Beiträge von lotuselise

    Nein, falls Du mich meinst, es geht mir um die, in Bayern würde man sagen: "halbscharigkeit" bei der Sache.

    Wenn ich eine Gefahr für mein Kind komplett ausschließen möchte, dann darf ich es ihr nicht aussetzen.
    Will ich zu 100% verhindern, dass mein Kind von der Schaukel fällt, dann darf ich es nicht schaukeln lassen.

    Es fällt einfach ungemein schwer auf der einen Seite dieses "wird schon gut gehen" zu akzeptieren und gleichzeitig das "hau drauf" wenns schief geht.
    In meinem Beispiel war es ja nicht mal der "mißratene Köter", sondern der "perfekte Hund". Und trotzdem wäre was passiert.

    Es geht gar nicht drum den schwarzen Peter den Eltern des Kindes zuzuschieben und den Halter freizusprechen, es geht nur darum, ob der Gedanke: da ist ein Hund und da könnte was passieren nicht schon da sein müsste, bevor man sein Kind dort abgibt.... je besorgter man als Mutter ist, umso eher.

    Zitat

    Naja, jedem das sein. Das würde mir noch fehlen, das wenn ich meinem Hund verarzten muß, das er mich beisst. Da liegt doch eindeutig der Fehler bei dir.

    *ironie on* na dann hoffe ich nur, dass Du bei Deiner ersten Geburt Dich selbst so gut erzogen hast, dass Du Deinem Mann nicht den Arm blau quetscht, und wenn Dein Baby das erste Mal beißt zeigst Du ihm hoffentlich ordentlich wo der Hammer hängt *ironie off*

    Schmerzen als Grund, sowas kann ja nicht sein, oder??

    Zitat

    Ich finde auch, man kann Unfälle mit Fahrrad oder Trampolin nicht mit einem Hundebiss vergleichen. Bei den anderen Unfällen (z.B. einhändig fahren) ist man irgendwie selber Schuld gewesen und verkraftet es damit leichter. Man hat es selber in der Hand, ob es wieder passiert. Der Hund ist ein Lebewesen und reagiert selbständig und nicht immer vorhersehbar, besonders nicht für Kinder. Wenn man einen unverschuldeten Unfall hat, ist man die erste Zeit auch vorsichtiger und traut sich z.B. erst später wieder hinters Steuer.
    Wenn man dem Hund an einen Maulkorb gewöhnt und bei Besuch aufsetzt, ist die Gefahr ja auch gebannt.

    Wo bleibt eigentlich die Sorgfaltspflicht bei der Auswahl der Betreuung durch die Eltern?

    ......in Ebay les ich in vielen Anzeigen: "Wir sind ein tierfreier Nichtraucherhaushalt". Ah ja, das interessiert mich also, wenn ich nen gebrauchten Kühlschrank kauf - aber wenn ich mein Kind wo stundenweise lass, dann fühle ich mich nicht verantwortlich daran einen Gedanken zu verschwenden....

    Angenommen ich rufe meinen Hund ab, er kommt wie ein Pfeil dahergeschossen und rennt dabei das Kind um, welches gerade interessiert auf einen Schmetterling zusteuert und seinen Weg kreuzt. Kind fällt auf die Rasenkantensteine: Schädelbasisbruch.....

    Ja okay, für mich als Halter könnte da ein Unterschied zum Beißvorfall sein.

    Für die Mutter des Kindes macht es keinen Unterschied
    - schwerverletztes Kind
    - Krankenhausaufenthalt
    - durch einen Hund verursacht

    Man kann es drehen und wenden wie man will: ein Hund im Haus bedeutet Gefährdungspotential. Wenn ich das absolut ausschließen will, dann darf ich mein Kind nicht in so einen Haushalt zur Betreuung abgeben.

    In meinem Beispiel übrigens der "perfekte Hund, der perfekt funktioniert".

    Die Anklagepunkte wären dieselben: Fahrlässige Körperverletzung, Verletzung der Aufsichtspflicht - ganz nach belieben......

    schon mal in die Richtung gedacht???

    Hi Birgit, danke für Deinen Beitrag :smile:

    Was mir gerade dabei durch den Kopf geht. Vielleicht sind wir ein wenig selbst dran schuld an den Beißvorfällen.
    Nämlich im Hinblick darauf, dass es Sofahunde, Schoßhunde, Hätschelhunde - und was alles gibt.

    Ich meine damit insgesamt den Trend zum Kuschelspielzeug weg vom Lebewesen.

    Vielleicht ein wenig ein abgefahrener Gedankengang, aber es sind viele User hier, die nebenbei auch Pferde haben.

    Da wird jedem Kind die flache Hand beim Futtergeben eingebläut, nicht von hinten ran gehen, nicht ruckartig bewegen, nicht irgendwo einfach anfassen, geschweige denn so Dinge wie am Schwanz ziehen.

    Klar, ein Pferd ist riesengroß, ein Hund nicht. Aber ich glaube, das ist nicht der einzige Grund für den Unterschied.

