wenn sich die Hunde dieser Frau tatsächlich genähert hätten, möchte ich nicht wissen, was sie gemacht hätte. Egal was, schuld wäre immer noch ich gewesen, weil ich sie nicht ausreichend wahrgenommen habe......

    Bei einem Tritt hätt ich mich mit meiner fremdenängstlichen Hündin selbst in den Hintern gebissen, was wäre mir denn sonst übrig geblieben? Die Frau auf der Straße gegen ihre Hundephobie zu therapieren wäre wohl kaum möglich gewesen.

    So wie es gelaufen ist, einfach Glück gehabt, was ich aber auch zu würdigen weiß.....

    Quebec
    Ne Chance hätte ich sicher nicht mit einem Tritt gegen einen Neufi, wenn der sich gegen mich wendet. Würd ich aber wahrscheinlich trotzdem tun als Notbremse: lebensmüde "Hundemutti" halt.... ;)

    ich bleib dabei und bin "Pro Treten".

    In dem Moment, wo beim Tut-Nix die Stimmung kippt, werd ich nen Teufel tun und da mit der Hand reinfassen. Fall zwei Wochen in der Arbeit aus wegen Gutmenschendasein und darf mir sowohl rechtlich als auch vom HH vielleicht noch ein "selbst schuld" anhören. Dann streck ich lieber mehr oder weniger schwungvoll meinen beschuhten (geschützten) Fuß dazwischen, was noch lange nicht heißt, dass ich mit dem 7 kg Hund eine Granate quer übers Feld kicke....

    Wenn ich eins bisher beobachten konnte: es gibt bei großen Hunden echte Grobmotoriker. Damit mein ich nicht das Mobben. Sondern einfach Hunde, die sich selbst, Größe und Kraft nicht einschätzen können.

    Meine kleine Krawallschachtel spielt gerne mit weitaus Größeren. Wenn die sich zwischendurch auf den Rücken werfen, dann lach ich immer und sag: "Die bekommt echt noch den Größenwahn und meint sie kann so einen großen Hund umwerfen".

    Und dann gibts welche, die sind einfach der Elefant im Porzellanladen. Wenn sie unten ist, steigen die noch drauf. Nicht das klassische Unterwerfen, sondern echt drauftrampeln. Mit denen macht es ihr keinen Spaß und wir beenden das Spiel und gehen.