Beiträge von lotuselise

    Nun ja, gut über die "Zeitaufteilung" kann man diskutieren, die find ich jetzt auch nicht supi.

    Was ich gut fände, wäre: Hund ein Woche alleine, eine Woche mit Halter, eine Woche Pause, letzte Woche beide.
    Aber wer nicht fragt bekommt auch keine Antworten - und fragen muss man mittlerweile fast überall.

    Diese Aufteilung würde ich wählen weil:

    1. Woche: Trainer lernt den Hund alleine kennen ohne Einfluss des Herrchens, Hund hat genug Zeit, dass sich die erste Aufregung erstmal legt und um zu kapieren, was der Typ hier überhaupt will, der wahrscheinlich erstmal aus Hundesicht "völlig anders tickt".

    2. Woche: beide sind da, Beobachtung des Umgangs, Analyse Probleme, Konflikte etc. Gemeinsames Arbeiten.

    3. Woche: Zuhause

    4. Woche: Woche des Feedbacks und der Nachbesserung....

    So weit so gut. Ich weiß ja nicht, ob Du alleine bist oder nicht.

    Wenn man nur für sich eine Entscheidung treffen muss, die letztendlich lautet: Na ja, schlimmstenfalls werde ich gelocht, damit kann ich leben und draußen sicher ich eben mit Maulkorb etc. ab, dann ist das eine Sache.

    Lebt man aber mit anderen Menschen zusammen, die das nicht sagen können bzw. nicht tolerieren, dann hat man ein Problem. Bestes Beispiel z.B. Futternapf und Knurren etc.

    Wenn ich alleine bin, kann ich sagen: mei, ist eigentlich nicht so wichtig, geh ich Duschen während mein Hund frisst oder mach sonstwas. Funktioniert aber nicht, wenn man Mitbewohner hat, die man nicht in der Form einschränken kann oder will. Dann haste ein Problem, selbst wenn Du dich mit der Situation arrangieren könntest und das ganze langsam aufbauen.

    Mit der Abgabe in ein "Erziehungscamp" hat man das Risiko verstärkt, dass der Trainer einem um die Ohren haut:
    "Wäre ja eigentlich ein super Hund, aber nicht in Ihren Händen, so um 180 Grad drehen können Sie sich gar nicht, dass es passt.

    Und ich glaub davor hat man Angst, kann ich verstehen....

    Um beim Herdenschutzhund zu bleiben: ich stell es mir verdammt schwierig vor, einen unsicheren HH, bei dem der Hund meint er müsse ihn beschützen, in einen souveränen HH umzuprogrammieren, bei dem der Hund diese Aufgabenstellung nicht mehr sieht....

    na ja, das was Ihr beschreibt aus Kundensicht, dieses Problem hat der Trainer ja auch.

    Kommt da jemand und sagt: "hier haste mal, ich gen nen bösartigen Hund ab und erwarte, dass ich einen zu jedem und alles "immerlieb" zurückbekomme oder formuliert der Kunde ganz klar womit er genau warum nicht leben kann so wie es jetzt ist. Da wird es genauso Unterschiede geben.

    So wie wir den Trainer abchecken, so wird er es auch mit uns tun in den Vorgesprächen. Ich denke, je sachlicher, klarer die Ziele festgesteckt werden, desto mehr kann man auch vertrauen....
    Der Trainer ist ja genauso auf unsere Ehrlichkeit angewiesen..........

    Also einem Trainer, der mir verspricht mein Hund wird nach zwei Wochen einfach nur noch lieb sein, dem würde ich meinen Hund nicht geben.
    Einem Trainer, der als Ziel vorgibt, dass wir an bestimmten Menschen an der Leine ohne Probleme vorbeigehen können, schon.

    Man muss fair bleiben, in diesen Vorgesprächen klopft man sich gegenseitig ab. Das sollte für keinen das Problem sein.

    Ich stell es mir halt so vor:
    um zu wissen, wo und wann beim Hund die Frustrations- /Toleranzgrenze erreicht ist, wird sich der Trainer wahrscheinlich dort rantasten müssen - was wiederum für den Halter wahrscheinlich nicht so toll zu gucken ist, dessen geliebter Hund hier gezielt "auf die Palme gebracht" bzw. "geärgert" wird.

    Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege mit meiner Vermutung....

    Hmmh, wir haben unsere Hündin nicht als Welpi bekommen, dafür hab ich meine Kids - und ehrlich gesagt find ich das nicht viel anders....

    Wozu jetzt schon so früh ein Riesentamtam um Duschen und vor der Türe warten?? Wie macht man es denn bei einem Krabbelkind?

    Man wartet bis es schläft und duscht. Oder man "parkt" es kurzfristig im Laufstall. Meistens dann, wenn es zwar wach ist, aber man nicht aufpassen kann z.B. ich räume die Einkäufe aus dem Auto in die Wohnung etc und währenddessen gibt es ne Beschäftigung (Spieluhr oder Knochen ist ja egal).

    Mach Dir und dem Welpi doch nicht jetzt schon so einen Streß. Wozu soll das gut sein?

    Zusammenfassung:
    1. Krams Standpunkt: durchaus nachvollziehbar
    2. Der Dabeisein-Standpunkt:
    - Mißtrauen
    - Kontrolle
    - Lernen
    - Verstehen

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass man um eine Videodokumentation bittet. 2500 Euro sind auch kein Pappenstil.
    Klar kommt es blöd, wenn man einerseits jemand um Hilfe bittet, weil man nicht mehr weiter weiß -

    und andererseits Mißtrauen äußert.

    Wenn man ausschließlich mit den beiden letzten Punkten argumentiert, dass man etwas über den Umgang lernen möchte und sich die Möglichkeit wünscht, die Art mit dem Hund gearbeitet wird zu verstehen und auch Fragen dazu stellen zu dürfen über die Vorgehensweise, dann hätte eine Videodokumentation durchaus ihre Berchechtigung, wie ich finde.

    Obendrein kommt dazu, das man schon gerne wissen möchte, wo man hier sein Geld eigentlich reinsteckt.

    Deshalb finde ich die Frage danach nicht schlimm - sofern sie richtig formuliert wird....

    Zum Dasein eines nicht perfekten Hundehalters gehören allerdings auch die Erfahrungen, die man erstmal machen muss.

    Seit Kühe und Schafe auf der Weide sind, bin ich mobbelstolz, dass wir da dran vorbeigehen können, ohne dass mein Hund bellt, rennt, geschweige denn auf die Weide läuft.
    Bis letztens.

    Laufe da wieder den Weg entlang, diesmal Jungtiere auf der Weide, schätze ein Jahr. Hund läuft entlang, die fangen an mitzurennen. :hilfe: Was macht meine Mistgurke? Rennt auf die Weide zu denen hin und bellt.
    Grrrrhhhh!!! Doofe Nuss - was denkt die denn, die wollen spielen oder was? Ist die blöd im Kopf? :rollsmile:

    Wie auch immer - jetzt weiß ich Bescheid: Rumliegende, wiederkäuende, grasende, starrende Tiere sind uninteressant. Lustig hüpfende Jungkühe hingegen sind einladend und lustig. :ops:

    Aha, wieder was gelernt, jetzt lein ich sie rechtzeitig an bevor wir an der Jungviehweide vobeikommen.
    Aber - den Fehler hab ich trotzdem gemacht, dazu muss ich stehen.

    Für mich war ne Kuh ne Kuh - für meinen Hund nicht. Jetzt weiß ich das auch....... :headbash:

    So, nach zwei Jahren Ruhe ist es wieder so weit: Ein Würstchen mit Messerklingen wurde gefunden. Zum Glück ist es gerade nochmal gut gegangen - aber ich bin am überlegen........

    Die Idee, wir wehren uns - keine Sorge, nichts mit auflauern oder so, nichts strafrechtliches.

    Ich hab mir überlegt, eventuell über Facebook oder so, eine Gruppe zu eröffnen:

    Und zwar Hundebesitzer, die bereit sind, mit durch Maulkörbe geschützten Hunden diese Köder suchen zu gehen.
    Von mir aus auch mit Warnweste, damit man uns sieht.