    Ich bin oft erstaunt, was kleine Kinder heute so alles dürfen. Meine Kids sagen: "Mama, Du warst viel strenger mit uns" (aber nicht im Sinne von ungerecht, sondern den Dingen, die gehen oder nicht). Genauso wie diese Eltern zu Gunsten der Entwicklung ihres Nachwuchses enorm viele Sachen ertragen (worüber ich oft erstaunt bin), erwarten sie vom Familienmitglied Hund, dass er es genauso tut, einen "darf alles" ertragen muss.

    Und damit ist er vom Stalltier Pferd einfach Lichtjahre entfernt, ganz unabhängig vom Größenunterschied.

    Dann gibt es die anderen Eltern, die "klare-Regel-Fraktion". Die muss es geben. Sieht man hier, gibt ja genug, bei denen Kind und Hund funktioniert. Der Hund ist wie Pferd einfach Tier und fertig. Mit Bedürfnissen, mit eigener Sprache und Verständigung. Noch mehr, im wird sogar zugestanden, sich in angemessener und artgerechter Weise zu äußern. Find ich super. Grundstein in der Lektion: "Respektvoller Umgang mit Lebewesen" erfolgreich gelegt.

    Das Problem dabei: auf einen gemeinsamen erziehungsbezogenen Nenner wird man nie kommen. Erst recht nicht beim GAU Kind gebissen. Wobei das nur ein Teil vom Ganzen ist: Abschnappen, Knurren, Verbellen ist genauso verboten.

    Ganz unabhängig von der Geschichte, ob der Hund nun krank, taub, ängstlich, unsicher, wachsam oder was auch immer ist: es geht mehr um die Einstellung zu ihm als um die objektiven Gründe, warum er so handelt wie er es tut.

    Bleibt nur noch die Frage, warum die Übermuttis dann ihre armen Kleinen "in die Höhle des Löwen" schicken :???:

    Vorher das super entspannte: "Wird schon gut gehen", endlich mal ein paar Stunden "Kindfrei" und hinter das große Geschrei.
    Wirklich tolle Runde muss ich sagen.

    Aber man kann immer ruhig so weitermachen, bin froh, dass meine schon so groß sind, wirklich. Das Ergebnis dieses Verhaltens, das zeichnet sich doch schon ganz deutlich ab und dafür gibts viele Beispiele.

    - Kindergartenfest: Spielgeräte dürfen nicht benutzt werden. Die Erzieherinnen sind mit den Veranstaltungen beschäftigt. Die meisten Mütter hocken bei Kaffee und Kuchen und bewegen sich keinen Meter. Manche Mütter würden aufpassen, wenn die Kleinen rutschen oder schaukeln. Aber das geht nicht, weil der KiGa Angst hat verklagt zu werden, falls irgendetwas passiert

    - Mitnahme: es kann hageln, gewittern, aus Eimern gießen. Vielleicht fährst Du gerade eh im Auto und denkst: Hey, ich hol meinen Kleinen spontan ab bei dem Sauwetter. Aber hüte Dich seinen Klassenkameraden, der zwei Straßen weiter wohnt mit ins Auto zu packen. Sollte Dir dann einer ins Auto fahren und Du hast nen Unfall - dann bist Du der Gelackmeierte weil Dich die Eltern verklagen können.

    - Rutschenspaß: Im Schwimmbad. Bei uns eher locker. Mit zehn Rutschenprofi. Ab ins Großstadt-Rutschenparadies. Kind rutscht. Bademeister kommt. Schluss mit dem Spaß, obwohl Du daneben stehst und die Verantwortung trägst: das Schwimmbad hat Angst von den Eltern verklagt zu werden wenn was passiert.

    Wundert Euch also nicht, wenn Eure Kids demnächst halt keinen Streichelzoo mehr haben. Denn wenn Kind mit dem Finger der Ziege in die Nase bohrt und die Ziege beißt, dann haben die Zoobesitzer absolut das gleiche Problem wie unser Kandidat hier. Ob da ein entsprechendes Haftungsausschluss-Schild hilft - wer weiß das schon?

    Denn eins weiß man immer noch nicht: was war vor dem Biss? Und an das standardmäßige: "Mein Engelchen hat gar nichts gemacht"......da geb ich nichts drauf.

    Jamie
    manchmal, ja manchmal tendiere sogar ich dazu einen Hund als Sache zu behandeln. Dieses "Ding" war dort im Garten, genauso wie das Trampolin, ein steinerner Weg, ein Rechen, ein Zaun, ein Laufrad - was halt so rum steht.

    Dann guckt man 5 Minuten nicht hin und es passiert ein Unfall: Mist, Verletzung im Gesicht einer 2 1/2-Jährigen.
    KKH-Aufenthalt. Glück gehabt, keine Entzündung, die Wunden werden gut verheilen, keine bleibenden Schäden.

    Das versetzt einem einen riesigen Schreck, vielleicht macht man dem anderen auch Vorwürfe, aber als Mama weiß man selbst, dass man eben nicht jede Minute so aufpassen kann, damit eben nie nichts passiert.

    Der Gartenbesitzer steht für den Fehler gerade. Aber was war denn sein Fehler? Die Sachen im Garten oder die paar Minuten zur Zeit des Unfalles?

