Beiträge von lotuselise

    Weiß nicht, find ich ein ungemein schwieriges Thema.

    Wenn ein Hund einen Menschen ersetzen soll z.B. Familie und Partner, finde ich das nicht mal so verwerflich.
    Unsere Gesellschaft ist wie sie ist. Wenn sich jemand nach Ehrlichkeit, Treue, gemeinsamen Erlebnissen, Gesellschaft sehnt - und dieser Wunsch ist so nicht zu verwirklichen, dann ist es für mich okay.
    Immerhin besser als einsam und verbittert zu werden.

    Ob ich jetzt einen menschlichen Partner zum Nabel der Welt erkläre oder einen Hund und mich alles andere nicht mehr interessiert, find ich beides irgendwie freaky.

    Hundeliebe würde z.B. für mich aufhören, wenn wirklich mein Kind Asthmaanfälle und Ausschläge bekommt, die nicht mehr einzudämmen sind. Wirklich und nicht die "vorgeschobenen". Dann würde ich wahrscheinlich für den Hund ein neues Zuhause suchen. Meine Mom z.B. war allergisch gegen den Staub, den die Papageien aus dem Gefieder absondern und konnte sich deshalb nur noch mit Atemmaske überhaupt im Wohnzimmer aufhalten. Außerdem brauchte sie ein Hammer-Asthmaspray und in ihrem Bett lag ne Inkontinenzauflage wegen der extremen Hustenanfälle. Da fand ich es eher schlimmer, dass sie sie behalten hat, als sie in gute Hände wegzugeben.

    Beim Einschläferthema finde ich, dass dort die Hundeliebe aufhört wo der menschliche Egoismus anfängt. Ich hoffe, ich kann mich, wenn es mal so weit sein wird, fragen und ehrlich zu mir sein: Tu ich dies und jenes nicht oder schon für mich oder für den Hund?

    Beim "wieviel Luxus darfs denn sein" sehe ich es so: alles ist in Ordnung, solange es uns beiden gut tut. Wenn ich es brauche meinen Hund nur mit Rinderfilet zu füttern, dann soll es so sein - es schadet ihm nicht.
    Auch mit den Straßsteinchen: Wenns mir gefällt, dem Hund ist es egal - aber gut passen sollte das Geschirr oder Halsband und angenehm zu tragen sein.

    Zitat

    Hm also er liegt dabei ja mehr..richtig aufzustehen traut er sich nicht. Er kommt also weit nach vorne, holt sich das Leckerlie und legt sich dann recht rasch wieder zurück auf seinen Platz.
    Sein Fressverhalten sieht folgendermaßen aus: Er steht auf, läuft ein paar Schritte auf den Napf zu, hält inne, geht wieder zwei drei Schritte zurück, hält inne, überlegt, geht wieder auf den Napf zu, schnappt sich was daraus und macht einen Satz rückwärts zu seinem Platz zurück. Beim zweiten und dritten mal sieht das noch genauso aus, danach bleibt er längere Zeit am Napf.
    Steht der Napf allerdings direkt neben ihm in seiner Ecke scheint er recht entspannt zu sein und frisst gemütlich im Stehen daraus.

    Was mir vorhin auch stark aufgefallen ist: Sobald ich von der Couch oder dem Bett aufstehe, ihn jedoch NICHT angucke, nicht beachte, ändert er seine Liegeposition von entspannt und die Beine von sich gestreckt in zusammengekauert, aufgestellten Ohren und beobachtet ganz ganau.
    Dabei gehe ich weder auf ihn zu noch mache sonst eine Geste in seine richtung :/

    Hmmh, man soll zwar seinen Hund nicht zuschwallern, aber beste Gelegenheit ihm ein neues "Kommando" beizubringen. Nimm einfach irgendwas, was Dir gerade einfällt: "alles in Ordnung", "ist okay", von mir aus sagst Du "Schnitzel mit Pommes". Kurzer Blick, Wort - Dein Zeug weitermachen. Fertig.

