Beiträge von lotuselise

    BabyFaye

    Ich möchte jetzt hier keine Wortklauberei betreiben, aber "verhaltensgestört", das klingt für mich so nach Stempel, rumms, so ähnlich wie "bezahlt" - und fertig.

    Lass es uns doch eher "verhaltensauffällig" nennen. Dieser Ausdruck motiviert viel mehr zum Hinterfragen:
    Was?
    Wo?
    Wann?
    Warum?

    Von daher wäre mir die Aussage zu wenig, und gleichzeitig zu vernichtend.

    Du brauchst Hilfe, das ist klar - aber ich seh Dich noch lange nicht als gescheitert an, außer Du entscheidest Dich die Flinte ins Korn zu werfen.

    @all: Kommt jetzt, es muss doch jemand geben, der nen guten Trainer weiß, der sich die Kleine mal anschaut - und der "Großen" die Sicherheit gibt, die sie braucht......

    Find ich jetzt aber nicht ganz fair. Alles wird sie da auch nicht reinschreiben.

    Aber was macht denn dann:
    wenn sich neben einem so ein Pulverfass entwickelt?
    wenn man merkt, dass sich die Situationen häufen, in denen man die Kontrolle verliert?
    wenn man zugeben muss, dass es nur noch gefährlich ist?
    wenn alle medizinischen Gründe ausgeschlossen wurden.

    Okay, zum Trainer gehen, einen Platz suchen.

    Was, wenn die Erfolge ausbleiben, sich so ein Platz nicht findet?
    Nur noch einsperren und den Napf durchs Loch in der Türe reinreichen?
    Im Tierheim oder Zuhause?

    So wie ich das gelesen habe, war das Ausschlaggebende der Satz, dass dieser Hund so biss, dass ihn zwei Erwachsene und ein tiefer Tümpel nicht davon abhalten konnten, nochmal nachzusetzen.

    Die ganze Situation mit dem Wissen: "der bringt es zu Ende und lässt sich durch nichts und niemanden davon abhalten" bei einem 70kg-Hund :???:

    Weiß nicht, ist es wirklich so abwegig, dass unsere Hunde so sind wie wir?
    Der eine braucht ständig Trubel und Party, der andere will lieber seine Ruhe und ist für sich?
    Sozusagen die ganze Palette von Partylöwe bis Eigenbrödler.
    Vielleicht ist es gar nicht fair so einen Hund in ne Tagesbetreuung mit vielen anderen zu stecken und man würde ihn glücklicher damit machen im Büro bei Herrchen zu sein, wo ihn ein- zweimal ein Gassigeher für ne Stunde abholt.
    Ist das jetzt typisch vermenschlicht oder meint Ihr sowas gibt es???

    Es gab mal einen interessanten Thread hier zum Thema "Prägephase nachholen" und ich glaub es war bordy, die das damals ziemlich gut und stimmig erklärt hat.

    Ja, mag vielleicht sein, dass so ein Hund nie der obercoole Typ wird - aber ich denke wenn er auch in Stresssituationen ansprechbar und lenkbar bleibt, dann ist viel gewonnen - und man hat einen Stand erreicht mit dem man leben kann....

    OT Irgendwo im Hinterkopf schwirren mir die ganze Zeit Suchtkranke, Therapien und Rückfälle im gewohnten Umfeld im Kopf rum - aber ich bekomme den Gedanken irgendwie nicht so ganz zu Ende gedacht, keine Ahnung :???: :headbash: ENDE OT

    Aber fernab aller verunsicherten Kritiken - was haben wir denn jetzt alles zusammengetragen?

    Ergänzt oder korrigiert bitte die Liste, falls ich was vergessen habe:
    1. egal welcher Trainer, die Arbeit und das, was man in den Hund investieren muss bleibt dieselbe. Er ist der Wegweiser, aber den Weg muss man selbst gehen.
    2. Man sollte sich drauf einstellen, dass der Trainer, der einem gehörig den Kopf wäscht, wahrscheinlich der bessere ist, als derjenige, der einen Flauschkurs fährt nur weil ich Kunde bin - auch wenn es unangenehm sein sollte.
    3. die zwei, drei Wochen sind nur ein Anfang - es wird länger dauern bis sich alles regelt.