Beiträge von lotuselise

    Meint Ihr wirklich, dass die Aussage des VDH so tiefsinnig ist, wie wir sie vielleicht auslegen?

    Mal ganz salopp ausgedrückt: ein Züchterhund bringt seine rassespezifischen Ansprüche mit. Beim TS-Hund bekommt man unter Umständen noch ein Packerl an Arbeit gratis dazu: die Vorgeschichte und ihre Auswirkungen.

    Der Anspruch an die Erfahrung des Hundehaltes besteht einzig und allein darin, tatsächlich abschätzen zu können, was da auf ihn zukommt z.B. in dem er den Hund beim Kennenlernen lesen und einschätzen kann und nicht jede Verhaltensweise mit "ja mei, der ist halt aufgeregt weil er raus darf" relativiert.

    Viel mehr würde ich da gar nicht reininterpretieren....

    Zitat

    Wirklich eine gute Frage! Mich würde auch der Titel der Anzeige interessieren: leichte Katzenbeschädigung? Tja, die haben wohl echt nix besseres zu tun... :???:

    Also bei uns im Ort ist es genauso. Es gibt nicht wie in vielen Großstädten Ordnungsamt-Außendienstler. Heißt, um alles, was auf der Straße passiert, kümmert sich die Polizei.
    Ob Lärmbelästigung, Grillrauch etc.

    Ich geh mal davon aus, dass die Polizisten an sich oft die Nase voll haben sich um diese Lappalien zu kümmern. Anzeige protokollieren etc., nur weil ein Nachbar meint, er hätte sich gerade zu Tode erschrocken über den böse schauenden Gartenzwerg.

    Was bleibt einem als Polizist übrig, wenn man den ganzen unnötigen Schreibkram vermeiden will? Man packt das Geschehen in die nächste Streife und fährt dort vorbei.
    So wird man es auch dem "Melder" verklickern und der fühlt sich dann ausreichend wichtig, wenn die Polizei bei dem "Bösewicht" aufschlägt.

    Spart Arbeit, beruhigt die Gemüter, von daher äußerst effektiv....

    Zu der Richtigstellung gehört aber auch die andere Hälfte der Wahrheit.

    Wir haben hier auch eine echt lebensmüde Katze, die geht direkt auf die Hunde zu. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als zu flüchten.

    Egal was die Katze macht, der Hundehalter bezahlt den Schaden zumindest anteilig. Nicht schön, aber ist so.

    Gibts eigentlich überhaupt noch Leute, die miteinander reden ohne sich anzufeinden?

    Fakt ist, Dein Hund hat Mist gebaut, Du hast gepennt und die Katze wurde gepackt. Ob die dabei an nen Baum gebunden war, in ner Ecke saß, gehbehindert ist oder was auch immer ist doch mal egal.

    Haften musst Du eh - und eigentlich gehört neben der ganzen sachlich-rechtlichen Geschichte immer noch die persönliche dazu: Nämlich, dass man sich entschuldigt.

    Und wenn man schon dabei ist und nicht gerade die Türe vor der Nase zugedonnert bekommt, dann kann man auch in nem halben Nebensatz fragen, warum die Katze denn dort angebunden war? Nicht vorwurfsvoll, sondern einfach unter dem Aspekt, dass es ihr jetzt schon fast an den Kragen gegangen ist, weil sie nicht flüchten konnte - und dem weiteren, dass Du Dir Sorgen machst sie könnte sich mit dem Halsband strangulieren.

    Ist das wirklich so schwer??

    Man muss seinem Hund den Napf wegnehmen können...... das hört man so oft. Aber leider ist es nur die halbe Wahrheit - denn wie man dahin kommt, das wird einem nicht gesagt.....

    Ich versuchs mal zu erklären:
    es ist Sonntag abend, Kühlschrank so gut wie leer, Du hast den ganzen Tag nichts gegessen, mords Hunger und machst Dir ein Wurstbrot. Gerade, als Du Dich hinsetzt und den ersten Bissen machst, kommt jemand und nimmt Dir den Teller samt Brot weg.
    Entweder pampst Du ihn an: "er soll Dir sofort Dein Essen zurückgeben" oder es wäre jemand aus der Familie und Du würdest verzichten, weil Du weißt, morgen haben die Geschäfte wieder auf, Du kannst Dir was kaufen.