    Hilft Dir auch draußen später weiter: Jemand lässt den Rolladen runterknallen, Hund erschrickt. Kurzer Blick, Wort, weiter gehts. Gut für Dich, Du vermeidest mit diesem Wort ins Mitleid zu rutschen. Zu sagen: "Keine Sorge, brauchst doch nicht so zu erschrecken mein Kleiner" bei der Rolladensituation wäre ja schon wieder Mist.

    Mit der Zeit wird sich das dann festigen. Jetzt hat Dein Hund noch richtig Panik - später wird es sich in ein "mir is mulmig" oder "bin mir jetzt nicht sicher" ändern und alleine dieses Wort lässt ihn dann aufatmen: Von Herrli für harmlos befunden, passt also.

    Weiß nicht, ich glaube das siehst Du ein bißchen zu eng - mit den Generationen, den Personen und den Ergebnissen.

    Beim Garagentor: ja, vielleicht wird es mal durch ein modernes ersetzt, kann schon sein. Und der gleiche Nachfahre sagt bei einem Tisch, einem Schrank, einem Auto, egal: nö, das schmeißen wir jetzt nicht weg, wir richten es wieder her. Ich kann mich an meinen Uropa (Du) erinnern wie er immer dieses alte, häßliche Garagentor jedes Jahr auf Vordermann gebracht hat. Dann ist auch etwas von Deinem Uropa geblieben.

    Oder der Fliederbaum: Du hast Deinen Grund, dass Du (1)dort gerne sitzt. Dein Enkel(3) findet es vielleicht toll, weil auf diesen Büschen immer so viele Schmetterlinge sitzen. Dessen Enkel(5) wiederum macht seiner Freundin unter einem Fliederbusch im Park einen Heiratsantrag - der Opa hat immer erzählt wie schön es dort war wegen der Schmetterlinge. Deren Enkel(7) wiederum wird erzählt wie sich Oma und Opa (5)unter dem Fliederbaum das "Ja-Wort" gegeben haben. Dort drüben, wo jetzt die große Fabrik steht. Wieder hat sich was verändert, es ist nicht mal der gleiche Platz - aber auch hier ist etwas geblieben. So ganz auf seine Art.

    Wir reden immer von Werten - welchen die man haben sollte, welche, die verloren gehen: diese ganz großen, allgemeinen Begriffe der Ethik. http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik Wenn diese Sachen alle eingehalten werden, dann wäre das Ergebnis: Sicherheit

    So, jetzt sind wir also sicher, aber glücklich sind wir deshalb noch lange nicht. Und genau an dem Punkt kommen Deine Beispiele ins Spiel - die sich zwar verändern, ok - Kleinigkeiten sind. Aber deshalb noch lange nicht unwichtig - denn sie machen uns glücklich.

    Wenn Du also, voll egoistisch eigentlich, unter Deinem Fliederwäldchen sitzt, dann gehts Dir gut - es ist was Positives. Vielleicht gibst Du in dem Moment schon was weiter, was Du gar nicht wissen kannst, nicht drüber nachdenkst - eben weil es niemand wissen kann.

    Das zweite Beispiel von Dir umfasst 7!!! Generationen. Das ist schon ganz schön lang. Und auch wenn man irgendwann nicht mehr weiß warum Du dort gesessen hast und wie das alles zustande kam - es bleibt was von DIR...

    Weiß nicht, ich denke noch so oft an meine Uroma. Sie ist gestorben als ich zwölf war. Ich vergess ihren Geburtstag auf dem Kalender, ich bin auch nicht derjenige, der an Allerheiligen ein riesen Gesteck auf ihr Grab platziert. Ich müsst nachschauen, wann ihr Todestag war - aber.....
    ich denk trotzdem an sie
    - jedesmal, wenn ich Kapern esse - ihre Königsberger Klopse waren eine Schau
    - wenn ich Schuhe putze - sie hat mir gezeigt wie das richtig geht
    - wenn meine Füße müffeln - ich hatte als Kind schreckliche Schweißfüße und sie hat mir immer ein Fußbad gemacht
    - wenn ich diese "Gummisemmeln" kaufe und Honig drauf tu - das waren einfach die weltbesten Semmeln
    - an die Geschichten, die sie vom Krieg erzählt hat
    - wenn ich Kirschen kaufe, sie hatte echt wenig Geld, aber ich durfte mir immer eine handvoll kaufen
    Also ich könnte jetzt nicht ihr Gesicht auswendig malen oder so - aber trotzdem ist sie immer noch irgendwie da.....
    und so finde ich es eigentlich gut.

