Beiträge von lotuselise

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    Aber eines ist für mich absolut unabdingbar: der Mensch muss seinen Hund unbedingt bei sich haben wollen! Er muss dieses Tier jeden Tag um sich haben wollen ! Sich freuen das er es hat! Nicht hergeben wollen! Sein Leben gerne mit dem Tier teilen wollen!
    Birgit

    Gut, dann oute ich mich hier mal und Du kannst ja dann entscheiden, ob ich meinen Hund auch besser hergeben sollte........

    Wenn wir abends weggehen, dann nie vor 22 Uhr. (sonst kommt man sich vor wie im Kindergarten) Die letzte Runde wird auf 19:00 - 20:00 Uhr gelegt, kurz bevor wir gehen gehts nochmal auf die Wiese zum Lösen. Dann pennt der Hund, wir machen Party. Wir kommen so um vier, fünf, spätestens sechs heim. Dann gibts ne kleine Runde mit Hund und anschließend fallen alle ins Bett - und das bis um zehn, halb elf am Morgen. Ich behaupte, meinem Hund ist das sowas von Hupe, ob ich neben ihr schnarche oder mal nicht da bin.

    Es gab in letzter Zeit öfters die Begebenheit, dass ich sie übers WE Zuhause gelassen habe. Es gab einen Gassiplan für meine Kids. Das ist kein Witz, das war so. Ich hab sie nicht mitgenommen, weil es für sie zu stressig gewesen wäre: Baulärm, Spedition, Termine, bei denen kein Hund erlaubt war. Auch hier denke ich, es ist okay für sie.

    Für die Faschings- oder Osterferien ist ein gemeinsamer Urlaub geplant: Männe, mein Jüngster und ich - eine Woche. Ohne Hund - Ägypten. In dieser Woche nimmt mein Ältester Urlaub und ist für Hund da. Das Programm wird mit Sicherheit nicht so abwechslungsreich wie sonst, aber vernachlässigt wird sie nicht.

    Allgemein: der beste Urlaub ist für mich alleine - mit niemandem. Was macht den Urlaub aus? Ich hab keinen zerhackten Tag und kann machen was ich will wann ich will. Kann meine Füße mal unter einen gedeckten Tisch strecken. Eine Woche sagt keiner "Maaaama". Geil einfach. Eine Woche muss ich nicht für andere mitdenken, dass jeder eingecremt ist, sein Handtuch oder seine Badehose nicht vergisst. Ich hab Zeit zum Malen, zum Fotographieren, zum Lesen: purer Luxus. Ganz allein - und das allein ist genial. Das ist Urlaub, und jeden Tag denke ich an die ganze Bande und vermisse sie - echt freaky, oder??

    Muss ich jetzt meinen Hund abgeben, echt???? Sie wird sowohl geparkt als auch mal alleingelassen.

    Wäre ich jetzt ein besserer Mensch, wenn ich das gleiche machen würde weil ich ein Hundeseminar besuche???

    Und noch was gebe ich zu Bedenken: eine meiner Freundinnen ist knapp 60, ist alleine und lebt genau das, was Du beschreibst. Wenn sie ihren Hund woanders lässt (war auch schon für wenige Stunden bei mir weil bei ihr Zuhause Lärm von der Haussanierung war und sie arbeiten musste), dann ist das die volle Katastrophe.
    Dieser Hund ist nicht mal mehr ansprechbar. Er hockt wie gelähmt da und wartet bis sie kommt. Zum Gassi mitgehen: Fehlanzeige - er bewegt sich keinen Meter.

    Das ist das andere Extrem und mir wird himmelangst was sein wird, falls sie mal ne Woche ins KKH muss oder ähnliches.......

    Ja, das mag ja alles richtig sein so rein sachlich und objektiv.....

    Aber es gibt auch noch subjektiv. Ich kanns einfach nicht glauben bzw. ich würde es sogar als Lüge bezeichnen, dass hier einige erzählen:
    - nie mal einen Augenblick drüber nachzudenken, wie es wäre, wenn alles anders gelaufen wäre z.B. keine Kinder, kein Hund, kein Partner
    - nie mal eine Phase haben, wo sie einfach alles ankotzt, egal ob Hund, Kinder, Haushalt, Arbeit, was auch immer.
    - keine Träume haben, die mit ihrem jetzigen Leben überhaupt nicht kompatibel sind

    Sorry, das glaub ich Euch nicht.

