Ich versteh irgendwie beide Seiten.
Aber ich denke auch die ganze Vermittlungsgeschichte hat was mit Ehrlichkeit auf beiden Seiten zu tun.
Es ist ein schwieriges Thema.
Wir sind hier immer noch eigentlich in dem Hund aus dem Auslands-TS-Vermittlungs-Thread.
Und hier ist zusammengefasst folgendes passiert wenn man das mal als "Vermittlungsgespräch" betrachten würd. Hierbei geben wir den kritischen Äußerern mal den TS-Part und lassen die andere Seite der TEin:
TE/TS:Es kommt jemand und will einen bestimmten Hund.
TE:Zuerst werden die eigenen Erwartungen formuliert.
TS:Diese werden kritisch hinterfragt.
TE:Zum Schluß wird das Blaue vom Himmel herunterversprochen.
So, und jetzt sitzen wir hier in der Rolle des TS und überlegen, machen wir oder nicht?
Wir haben die Auswahl: vertrauen wir auf die Aussage, das wirklich alles versucht wird (evtl. mit Trainer) damit es im neuen Zuhause klappt....
oder
gehen wir den sicheren Weg und lehnen ab, da uns die "Bewerberin" zu unsicher ist und sich evtl. selbst überschätzt?
Ich glaube ich würde tatsächlich den Weg wählen und erst mal austesten wie Ernst das gemeint ist und wie die Leute bereit sind für ihren "Traumhund" zu kämpfen, der hier in meiner Obhut sitzt.
Deshalb würde ich als Bewerber auch die Sache mit der Patenschaft anbieten. Ich zeige, dass ich es Ernst meine. Ich zeige, dass ich auch durchhalten kann. Ich zeige, dass ich die finanziellen Möglichkeiten bringe. Ich bin da als Gassigeher.
Wenn ich als TS merken würde, dass jemand so handelt und mir das obige ins Gesicht sagt, dass es so sein wird. Das es dem anderen wirklich um das Wohl des Hundes geht und derjenige einigermaßen hartnäckig bleibt, dann wäre der Hund wahrscheinlich innerhalb von ein, zwei Monaten vermittelt. Egal ob runder Bauch oder Kleinkinder.
Als Bewerber hätte man in der Zeit nichts verloren. Man gewöhnt sich aneinander. Patengeld oder Futterkosten - ist doch egal.
Und am Ende hätte man seinen Traumhund oder man hätte ihn nicht, aber wenigstens etwas Gutes für den TS getan. Damit könnte ich leben - egal in welcher der beiden Positionen.
Wenn aber jemand gleich aufgibt nach einer 08/15-Absage, dann war entweder der Hund nicht so wichtig oder er hat keinen Kämpfergeist (den man braucht wenns Probleme gibt).
Von daher - manchmal muss man um die Dinge kämpfen, die einem wichtig sind......
und man wird es tun - wenn sie einem wichtig sind......