Das ist echt der Klassiker. Kaum ist das Kind da kommt es in die Krippe und mit achtzehn hol ichs mit Abi aus dem Ganztagsgymnasium als fertig geformter Mensch fürs Leben wieder ab. Und wenn was nicht klappt in der Erziehung sind immer die anderen schuld.
Das ist es worüber die Lehrer jammern - wenn ihnen der gesamte Erziehungsauftrag aufs Auge gedrückt werden soll.
Da es keine staatliche "Hundeschule" gibt sollst Du diesen Auftrag als Privatlehrer übernehmen.
Ungute Sache, krasse Erwartungshaltung, die nicht funktioniert. Du schreibst ja selbst: Zuhause lässt man dem Hund alles durchgehen, er hört nicht - darüber wird sich mehr oder weniger beschwert.
So funktioniert das nicht. Ihr müsst Euch absprechen: gleiche Kommandos - gleiche Bedeutung, gleiche Regelungen.
Hunde sind nicht doof: Du kannst hier in x Beiträgen nachlesen, bei Frauchen verhält sich Hund anders als bei Herrchen, hört bei einem besser als bei dem anderen. Schätzt genau ein bei wem was geht und bei wem nicht.
Warum sollte das bei Euch anders laufen??
Daher ist es viel einfacher z.B. beim "Platz". Du bringst ihm das Kommando bei, was es bedeutet. Die Besitzer benutzen es. Hund wird gelobt, wenn er das Verhalten beim Herrchen "vorschlägt". Irgendwann wird er kapieren: aha, gleiche Worte, gleiche Bedeutung - bei beiden. Das ist aber für sich genommen wieder ein neuer Lerninhalt - und der kann nur funktionieren, wenn ihr zusammenarbeitet...