Beiträge von lotuselise

    Nun ja, dann lass es uns wissen wenn Euer neues Familienmitglied eingezogen ist. Fotos müssen natürlich auch her.
    Es hat niemand gesagt, dass Ihr keinen Hund haben sollt - es wurde nur gesagt, dass es im Alleingang ohne Deine Ellies nicht funktionieren wird.

    Das ist schon ein Unterschied.

    @die Skeptiker: so wie es jetzt aussieht fällt die Fam für mich jetzt erst mal in die Kategorie: ein Familienhund wird angeschafft, die Tochter möchte sich viel um den Hund kümmern.

    Nicht mehr, nicht weniger......

    das sind erwachsene Leute - die werden schon wissen was sie tun.

    Meine mit 14kg hat mich letzte Woche den Boden küssen lassen. Und das nicht einmal weil sie es wollte.

    Wie das kam?

    Ich ging mit einer Bekannten und deren Hunden auf der Wiese an den Gärten entlang. Ein Gartentor stand ca. 25 cm auf. Die anderen Hunde wollten da schon rein, deren Halterin zitierte sie aber vorbei.

    "Schlau" wie ich war, wollte ich mir das ersparen und greife von hinten nach vorne um das Tor zuzudrücken, da sich die Hundenase schon darauf zu bewegte. Darüber ist mein geliebtes Hundetier so erschrocken, dass sie einen Mega-Satz zur Seite machte, genau in meine Beine.

    Mit anderen Worten: 14 kg Hund stießen meine unteren Beinhälften mit einem Rummms weg. Was dazu führte, dass ich fliegen lernte..... bis auf die Landung, die war mies:
    Hose dreckig, Knöchel verknackst und die Schulter tut mir seitdem weh.

    Danach hat sie beschwichtigt was das Zeug hält. Dabei war ich nichtmal sauer, sondern brauchte nur ne kurze Auszeit zum Wiederaufstehen weil mein Knöchel so weh tat.

    Zitat

    Mhm naja vielleicht hab ich veraltete Ansichten,meiner Meinung nach dachte ich dass Rangniedriger zuletzt frisst in einem Rudel..Und da die Menschen der Rudelersatz darstellen..

    Na dann lasse ich mich mal überzeugen ;)

    Das mit dem Ranggedöns kannst Du schnell vergessen.

    Eigentlich finde ich es ganz einfach zu erklären. Da ist eine Rasse. Von uns Menschen gezüchtet zu unserem Zweck. Was war unser Zweck, unser Anspruch, die ursprüngliche Verwendung dieser Rasse?

    Ganz einfach bei den Herdies: man wollte eigenständige, selbstbewusste Hunde haben, die Entscheidungen zum Wohle der Herde (unserer Herde) selbständig treffen konnten.

    Dieses Zuchtziel hat funktioniert, ganz so wie wir es wünschten. Die Rasse bleibt die Rasse - ok, vielleicht werden manche Eigenschaften im Laufe der Generationen gemildert, aber sie bleiben.

    Plötzlich ändern wir Menschen unsere Ansprüche. Sei es, weil wir in einem anderen Land wohnen, oder den Hund in ein völlig anderes, dem eigentlichen Verwendungszweck völlig fernes Umfeld packen.

    Und dann beschwert sich genau dieser Mensch über die Eigenschaften des von ihm domestizierten Tieres, das find ich eigentlich zum K*****. Versteht Ihr was ich meine?

    Gut, jetzt wird es wieder heißen: "die wenigsten Hunderassen haben heute noch einen richtigen Arbeitsauftrag".
    Das stimmt schon, aber wie dreist ist die Gattung Mensch eigentlich, dass sie hier eine sofortige Anpassung von der Art Hund erwartet. Sollten wir nicht lieber uns fragen: wie können wir den Eigenschaften, die wir ihm in die Wiege gepackt haben, in dem Umfeld, das wir bieten, gerecht werden?

    Das find ich sehr viel fairer. Und dann kommt die Entscheidung: bin ich bereit mich darauf einzulassen, trau ich es mir zu oder eben nicht, dann lass ich die Finger davon....

    das Problem siehe oben: selbständig, eigenständig, entscheidungsfreudig soll sich ändern in untergeordnet, unselbständig und ausführend.

    Das ist der ganze Zauber aber ne wirklich große Aufgabe... für beide, Mensch und Hund.

    Ich möchte mit meiner auch dieses Jahr in den Zoo und es wird ihr erstes Mal sein. Da der Zoo riesig ist, wird sowieso vorher ausgemacht wo man langgeht. Das haben wir aber schon bei den Kids gemacht um teilweise die Spielplätze zu umgehen.

    Was ich bei meiner weiß: sie hat ein Problem mit starrenden Tieren (mit Menschen übrigens auch). Das heißt ich hab nicht unbedingt lang Zeit, wenn ein Tier sie interessiert anschauen würde. Dann muss ich weitergehen, sonst würde sie bellen oder ich geh auf Abstand - dann ist es auch ok.

    Maßregeln oder der Situation aussetzen würde ich sie nicht - weil ich denke, dass ein Hund einen Zoo nochmal ganz anders erlebt als wir. Extrem gesagt: wir könnten da auch im Winter hin, wenn die meisten Tiere noch drinnen sind und nicht zu sehen und ich glaube es wäre für sie trotzdem noch spannend - allein wegen der Gerüche.

    So in etwa wie wenn wir Menschen uns ein Hörspiel reinziehen. Das würde eigentlich reichen. Kommen noch Bilder dazu (die Tiere live), dann ist das nochmal ein Plus obendrauf - und ich muss erstmal gucken, ob es meinem Hund nicht ein Zuviel an Eindrücken wird.

    Das mit dem rausgeschmissenen Eintrittsgeld: Mei, kann einem auch mit nem Kind passieren, dass es sich nach ner halben Stunde von oben bis unten vollspuckt und man muss wieder gehen. Shit happens ;)
    Unser erster Besuch mit Sohnemann fällt in die gleiche Kategorie: die Tiere haben in Null interessiert, die vielen Menschen dafür umso mehr und nach ner halben Stunde ist er im Buggy weggepennt - damit war die Illusion des spannenden Tierparkbesuches.....weg. :roll: :D

    @ilovebosnia

    Ich schreib jetzt mal aus Elternsicht:

    Eigentlich finde ich es gut, wenn sich die Eltern ehrlich gegen einen Hund aussprechen und hier noch argumentieren.
    Jetzt bist Du 14 und ich weiß, was vierzehn heißt, war bei mir so, ist und war bei meinen Kids nicht anders:

    - ewige Diskussionen um 22:00 Uhr wegen länger
    - Übernachtungen bei und mit ich weiß nicht wem
    - Zelten gehen
    - Schule läuft eher nebenher
    - Freunde sind das allerwichtigste auf der Welt.
    - Taschengeld reicht in der Regel nie, dauernder Extra-Bedarf für irgendwelche Aktivitäten- -
    - alleine mit Freunden den Urlaub verbringen
    - Musik - umso lauter umso besser

    Als Elternteil ist man immer der Negativ-Part, der die gewünschten Freiheiten einschränkt. Und das nervt gewaltig - die ewige Diskutiererei und der Kampf um für beide Seiten akzeptable Kompromisse.

    Jetzt könnt ich ganz böse sein und Deinen Hundewunsch voll für mich ausnutzen: in dem ich Dir den Hund erlaube, mich auf die Zeiten mit ihm freue und Dir von Anfang an klar mache, dass ich die Hundebedürfnisse Dir gegenüber mit aller Härte durchsetzen werde.
    Damit wäre ich einige Sorgen, was Deinen Freiheitsdrang belangt für immer los, denn es wäre für mich ein leichtes Dich so einzuschränken. Die obige Liste hätte sich mit einem Schlag erledigt.

    Das machen Deine Eltern nicht und deshalb finde ich sie eigentlich viel cooler als wenn Du eine (fadenscheinige) Erlaubnis erhalten würdest....

    redborder
    Da Du Dich ja offensichtlich auskennst mal ne Frage zu den Mäusen an sich. Bei uns gibts Stellen, da ist ein Mauseloch neben dem anderen (richtig krass). Da muss der Hund nur warten und nicht großartig buddeln...
    und es gibt Stellen, die sehen aus wie Google-Maps, also richtige Straßen oben in der Wiese.
    Sind das unterschiedliche Mäusearten???

    Zum Buddeln: Ja, meine buddelt, hat aber mittlerweile ne andere Technik entwickelt - deshalb unehrgeiziges Buddeln. Ja, und sie tut es auch auf ner Wiese. Auf diese Wiesen stellt kein Bauer seine Kühe. Ich schätze mal wegen der Verletzungsgefahr weil da eben so viele Mausbauten sind. Ich bin froh, dass unsere Bauern sehr relaxed sind. Ich trag die Kacktüte mittlerweile lieber mit mir rum statt sie in den nächsten Mülleimer zu entsorgen.
    Und damit darf mein Hund sogar mal über ne Wiese rennen. Denn er ist kein Güllefass, wo man einmal aufdreht und dann läuft die Kacke ständig..... sondern sie kackt einmal, maximal zweimal am Tag.
    Ich seh die Wiese wie einen Hundeplatz, da wird auch nicht reingekackt und basta.
    Sollte sie mal ein Loch machen, schau ich drauf, dass es nicht größer wird wie ein Krähenloch. Habt Ihr das schonmal gesehen wie das aussieht, diese Löcher?
    Jetzt ist sowieso nach dem 01.04. und wir dürfen nicht mehr durch, außer bei frisch gemäht. Die erste Maht ist aber noch nicht....

    Weiß ich auch nicht genau. Bei uns gibt es kein Ordnungsamt, welches kontrolliert.
    Und wenn einem Förster, Bauer oder sonstwer begegnen: denen ist es einfach nur wichtig, dass Dein Hund unter Kontrolle ist und die Viecherl nicht stört.
    Rennt er 10m vor oder hinter Dir auf dem Weg an der Schleppe kräht kein Hahn danach, wohlgemerkt bei uns...

    Meine Einstellung dazu:
    und wenn ich in die Tierklinik fahre weil meinen Hund ein Pups drückt - ich bin der Kunde und zahle cash, dann wird der auch untersucht. Aus Basta. Und wenns dann wirklich nur ein Pups war, lieber einmal zu viel hingefahren als einmal zu wenig.

    Ich wünsche Euch auf jeden Fall, dass Eurem Wauz nach einer eindeutigen Diagnose geholfen wird. Viel Glück! :gut:

    Wer kennt sich denn in Berlin gut genug aus um da urteilen zu können? Bei uns gibt es auch am A****-der-Welt-Straßen mit Bürgersteig, wo mein Hund frei laufen kann - an der B2 entlang darf er es deswegen trotzdem nicht....... nur mal so......am Rande bemerkt.

    Wow, hier sind die Gemüter aber ganz schön hochgekocht. Und es wird ganz schön pauschal und schnell geurteilt.
    Ich überlege:
    Wir haben hier einen Hund in einem Cafe. Dieses Cafe hat zweierlei Gästekategorien.
    - die einen, für die der Hundekontakt evtl. eine Freude, eine Bereicherung ist, die ihnen in ihrer Situation vielleicht sogar ein wenig mehr bringt als anderen.
    - die anderen, die der Hund nervt
    Dann haben wir den Hund selbst im Cafe
    - eigentlich toll, super Möglichkeit viele Menschen kenen zu lernen, die es nett mit ihm meinen
    - der Gäste, die ihn nicht mögen, nicht nerven soll.

    1. Möglichkeit
    Ich verbiete dem Hund grundsätzlich alle Kontakte mit Gästen, zitiere ihn auf den Platz und fertig.
    Pro: es gibt auf keinen Fall irgendeinen Ärger
    Kontra: dem Hund entgeht eine Möglichkeit, manche Gäste werden es "gspinnert" finden
    2. Möglichkeit
    Ich erlaube dem Hund grundsätzlich alle Kontakte mit Gästen
    Pro: Hund hat Unterhaltung, einige Gäste auch
    Kontra: es kann mächtig Ärger geben, weil sich manche Gäste belästigt fühlen, vielleicht gar nicht mehr kommen.
    3. Möglichkeit
    Ich erlaube dem Hund Kontakte mit Gästen, die dies auch wünschen. Das wäre für alle toll: Für Hund, für Gäste und für Dich. Also, wie bekomme ich alles unter einen Hut? Das ist die Frage.

    Ich würde es so machen: auf dem Thresen eine Leckerlie-Schale mit Trofu hinstellen. Mit dieser Schale kannst Du auch Deine Bedingungen freundlich formulieren. Ob beim Kommen oder Gehen, Gäste, die es wünschen dürfen füttern, aber bitte nicht am Tisch. Bitte dieses Futter und nichts anderes, weil es dem Hund einfach nicht gut tut. Erzähl halt ne Geschichte: Bauchweh, Durchfall--was weiß ich, denk Dir was Schönes aus...
    Gerade bei HIVlern wirst Du denke ich, schon auf Verständnis treffen, da sie ja selbst auf ihre Gesundheit sehr achten müssen.
    Warum ich glaube, dass es so funktioniert. Hund wird lernen auf die Leckerlie-Schale zu achten und ob da jemand was rausnimmt. Wer da was rausnimmt, den lernt er einzuordnen: "Freund". Wer sich da nichts rausnimmt, ist passé. Erinnere Dich an viele Zoos. Dort wird es genauso gemacht. Der Mensch will füttern und was Gutes tun. Der Zoo stellt die geeigneten Nahrungsmittel dafür, verbittet sich aber anderweitige Fütterung. Das kennt man, das akzeptiert man.

    Insgesamt zu der Streunergeschichte. Wie heißt es so schön. Ein Welpe erkundet die Umwelt. Das tut er. Aber nicht auf einmal: "Wums, die ganze Welt", sondern er erweitert den Radius. Wie bei einem Baum die Jahresringe. Erst die Wurfkiste, dann der Welpenauslauf, dann das Haus, den Garten, usw. usw. Er entwickelt sich einfach weiter und merkt: "hoppala, die Erde ist ja gar keine Scheibe, die hinter dem Gartenzaun aufhört. Da gibt es ja noch viel, viel mehr spannende Dinge zu erleben". Damit musst Du rechnen und ihn absichern.

    Und verlass Dich nicht auf sein Verhalten, darauf, dass Kommandos sitzen. Er ist ein Jungspund und hat Flausen im Kopf. Ist doch ganz einfach zu verstehen, dass es spannendere Dinge als Kommandos gibt - die werden einfach ausgeblendet. Er muss erst lernen, dass die auch für ihn so wichtig werden wie sie es für Dich sind.

    Das ist wie bei einem Kind, das Du das ein Millionste Mal dran erinnern musst den Fahrradhelm aufzusetzen. Du weißt um die Wichtigkeit - das Kind nicht. Bei dem kannst Du aber noch erklären. Mal angenommen Du könntest es nicht. Es würde Dir nichts anderes übrig bleiben als so lange zu wiederholen bis es lernt: Radeln ohne Helm gibt es niemals / nicht. Und so funktioniert das auch beim Hund........