Beiträge von lotuselise

    Nur zur Info - sie wohnt in Spanien, steht jedenfalls in der Vorstellung....

    Lass Dich erst mal drücken, das ist echt der Supergau wenn sowas passiert. Ich würde es auch mal nachts versuchen, am besten mit Deinem Hund, bei dem was Du über das Viertel schreibst.

    An die anderen, die sich mit ZOS auskennen: habt Ihr vielleicht Tips für nen Crash-Kurs für den Hund? Ist nur ein Strohhalm, vielleicht klappt es, vielleicht auch nicht.

    Ansonsten: falls es irgendwie möglich ist, versuch doch die TÄ in Deiner Gegend anzumailen oder anzurufen....

    Viel Glück!!!

    @ayu
    den Beitrag, den ich geschrieben hab - ich hab selbst eine Hündin aus Rumänien, sie ist mein absoluter Herzenshund, aber einfach ist sie nicht. Ich würd sie für nichts in der Welt mehr hergeben, aber ganz ehrlich - während andere Hunde mit nem Jahr für die BH trainieren, lernten wir, dass man bei Sperrmüll, gelben Säcken und Hydranten nicht in Panik verfallen muss.
    Ich wills Dir nicht ausreden, aber wie hier geschrieben wurde: es gibt solche und solche. 50/50 Joker halt....

    Ja, könnte ich schon machen, schau mal ob er mir eine Preisliste rauslässt. Kann aber ein bißchen dauern, weil wir hier nur die Zweigniederlassung von Kochel sind und der Obercheffe nicht immer da ist.

    Mein Sohnemann wird im Mai Urlaub haben, weil die Abschlussprüfung ansteht. Muss ihn morgen nochmal genau fragen wie das terminlich läuft, der pennt aber schon, muss ja immer morgens früh raus wegen Zug - braucht ja 1,5 Std. bis in die Arbeit MUC-Nord....

    Also sorry, find ich echten Bullshit und @kram bin froh, dass Du hier eingestiegen bist.

    1. Ein Hund ohne Aggressionen ist für mich kein Hund
    Auszug aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Aggression:
    Im Tierreich ist aggressives Verhalten weit verbreitet. Es wird von Verhaltensbiologen meist dahingehend interpretiert, dass es dem direkten Wettbewerb um Ressourcen, der Fortpflanzung oder dem Nahrungserwerb dient (Räuber-Beute-Beziehung). Es wird daher – speziell seitens der Ethologie – häufig auch als agonistisches Verhalten oder als „Angriffs- und Drohverhalten“ bezeichnet und mit spezifischen Auslösern („Schlüsselreizen“) in Verbindung gebracht.
    2. Frage an mich als Mensch: wie lenke ich die normalen Aggressionen, dass es für mich und die Umwelt passt?
    "Den Frack vollhauen", wie Du schreibst - find ich als hochentwickelte Spezies einfach nur billig und unterste Schublade. Mein Hund soll meine Regeln akzeptieren, aber keine Angst vor mir haben. Das ist die Gratwanderung.
    Gut, beim Sensibelchen reicht anpusten, beim anderen Hund muss man etwas deutlicher werden.
    Aber ich bin definitiv gegen dumme Menschenaggro gegen vielleicht aus dem Ruder gelaufene Hundeaggro.
    Beim Verprügeln eines Hundes bist Du für mich ein aggressiver A*, mehr nicht, brutal ohne Hirn.
    3. Maulkorb bei Aggression
    Find ich grundsätzlich gut
    a) Selbstschutz
    b) Schutz anderer
    c) Schutz des Hundes oder besser gesagt des Verhältnisses, das er zu Dir hat. Gut, es kann weh tun - aber bei fiesen Hämatomen dürfte es bleiben = Schadensbegrenzung, damit eine vernünftige Basis erhalten bleiben kann.