    Dein Hund hat Hunger und Du stellst ihm das Fressen hin. Du nimmst es ihm einfach weg und Hund pampt Dich dafür an, indem er knurrt. Der Hund möchte nicht verzichten, weil er eben nicht weiß, dass es gleich anschließend wieder was gibt oder wie bei Dir morgen die Geschäfte wieder auf sind. Er ist viel einfacher gestrickt: Fressen bedeutet Überleben, kein Fressen bedeutet Verhungern. Ein Hund denkt nicht an Morgen, er hat nicht die Vorstellungskraft zu wissen, was dann sein wird, er lebt im hier und jetzt.

    Es gibt zwei Gesichtspunkte des Fressen wegnehmens oder abgebens im Tierreich:

    - die natürliche Selektion, das heißt die starken, gesunden Tiere fressen zuerst um den Fortbestand der Rasse zu sichern. Das führt teilweise zu erbitterten Kämpfen, ist aber das, was bei uns in der Wohnung mit Haushund nichts zu suchen hat - der harte Kampf ums Überleben. Kein Mensch will sich mit seinem Hund ums Fressen prügeln. Völlig sinnfrei in der Welt des Familienhundes.

    - das Fressen wegnehmen als Erziehungsziel: der Weg führt einzig und allein übers Vertrauen. Da der Hund eben keine Vorstellungskraft übers "nachher" und "könnte sein" hat, soll dies ersetzt werden durch ein "vertrau mir, Du wirst satt, ich sichere Dein Überleben ohne Zweifel.

    Das ist für den Hund ein sehr schwieriges Lernziel, denn jeder Hund ist im Prinzip eine gespaltene Persönlichkeit:
    Der Restwolf und das Haustier. Während alles, was vom Wolf noch da ist, dem Hund meldet: "Hau drauf, der will an deine Überlebensressource", musst Du es schaffen, dass der Teil Haustier in ihm diesen inneren Kampf gewinnt, also stärker ist als der andere.

    Mit gewissen Mitteln, könntest Du es schaffen, dem Hund überlegen zu sein im Kampf. Wäre möglich. Dann hättest Du als Endergebnis entweder einen resignierten Hund, der sich mehr oder weniger damit abgefunden hätte, dass sein Überleben nur noch eine Frage der Zeit ist, oder einen, der nicht verzweifelt und den Kampf erneut aufnimmt - das heißt es wird nie ein friedliches Ende geben.

    Oder Du gehst den Weg des Vertrauens - ich hoffe man konnte rauslesen, dass das ein Weg ist, keine Hau-Ruck-Aktion. Dein Hund hat einen Partner, bei dem er sich darauf verlassen kann, dass dieser sein Überleben sichert.

    Wie Du sicher bemerkt hast, ist das, was man sieht, wenn man die Situation fotographieren würde - exakt identisch: ein Mensch nimmt einem Hund den Napf weg. Das man das darf, war das Ziel.
    Dennoch ist die andere Seite dabei, der betroffene Hund, völlig anders darauf eingestellt.

    Hi,
    ich weiß nicht, ob hier der Weg exakt richtig beschrieben ist, aber ich glaube schon:
    http://www.erfindermarkt.de/forum/showthre…typ-fehlt?p=457
    Beitrag Nr. 4.
    Dort steht, dass es evtl. auch ohne einen Prototyp geht, wenn detailierte Zeichnungen vorliegen, steht zumindest da. Das einzig wirkliche Problem sei wohl in der Ausführung der Patentanmeldung an sich.... aber lies selbst.
    Vielleicht kennen sich andere noch besser aus....

    Zitat


    Nee, ich halte sie nicht für berechenbar, denn ich weiß das so eine Situation jederzeit umschlagen kann. Aber sie kennt nun Sturkturen und weiß wo ihre Position im Rudel ist.
    Sie weiß das ich nur etwas mache, was notwendig ist.
    Sie hat das Vertrauen zu mir, auch wenn sie etwas ertragen muß was mit Schmerzen verbunden ist. Oder eben einfache Sachen wie Ohren reinigen oder ähnliches. Und wie ich das hingebkommen habe? Mit ganz viel Zeit und Energie und einem kompetenten Hundepsycholgen und einem Hundetrainer an unserer Seite.

    Kurz zusammengefasst: Absolutistisches Herrscher-Frauchen hält demokratischen Hund :lachtot: