Weiß nicht, find ich ein ungemein schwieriges Thema.
Wenn ein Hund einen Menschen ersetzen soll z.B. Familie und Partner, finde ich das nicht mal so verwerflich.
Unsere Gesellschaft ist wie sie ist. Wenn sich jemand nach Ehrlichkeit, Treue, gemeinsamen Erlebnissen, Gesellschaft sehnt - und dieser Wunsch ist so nicht zu verwirklichen, dann ist es für mich okay.
Immerhin besser als einsam und verbittert zu werden.
Ob ich jetzt einen menschlichen Partner zum Nabel der Welt erkläre oder einen Hund und mich alles andere nicht mehr interessiert, find ich beides irgendwie freaky.
Hundeliebe würde z.B. für mich aufhören, wenn wirklich mein Kind Asthmaanfälle und Ausschläge bekommt, die nicht mehr einzudämmen sind. Wirklich und nicht die "vorgeschobenen". Dann würde ich wahrscheinlich für den Hund ein neues Zuhause suchen. Meine Mom z.B. war allergisch gegen den Staub, den die Papageien aus dem Gefieder absondern und konnte sich deshalb nur noch mit Atemmaske überhaupt im Wohnzimmer aufhalten. Außerdem brauchte sie ein Hammer-Asthmaspray und in ihrem Bett lag ne Inkontinenzauflage wegen der extremen Hustenanfälle. Da fand ich es eher schlimmer, dass sie sie behalten hat, als sie in gute Hände wegzugeben.
Beim Einschläferthema finde ich, dass dort die Hundeliebe aufhört wo der menschliche Egoismus anfängt. Ich hoffe, ich kann mich, wenn es mal so weit sein wird, fragen und ehrlich zu mir sein: Tu ich dies und jenes nicht oder schon für mich oder für den Hund?
Beim "wieviel Luxus darfs denn sein" sehe ich es so: alles ist in Ordnung, solange es uns beiden gut tut. Wenn ich es brauche meinen Hund nur mit Rinderfilet zu füttern, dann soll es so sein - es schadet ihm nicht.
Auch mit den Straßsteinchen: Wenns mir gefällt, dem Hund ist es egal - aber gut passen sollte das Geschirr oder Halsband und angenehm zu tragen sein.