    Insgesamt:
    Hund sollte an den Maulkorb gewöhnt werden und nicht die Einstellung: Jetzt kann ich als Mensch mit Dir machen was ich will und Du bist außer Gefecht gesetzt - ätsch.

    Stattdessen: wir sichern uns und andere soweit ab, bis wir wieder vernünftig miteinander arbeiten können....

    Hallo,
    lass es mich mal kurz erklären: Hunde aus dem Auslandstierschutz sind meistens, wir sagen immer "Senfhunde" - weil - kurz und knapp ausgedrückt - da hat jeder seinen Senf dazu gegeben.

    Und man weiß nicht wer und was. Wenn mich jemand fragt, welche Rassen in meiner Hündin drinstecken, antworte ich immer: "Such Dir eine aus, und ich wette Du hast Recht: gesamter Straßenhundgenpool aus Rumänien.

    Das ist einfach nen Tick anders als z.B. Welpen aus einem Ups-Wurf von irgendeinem Bauernhof. Die Mutter ist mit ihren Eigenschaften bekannt und der Vater aus dem Nachbardorf in der Regel auch.

    Von daher kann man sich ungefähr ausrechnen, was da an Hundenachwuchs auf einen zukommt.

    Der zweite Punkt ist die oft praktizierte Parkplatzübergabe. Heißt, Du lernst Deinen Hund vorher gar nicht kennen und musst Dich drauf verlassen, was Dir erzählt wird - oft bist Du dann verlassen, das ist leider so. Ich mein ein "wurde auf der Müllhalde aufgegriffen und ist dem Pfleger gegenüber aufgeschlossen", das sagt so gut wie nicht aus.

    Der dritte Punkt ist die Umweltgeschichte. Straßenhund, na ja, das ist relativ. Man weiß nicht, ob das der Hund war, der vor dem belebten McDonalds gebettelt hat, oder ob es der scheue Hund war, der nur im Dunkeln rauskam und nen Mülleimer geplündert hat. Das heißt auch wieder: Überraschungen im Bezug auf Umweltsicherheit sind durchaus zu erwarten.

    Der letzte Punkt, der mit dem vorigen zusammenhängt ist der: es gibt kaum Gassigeher im Ausland. Wie sollte das z.B. in Rumänien, der Smeura überhaupt funktionieren bei über 3500 Hunden http://www.fellchen-in-not.de/8.html. Die übriggebliebenen Hunde sind dort Müll, und Müll gehört entsorgt, sowas wie Gassigeher wäre so wie wenn Du mit nem Abfallsack spazieren gehst, fällt also aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen Hund bekommst, der weder Geschirr (Achtung wichtig: Absicherung am Anfang ausbruchssicheres Geschirr) noch Leine kennt ist also sehr groß. Ist der Hund schon als Welpe in so einem Auffanglager gelandet, diese sind meist am Ende der Welt und die Regeln die dort aufgrund der Beengheit gelten sind oft andere, hat er große Defizite in der Prägephase. Man kann zwar ne Menge nachholen, aber das Lernen und die Verknüpfungen sind einfach anders und viel aufwändiger im späteren Lebensalter.
    Im Klartext: Kann sein, dass Du eine richtige Schissernase bekommst, auf die die Umwelt bei Dir hereinbricht wie ein Donnerwetter - Lichtjahre entfernt von einem souveränen Hund.

    Zusammengefasst: Dir muss klar sein, dass Du bei einem Hund aus dem AuslandsTS das 150 % Überraschungsei wählst statt das 100% Ü-Ei aus dem deutschen TS. Denn hier wird der Hund als Individuum wahrgenommen, dort hingegen als Teil einer Masse / eines Problems.

    Darüber solltest Du Dir im Klaren sein.

    Wenn Du den Gedanken "wird schon irgendwie" in "das kann ne Menge Arbeit werden und ich bin bereit mich auf alles einzulassen was da kommt" ändern kannst, dann tu es.

    Ansonsten würde ich Dir davon abraten.