    Und wenn Ernie hier den Hintern in der Hose hat und ihre Zweifel und teilweise Verzweiflung hier niederschreibt, dann ist das letzte, was sie braucht, noch einen Tritt dazu.

    Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: Weißte was, Ernie, im Moment, da haste Dich ganz schön verrechnet - weil Du meintest, Du könntest Dich auf gewisse Leute verlassen.
    Aber wenn Du das jetzt alleine packst, dann bist Du hinterher stark - und das fühlt sich einfach nur gut an.

    Ich wäre jedenfalls lieber die Ernie, die kreativ ist, sich durchbeißt und nicht aufgibt - als die Ernie, die nur ein nettes Partymäuschen ist, das nix auf die Reihe kriegt.

    Und gerade das kann auch der Grund sein, warum ihre Mom so zäh ist. Auf die erste Tochter wäre ich stolz, auf die zweite....na ja. Erstmal sehen zu wollen, dass ein anderer, im speziellen das eigene Kind, erstmal vollen Einsatz zeigt bevor man unter die Arme greift - hat rein gar nichts damit zu tun, dass man als Mutter das Kind im Stich lässt.

    Komm Knautschi, sei doch nicht so streng. Ganz ehrlich, ich bin froh, dass sich hier einige anbieten auf Ernies Hund aufzupassen.

    Warum?

    Weil es die einzige Möglichkeit ist, das jetzt mal auszuprobieren, nach was sie sich sehnt. Gebt Ihr ein halbes, viertel Jahr - in dem sie nach Herzenslust eine Betreuung für ihren Hund hat, wenn sie ausgehen will.

    Was wird dann kommen? Ich kanns Dir sagen: es langweilt. Ja, es langweilt. Immer die gleichen Typen, immer die gleichen Anmachsprüche, nervige Besoffene, immer die gleiche Mukke - und n Haufen Geld kostet es auch noch.

    Ich fänds einfach schade, wenn sie jetzt ihren Hund weggibt weil sie die Sturm- und Drangphase hat und meint mit 18 kann man endlich alles tun wozu man lustig ist...... bis sie hinterher erkennt: der Brüller ist das auch nicht.

    Spätestens der Geldbeutel schränkt das ganze ein wenig ein. So ziemlich alle in meinem Umfeld - wie läuft es denn bei denen?? Klar geht man mal weg - aber die sind alle mittlerweile auf dem Trip, dass man viel mehr hat, wenn man gemeinsam einkaufen geht und dann bei einem feiert: Homeparty heißt das ganze.....

    Und da wärs dann wirklich egal, ob im Nebenzimmer ein pennender Hund liegt während z.B. die LAN-Party steigt.

    Von daher fände ich es super, wenn sie es in einem festgesteckten Zeitrahmen einfach mal probieren könnte - und wenn möglich - ohne 14 Jahre mit Hund für ein halbes Jahr ohne, bis sie es satt hat, aufgeben zu müssen.

    Zitat

    Es sind momentan viele private Probleme, die nicht vorhersehbar waren, die auf mich einstürzen. Ja, mir war klar, dass ein Hund eine Einschränkung bedeutet, bislang hat es mir auch immer gereicht, dass ich wusste, dass meine Eltern einspringen wenn ich hin und wieder mal abends weggehen möchte, auf ein Festival gehen möchte oder auch mal für 2-3 Wochen in den Urlaub fahren will. Das Versprechen hatte ich, ebenfalls mit der Absicherung meines Freundes. Meine Mutter meinte sogar, dass sie den Hund behalten würde, wenn ich es nicht schaffe. Jetzt ist alles anders gekommen, niemand will mehr aufpassen und hinzu kamen nun auch noch eine ganze Menge anderer private Probleme. Das alles war nicht vorherzusehen.
    Da ich mit meinen Kräften am Ende bin, brauche ich momentan einfach ein bisschen unkomplizierte Zeit, ein bisschen Spontanität und mehr Freiheiten. Das hat ansich nichts mit dem Hund zu tun, einfach mit meiner allgemeinen Lage. Das ist auch nichts, was vom Kopf her kommt, sondern vom Gefühl. Ich brauche grad einfach eine Auszeit. Nicht nur für ein paar Tage. Für lange Zeit. Mein Leben wieder regeln, ohne einen Klotz am Bein.
    So schwer es mir auch fällt... :sad2:

    Ist das Problem nun etwas klarer geworden?