    Meine Bedenken:
    Meint Ihr, dass diese Hundehasser dann ihre "Geschenke" direkt über die Zäune in Gärten werfen?
    Würde bei sowas überhaupt jemand mitmachen?
    Würde ein Hundehasser aufhören, wenn er das Gefühl bekommt es bringt eh nichts? Die Strafe, falls er erwischt wird, schreckt ja offensichtlich nicht ab.
    Wie müsste ein entsprechend sicherer und guter Maulkorb überhaupt aussehen?

    So ganz allgemein: manchmal denke ich es ist höchste Eisenbahn, dass wir auch mal den Mund aufmachen. Bisher schlucken wir nur alles, haben keine Lobby.
    Mir kommt es so vor: Kaum ist das Feindbild "Raucher" weg, muss ein neues her und das sind wir.
    Das ist doch Mist.....

    So, nun ist also fast ne Woche um - jeden Tag hinfahren kann ich nicht, da ich momentan immer noch ne Menge um die Ohren hab. Und wenn ich das schon mal sag, dann ist es auch so, denn für gewöhnlich vertrete ich die Meinung: wer Zeit haben will, der findet sie auch....

    Montag, Dienstag ist das Tierheim zu. Donnerstag wollte mein Sohnemann mit ihm gehen, da war die Nase allerdings schon unterwegs. Heute waren wir mit ihm Gassi.

    Morgen könnten wir zwar, aber wollen nicht, am Sonntag kommen immer die meisten Leute, die Chance wollen wir ihm nicht nehmen.

    Aber immerhin hat sich schon ne Menge getan. Er spielt im Freilaufgehege und sie versuchen vorsichtig, anfangs kurz, ihm eine sympathische Hundedame in seiner Größe als Spielpartnerin schmackhaft zu machen. Das findet er gar nicht schlecht.

    Ich bin so froh, dort gehört er nicht zu den "bösen" Hunden mit dem roten Zettel am Gitter, sondern er ist "ein toller Hund". Er hat schon einen festen Gassigeher - als mein Sohnemann ihn abholen wollte, war die Schäferschnauze gerade beim "Kaffeetrinken" im Ort unterwegs.

    Er sitzt dort nicht doof wartend alleine, nö, wir müssen vorher anrufen, damit er auch da ist, wenn wir mit ihm gehen wollen - eine schöne Veränderung.

    Was in meinem Köln-Bericht fehlte, war das schön-schlimme: als wir in den Schlafsäcken lagen, da lag er zwischen uns, auf dem Rücken, an den Fingern knabbernd, damit das Kraulen nicht aufhört. Es war nichts aber auch gar nichts anders als mit unserer Maus, nur halt in XXL. Am Ende ein kontaktliegender, schlafender Schäfi.
    An diesem Wochenende, und die ganze Zeit hat er einfach alles nur richtig gemacht - war einfach nur lieb.

    Zu allen und zu jedem. Ich kann es so schwer beschreiben: im ersten Tierheim sah er traurig aus, alt irgendwie - und jetzt, der traurige Blick ist weg. Er ist wirklich gut drauf, hat sogar schon ein bißchen zugenommen, nicht viel, aber die Rippen gucken nicht mehr so raus. Beim ersten Mal hat er sich kaum über die Fliesen zu gehen getraut, jetzt läuft er da drüber, alles okay.

    Gut, ein Dauerzustand ist es nicht, ohne Bezugsperson - aber es ist toll, er hat nicht resigniert, sammelt seine Streicheleinheiten ein.

    Es ist schwer zu beschreiben - aber ich vertraue ihm. Ich hab Flyer aufgehängt, ihn ins Internet gestellt, frage andauernd rum - und soll ich Euch was sagen?

    Alles das ist nichts, gegen das, was er auf seine ganz eigene Art leistet. Er ist derjenige, der wirklich um einen Platz kämpft. Ich bin eigentlich reine Zeitverschwendung für ihn, weil ich ihn eh nicht nehmen kann. Er bemüht sich, investiert, ich sehe es - und ich bin die Enttäuschung, so denke ich. Wie soll er das nur verstehen?

    Hey, und er kann mir mittlerweile in die Augen schauen, das konnte er am Anfang bei meiner Oma gar nicht. Da ist er jedem Blickkontakt ausgewichen.

    Ach menno, irgendwo muss es doch einen Platz für ihn geben.......