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Naja, wenn du Schoßhündchen für adlige Damen spielen auch Arbeit nennst, dann ja 
hey kommt, veräppelt mich ned........
mal so betrachtet:
1. am Anfang war der Wolf, der wurde domestiziert zu einem "brauchbaren Werkzeug" für den Menschen.
2. aus diesem allgemeinen Brauchbar entstanden die Spezialisten für die verschiedenen Bereiche
3. aus den Spezialisten wurden fortgeführt / bzw. entstanden Gebrauchshunde und Schoßhündchen.
Mein erster Gedanke war in etwa so: da bekommt z.B. ein Adliger einen Welpen aus einer Jagdhundzucht geschenkt. Edler Hund, nur leider Vollversager auf der ganzen Linie. Was macht man mit so einem "Geschenk"?? Weggeben kannst ihn nicht, das erzürnt den Schenker, zu gebrauchen ist der auch zu nix - aber lieb isser.
Netter Nebeneffekt: in der a*****kalten Burg wärmt er die Füße der Hausherrin. Und zack, haste den ersten Schoßhund.
Ich glaub halt nicht, dass aus dem Wolf gleichzeitig Schoßhund und Arbeitshund rausgezüchtet wurden - wohl eher nicht. Da waren die Wertigkeiten anders was zusätzliche Fresser betrifft.
Also muss etwas "in der Zwischenzeit" passiert sein. Denn Schoßhund ist Luxus pur, so gesehen.
Zum Chihuahua:
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Waren sie Opferhunde der Azteken, kamen sie mit den Wikingern oder - was am nahesten liegt - sind sie verwandt mit den kleinen portugiesischen Podengos, die auf den Schiffen als Rattenfänger mit in die Neue Welt fanden?
Quelle: http://www.chihuahua-plattform.de/der-chihuahua/herkunft-geschichte
Der portugiesische Podengo: http://de.wikipedia.org/wiki/Podengo_Portugu%C3%AAs
Und schwupps ist der Weg aus der FCI-Kategorie 9 in 5 gemacht:
interessant, welche Rassen sich dort finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:FCI-Gruppe_5
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Sektion 7 Urtyphunde zur jagdlichen Verwendung
Hier gibts noch ein wenig Lesestoff, wie der Spezialist auf den Schoß kam: http://othes.univie.ac.at/6982/1/2009-08-30_8800490.pdf
Damit könnte man die These aufstellen, dass jede Begleithundrasse / Schoßhündchen / Bettvorleger, was auch immer... letztendlich aus einem Spezialisten hervorging.
Was im Umkehrschluss für die Zucht hieße: man darf keinesfalls nur nach Aussehen gehen und züchten, sondern muss quasi die Eigenschaften für die Verwendbarkeit mit ins Boot nehmen, sonst wirds - wenns dumm läuft, irgendwann ne Kuscheltierrasse, der Arbeitshund / Gebrauchshund ginge dabei verloren.
Und da sehe ich das Problem, dass die heutige Gesellschaft im Allgemeinen die Triebe ja eher als "Problem, das gelöst werden muss" ansehen - während für die Leute, deren Hunde wirklich noch einen echten Job haben, die Auswahl immer kleiner werden dürfte.