    Ich glaub an keines von beidem so richtig.

    Das eine würde bedeuten, dass man immer sowas wie ne zweite Chance hätte - und dann bräuchte man im hier und jetzt nicht alles zu geben was man hat.

    Das andere heißt: rums, Ende, aus, vorbei - auch kein wirklich schöner Gedanke.

    Deshalb das Mittelding von beidem: Es macht zwar, rums, Ende, vorbei - aber nur für mich. Physikalisch gesehen, gibt es diesen Energiesatz, dass keine Energie einfach so verloren geht.

    Also ist meine Aufgabe es so gut wie möglich zu machen, gute Dinge weiterzugeben: an meine Kinder, Freunde, auch an meinen Hund. Auf diese Weise bleibt von einem etwas erhalten - für immer. Es lebt weiter, weil ich es zu Lebzeiten weitergegeben habe.

    Ich bin allgemein immer auf der Suche nach Optionen, die Wissenschaft und Glauben (wobei ich den nicht hab, bin Ethiker) gemeinsam möglich sind - und das ist dementsprechend meine Weltanschauung.

    So macht man aus biologischer Sicht Platz für Neues - und trotzdem ist es nicht so, als sei man nie dagewesen.....

    Ganz ehrlich und ich will auch überhaupt keine Antwort darauf haben, weil das erst recht zu privat wäre....

    Es dürfte auch eine Rolle spielen, aus welchen Grund Dein Vater Alkoholiker wurde.

    Rein fiktive Beispiele:

    1. Dein Vater hat Deinem 19-jährigen Bruder seinen Sportwagen geliehen und dieser ist damit aufgrund zu schnellen Fahrens tödlich verunglückt. Seit diesem Unfall macht er sich bittere Vorwürfe und hat sich in den Alkoholkonsum geflüchtet.

    Hier würde ein Hund m.E. rein gar nicht helfen

    2. Deine Mutter ist bereits seit einigen Jahren verstorben, die Kinder sind alle ausgezogen....
    oder
    Er wurde in seinem Job gekündigt und sein Arbeitsplatz wurde durch einen jüngeren Mitarbeiter belegt. Er schreibt zwar x Bewerbungen, bekommt aber immer nur Absagen. Dein Vater fühlt sich in der Gesellschaft überflüssig und zu nichts mehr nutze.

    Hier würde ein Hund vielleicht wirklich helfen.

    Von daher kann ich mir kein Urteil erlauben und werde es auch nicht tun, ob es gut oder schlecht ist..

    Ich hab jetzt nicht alles gelesen, zugegeben.

    Dennoch beschäftigt mich eine Frage - und das schon länger.
    Also:
    Wir haben einen Guide und müssen hier durch gehen:

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    Es wird darauf hingewiesen, dass wir sehr konzentriert laufen müssen, da die Stacheln der Kakteen in der Haut stecken bleiben und sehr unangenehm sind.
    Während dieser Wanderung sehen wir über dem Berg im Hintergrund einen Greifvogel kreisen, gucken ihm sehr interessiert nach - es macht: pieks an der Wade.

    Anderes Szenario:
    Wir sind in einem Bürgerkriegsland und werden von einer feindseligen Truppe verfolgt. Vor uns liegt genau dieses Kakteenfeld und wir müssen da so schnell wie möglich durchrennen um in den Bergen Schutz zu finden.

    Beim ersten Beispiel weiß ich eigentlich wie es geht dort unbeschadet durchzukommen und kanns mir eigentlich aussuchen ob es piekt oder nicht.
    Beim zweiten Beispiel handelt es sich um eine völlig unkontrollierte Situation. Meine Verfolger gehen davon aus, dass mich dieses Kakteenfeld aufhalten wird.