    Komisch, ich musste gerade ein wenig schmunzeln als ich diese Zeilen las - auch wenn das ganze für Dich überhaupt nicht lustig ist......

    Warum? Drehen wir die Uhr mal weiter - so um 15, 20 Jahre..... das, was Dir gerade widerfährt ist so ziemlich der Klassiker, wenn die Kids, Familie unbedingt einen Hund wollten, aber letztendlich alles doch an Mama hängen bleibt.

    Das schreibe ich deshalb, weil ich gerade hier Dein Alter außer Acht lassen möchte - Deine Gefühlslage aber durchaus verstehen kann, sowie den Weg öffnen möchte, dass Du merkst - es geht vielen so.

    Denn mal ganz ehrlich - es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Ob mit Partner, Kinder, Hund, Haus, Arbeit, ganz egal: es gibt Phasen da kotzt einen eben alles nur an, wird alles fast zuviel. Man ist nicht immer und jeden Tag glücklich mit dem was man hat - manchmal träumt man auch davon, dass alles viel einfacher wäre wenns eben anders wär: unkomplizierter, weniger, besser eben einfach.

    Aber so lange dauert das nicht. Dann guckt man rechts, dann guckt man links, dann werkelt man wie ne Verrückte - und mit einem Mal ist es doch gut so wie es ist. Deshalb schmeiß nicht gleich hin - und hab auch kein schlechtes Gewissen, dass es Dich momentan alles nervt..... ist halt so.

    Auf ein Tief kommt auch wieder ein Hoch, sonst wärs ja langweilig - oder nicht ;)

    Das Einzige worauf Du bitte aufpassen solltest: wenn Du gar nichts mehr auf die Reihe bekommst, dann sind das ernsthafte Depressionen - behalte Dich bitte selbst genau im Auge.....

    Mittlerweile habe ich auch den Überblick ein wenig verloren, dennoch versuche ich mal sowas wie ne Übersicht zu erstellen was wir eigentlich haben:

    1. Reinrassiger Spezialist, der alle Erwartungen erfüllt = zu 100% zu der Aufgabe zu gebrauchen, zu der die Zucht dieser Rasse seit jeher diente.

    2. Reinrassiger Spezialist, der in einem oder mehreren Punkten aufgrund von Wesen, Charakter oder Gesundheit nicht für die Aufgabe zu gebrauchen ist, zu der die Zucht dieser Rasse eigentlich diente.

    3. Mischlinge mit oder aus Spezialisten: von allem ein wenig aber keine Extreme, insgesamt eher ein "Allroundertyp"

    4. Mischlinge mit oder aus Spezialisten bei dem ein oder mehrere bestimmte Triebe extrem zum Vorschein kommen, entsprechend den Aufgaben der beteiligten Rasse(n).

    Bei 1. bin ich ganz klar bei Kram, Murmel und den anderen und finde es eigentlich mit am einfachsten den Hund mit entsprechender Ausbildung nach seinen Fähigkeiten richtig auszulasten. Das Problem, welches ich sehe, ist, dass es wahrscheinlich insgesamt mehr Hunde gibt, die den anderen drei Punkten entsprechen. Wobei der dritte Hund ganz klar auch relativ einfach zufriedenzustellen sein müsste.

    Bauchschmerzen machen mir eigentlich 2. und 4.

    Versteht Ihr auf was ich rauswill????

    @la bella

    Ohne Dir persönlich zu Nahe treten zu wollen. Das ist der Grund wieso ich meinem Hund keinen Kinderkontakt erlaube.

    Ich weiß von meiner, dass sie abschnappt. Meist in die Luft. Schnappt sie zu, weil sie sich wirklich bedrängt fühlt (sie lässt sich nicht von Fremden anfassen - und ein Mann wollte das halt nicht glauben und hat es trotzdem versucht), dann trifft sie beim Schnappen - man sieht Zahnabdrücke als rote Flecken.

    Wir haben immer noch das Besucherproblem und wenn ich nicht aufpasse, dann "beißt" mein Hund den Besucher. Das sieht so aus: sie streckt sich in Zeitlupe hin und zwackt genauso langsam zu - das geht wirklich in Zeitlupe: laaaangsam, ganz vorsichtig mit den vorderen Zähnen..... ist dann meine Schuld, wenn ich gepennt hab und mittlerweile stoppe ich sie beim laaaangsam das Maul zumachen mit einem "Hey". Dann geht sie weg.