    Ich kenne z.B. ein Kind, das ist so hingefallen, dass es ihm sämtliche Zähne nach oben ins Kiefer gerammt hat.

    An der Stelle finde ich, könntest auch Du einfach mal sachlich sein und sagen: ja, es war ein bedauerlicher Unfall. Nicht mehr, nicht weniger.

    Dieses "sauer" sein auf die anderen, die ständige Suche nach einem Schuldigen..... damit stellt man sich als Mutter selbst auf die Stufe unfehlbar zu sein: wer ehrlich ist, weiß, dass das keiner ist, auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt: einmal nicht hingeschaut und schon ist es passiert.

    Was bleibt mir als Mutter übrig: einzig und allein zu sagen: Scheiße wars, was da passiert ist, aber letztendlich ist es gut ausgegegangen.
    Auf der anderen Seite jemand, der alles richtig machen möchte, sich bemüht, seinen Fehler einsieht, Wiedergutmachung anstrebt, soweit es möglich ist.

    Eine Anzeige "fahrlässige Körperverletzung", Strafrecht, Strafe, wofür? Für einen Augenblick lang nicht ausreichend aufgepasst zu haben? Gerne reihe ich mich hier an dieser Stelle in die Gemeinschaft der mütterlichen Straftäter ein, falls gewünscht.

    Das konstruierte Angstdilemma: das geht mir mal so richtig auf den Zeiger. Nenn mir einen, der noch nicht mit dem Fahrrad, Dreirad, Rollschuhen oder auch zu Fuß schon mal richtig "auf der Fr...." gelandet ist, inclusive Platzwunde, Schürfwunde etc. Was macht man denn anschließend nach so einem Vorfall? Man setzt sich wieder drauf, steht wieder auf und gut ist. Hakt es ab unter "dumm gelaufen".

    Warum fällt das bei einem Hund nur so extrem schwer? Trauma-BlaBla etc?
    Da war was gefährliches im Garten und mit dem ist ein Unfall passiert. Das wars aber auch schon.

    Und bevor Du jetzt schreibst ich hätte keine Ahnung: ich habe drei Jungs..... ich glaub mehr muss ich dazu nicht sagen.

    Angeregt durch einen Thread hier: glaubt Ihr, dass ein Hund launisch sein kann?

    Anfangs dachte ich immer, mein Hund spiegelt nur meine Laune / Tagesform wieder. Aber so langsam komme ich zu dem Schluss, dass mein kleines Hundepersönchen ihre ganz eigene Launenhaftigkeit an den Tag legt:

    also so ähnlich, wie wenn wir morgens aufwachen und uns alles "angast" oder einen fröhlichen Sprung aus dem Bett machen.

    gibts sowas tatsächlich auch bei Hunden?

    Ich weiß, das es im April nen Vortrag von Ute Blaschke mit dem Thema: Schilddrüse und Verhalten gab. Ich weiß nicht, ob und wo noch weitere Veranstaltungen geplant sind.

    Find ich übrigens toll, dass Du den Ratschlag befolgt hast, dass sich einer vorne hinstellen soll, der das ganze verantwortet.

    Dass Dich die Anzeige mit ihrem Inhalt ärgert, ist klar. Dass die Leute selbst "Leichen im Keller" haben, tut nichts zur Sache.

    Es gibt einen Pluspunkt bei der Sache, das ist die Anklagebezeichnung, die nach Deiner Aussage: "Verletzung der Aufsichtspflicht heißt".

    Diese ist im BGB definiert, siehe hier: http://www.juraforum.de/lexikon/aufsichtspflichtverletzung
    Da Du jetzt im BGB/Zivilrecht gelandet bist, hast Du volle Deckung von Deiner Rechtsschutzversicherung.

    Theoretisch, so denke ich, hätten sie Dich auch wegen Fahrlässiger Körperverletzung anklagen können.
    http://www.ra-kotz.de/hundebiss1.htm
    Damit wärst Du im Strafrecht gelandet ohne Deckung der Rechtsschutz.

    Von daher Glück im Unglück - und um Dir weiteren Ärger vom Hals zu halten: Deckungszusage holen, pack das Ding und ab damit zum Anwalt.

    Rechtsschutzversicherung heißt für mich nicht, dass man unsinnig Leute verklagen kann wie man lustig ist, sondern dass man Rückendeckung hat, gegen ungerechtfertigte Forderungen / zu klärende Forderungen.

    Du hast alles gemacht, was von Seiten Deiner Person / Deiner Familie zu tun war. Jetzt ist die Zeit es abzugeben.

    LG Petra

    Da war irgendwann so eine Hundetrainersendung: Herrchen und Trainer saßen mit dem Laptop in der Garage und haben die Wohnung überwacht. Immer, wenn der Hund an den Mülleimer wollte oder nen anderen Quatsch anfing, wurde mit Fernbedienung das Sprühhalsband betätigt.....
    Leider weiß ich nicht mehr, auf welchem Kanal die Sendung kam und wie sie hieß....

    Ich bin mir nicht so sicher, ob solche Aktionen immer streßbedingt sind. Kann einem Hund nicht einfach auch langweilig sein????