    Ich meine einen deutlichen Unterschied zu erkennen. Das war jetzt menschlich und sehr bildlich. Ich hoffe ich konnte verdeutlichen, was ich genau meine.

    Meinst Du wirklich es macht Sinn mit einem Click zu bestärken, wenn dem Hund schon das Herz in die Hose rutscht wenn Du nur hustest oder niest?

    Unsere hatte sogar Angst vor den Quietschies.

    Zum Trainer kann sie gerne gehen, aber der wird rein gar nichts anderes sagen als wir hier:
    1. arbeite am Vertrauen und an der Bindung zu Dir
    2. Egal, wie leid Dir Dein Hund tut - auf keinen Fall bemitleiden, das bestärkt seine Angst
    3. Lerne seine Körpersprache
    4. Überfordere ihn nicht mit Reizen
    5. Manage alle Situationen, weise immer den Weg

    Und gerade bei so einem Hund find ich die Bestärkung mit Leckerlies (das kann ja auch Trockenfutter sein) eigentlich den besten Weg oder das stimmliche Lob.

    Aus zwei Gründen:

    1. in Rumänien sind oft mehrere Hunde in einem Gehege. Wenn man also einen Hund bekommt, der vorzugsweise nachts frisst, dann war es wohl keiner, dem die anderen freiwillig den Napf überlassen haben, dass er als erster frisst - wahrscheinlicher ist doch, dass er erst an den Napf ging, als die anderen schon ihr Nickerchen gemacht haben. Umso sympathischer wird da dieser merkwürdige Mensch, der freiwillig abgibt.

    2. Er muss sich auch an die Stimme gewöhnen und was die Stimmlage ausdrückt. Ihn z.B. zu streicheln oder zu tätscheln wäre nicht konstruktiv, weil die Berührung für den Hund unter Umständen immer noch unangenehm ist. Das wäre dann fast so, als würdest Du ihn für sein gutes Verhalten bestrafen.

    Allgemein zum Trainer: für mich bedeutet zu einem Trainer zu gehen, dass man Hilfe braucht um ein bestimmtes, unerwünschtes Verhalten abzustellen. Die Aufgabe wäre also: stelle die Angst ab - und das funktioniert nicht.

    Das Problem ist, dass ein Hund in dem Alter anders lernt als ein Welpe.

    Beispiel: Du klatschst Dir auf die Schenkel und bekommst einen Lachanfall.

    Der Welpe erschrickt vielleicht kurz, merkt, dass alles in Ordnung ist und in seinem Kopf wird ganz komplex verknüpft: "Frauchen verhält sich manchmal ein bisserl merkwürdig, aber trotzdem alles gut" Diese Regelung gilt von nun ab für so ziemlich alles, was Du tust, ob Du nen Handstand machst,einen Niesanfall oder einen Schreikrampf wegen der Spinne im Zimmer bekommst.

    Der Hund in dem Alter muss sich das alles einzeln einprägen: Handstand - ok, Niesanfall - ok, Schreikrampf - ok.
    Drum dauert das so viel länger.

    Konnte ich z.B. an einem Beispiel feststellen. Als meine endlich keine Angst mehr hatte an der Straße entlang zu gehen, war plötzlich alles anders, als es regnete. Sie hatte wieder voll die Panik. Mir war vorher noch nie aufgefallen, dass sich bei Regen der Verkehr völlig anders anhört bzw. lauter ist als bei trockener Straße....

    Unsere wird im November drei und hat immer noch ihre Phasen...... ist doch schön, wenn sie gerne spielen...

    Zum "bestrafen" an sich. Denk mal drüber nach. Bestrafen bedeutet doch immer eine Sanktion gegenüber jemandem, der die Regeln kennt und absichtlich dagegen verstößt.

    Dein Welpi kennt die Regeln aber noch gar nicht - und das ist die Aufgabe, sie zu lernen.