Conny
Was ist daran so schwer zu verstehen? Jeder, der einen Hund weitervermittelt, ob TS oder von Privat, aus welchen Gründen auch immer, wünscht sich einen Endplatz für dieses Tier.
Wortwörtlich: Endplatz, also bis zum Ende
Man vermittelt nicht für einen Urlaub, eine Auszeit, eine Erfahrung.
Dementsprechend gibt man sich Mühe bei der Auswahl der Kandidaten. Okay, es gibt Auswahlkriterien, die sind offensichtlich, außer eines: und das ist die Selbstüberschätzung des zukünftigen Eigentümers.
Noch schlimmer, wenn die Entscheidungsbefugnis bei einer übergeordneten Institution liegen und eigene Bedenken nicht gehört werden.
Der Hund war nicht im Urlaub, in ner Klinik oder ähnliches. Tiere, und Hunde im Besonderen: sie können es vielleicht nicht benennen, aber ich denke sie merken doch, wenn es ein Abschied für immer sein soll.
Jetzt, nach zwei Wochen kommt der Hund zu den Erstbesitzern zurück. Denen, die sich vielleicht schon einen Kopf gemacht haben ihn abzugeben weil er eben zu kurz kommt. Ich fänd das auch nicht lustig, denn irgendwie fühlt es sich an wie im guten, alten Sachenrecht:
"Als Kunde steht ihnen selbstverständlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Nichtgefallen zu".
Wie ein Fernseher, dessen Bild mir nicht gut genug ist, wie ein Paar Schuhe, die drücken.
Nein, für mich gehört ein Hund da einfach nicht hin und deshalb finde ich es einfach nur ätzend.
In Fantas Beispiel: der nächste Kandidat schon auf Pflegestelle nachgerückt, deshalb besetzt und noch an einen anderen Platz - noch schlimmer.
Mich bewegt gerade die Frage, was wäre, wenn es diese Rücknahmeoptionen aus Liebe zu den Vierbeinern gar nicht geben würde. Stattdessen nur die Optionen
1. Augen zu und durch - anstrengen - Trainerhilfe
2. die Verpflichtung, selbst die Spritze in die Hand zu nehmen und dem "Lästling" ein Ende zu bereiten.
Würde man dann wohl vorher mehr überlegen, selbstkritischer hinterfragen, mehr Einsatz zeigen????????? 