    Damit habe ich jetzt einen schnappenden und beißenden Hund, der aggressiv nach vorne geht, wie Du es beschreibst. Upppps. Und genau deshalb: keine Kids.

    Ich finde, mein Hund hat die Beißhemmung gut gelernt. Ob das im Spiel ist, wo sie nicht grob ist. Ich glaube sie weiß ganz genau, ab wann es für einen Menschen unangenehm wird. Und ich bin heilfroh darüber, dass sie dieses erlernte Wissen anwendet um zu zeigen: lass das, ich will das nicht statt hirnlos zu lochen, dass es blutet.

    Ich glaube auch, dass Du ganz genau weißt welche Hunde ich mit arme Socken meine. Die, bei denen es mich mehr wundert, dass sie sich nicht wehren als es mich wundern würde, wenn sie es tun.

    Außerdem gestehe ich einem Hund auch eine Art Reflex zu wie auch ich ihn selbst an den Tag lege. Ich hab meinen Sohn (14) schon vom Stuhl geschubst. Warum? Er ist zu mir rüber gerückt und hat mir das Stuhlbein auf den Fuß gestellt. Weißt Du wie weh das tut??? Da war kein Raum für "Aua - stell bitte den Stuhl von meinem Fuß runter) - es war einfach Reflex von mir und fertig.... er saß danach auf dem Hintern auf dem Boden....

    Hängt bloß nix in die Bäume. Ich hab einen Hund, der Eichhörnchen jagt - öhm ja. Seit dem weiß ich, dass wir bei uns im Park einen Siebenschläfer haben :smile:

    Und den Oberblödsinn hab ich gemacht, als ich meinte ich müsste mich auf nem Jägerstand verstecken, damit Frau Hund mich sucht - die Olle klettert da hoch, ich dacht mich trifft der Schlag :headbash:

    Keine Ahnung, was für ein "Spezialist" da in meinem Rustrami durchschlägt.......... wenns möglich wäre, würd ich auf Affe tippen :D

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    :gut: :gut: :gut: Ganz genau so!

    Nur mal so ne Frage zum Verständnis meinerseits: Was bitte ist ein 100% kinderfreundlicher Hund und wo gibts den mit entsprechender Garantie zu kaufen??

    Meint Ihr damit die armen Socken, denen man ins Auge langen, an den Ohren ziehen und auf den Schwanz treten darf und die gucken nur doof dabei??

    Und alle anderen Hunde sind charakterlicher Schrott???????

    Ich frage das deshalb, weil meine Hündin z.B. keinen Zugang zu kleinen Kindern hat. Ich hab keine, meine Bekannten haben keine und Oma bin ich auch noch nicht.....

    So, bleiben noch fremde Kinder übrig - und die halte ich von meinem Hund fern und umgekehrt, ganz einfach weil ich mir den Ärger, der daraus entstehen kann, dass ich keine 100%ige Garantie geben kann, mir mit Sicherheit nicht antun werde....

    Bis dato findet mein Hund kleine Kinder also nur merkwürdig. Gestern ist so ein kleiner Zwerg auf der Badewiese auf uns zugelaufen. Ich hab meinen Hund festgehalten und gesagt, dass er keine kleinen Kinder kennt. Das ist die Wahrheit: sie kennt sie nicht, ob sie sie mögen würde weiß ich nicht mal. Die Mama hat Zwergi abgeholt und das wiederholt, was ich gesagt habe.

    Habe keine Gelegenheit es auszuprobieren. So ist das.

    Die Beispiele mit Duschen, den Müll raustragen etc. find ich absoluten Quatsch. Ob mit oder ohne Hund im Raum. Wer bitteschön lässt ein Krabbelkind fünf Minuten unbeaufsichtigt in der Wohnung?? Kindersicher gut und schön, aber die Finger kann man sich auch in der Türe einklemmen etc... Also kommt das Kind kurz in den Laufstall oder auf dem Arm mit, später vielleicht kurz in sein Zimmer.

    Ihr konstruiert da eine Gefahr in das Dasein eines Hundes rein, die mir ehrlich gesagt überhaupt nicht gefällt. Klar ist es mehr Aufwand, aber auch nicht so, dass es nicht machbar wäre.