Beiträge von lotuselise

    Maanu: Spannend finde ich es auch, aber mit dem Verurteilen hab ich ein Problem.

    Viele Dinge können wir uns gar nicht vorstellen weil wir anders leben.
    Hundefutter oder Arztbesuch fürs Kind, Hundefutter oder Essen für die Familie, solche Dinge meine ich.
    Wir müssen solche Entscheidungen nicht treffen.

    Um das deutlich zu machen - erinnerst Du Dich an die Vorschriften für die Zwingerhaltung von Hunden lt. Tierschutzgesetz?
    http://www.faz.net/aktuell/wirtsc…se-1858608.html

    Aus solchen Gründen halte ich mich mit Urteilen mittlerweile zurück. Hat man ja aktuell an den Berichten über die Ukraine gesehen - kein Mensch weiß, wie die Ukrainer eigentlich wirklich leben.
    Ein bißchen Klarheit bekommt man, wenn man sich die Kaufkraft in den Ländern ansieht:
    http://www.gfk-geomarketing.de/fileadmin/news…europa2011.html
    Zum Vergleich Deutschland:
    http://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/

    2700 Euro nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben stehen da. Keine Ahnung, was Du verdienst, aber sollte es eine Abweichung zu dieser Zahl geben - berücksichtige ungefähr dieselbe Abweichung beim oberen Link :sad2:

    Leider glaube ich nicht, dass der Fotograf Menschen bewegen wird, die kein Interesse am Thema Hund haben.

    Ich bezweifle auch den Zusammenhang zwischen Hundebesitzer und buddhistischer Wiedergeburt. Denn je mehr man an die Wiederkehr eines schlechten Menschen in Gestalt eines Hundes glaubt, desto weniger würde man sich wahrscheinlich einen zulegen.

    Wiedergeborener Verbrecher oder anderer übler Zeitgenosse - wer holt sich sowas ins Haus? Schon gar nicht als Spielzeug für die Kinder.

    Es ist immer leicht mit dem Finger auf Zustände in anderen, speziell ärmeren Ländern zu zeigen. Aber christlich vorbildlich, wenn man einen Hund abgibt oder aussetzt, nur weil das Weihnachtsgeschenk doch nicht so toll war oder man in den Urlaub fahren will, wäre dann auch was anderes als das was hierzulande passiert....

    Ich hab rein gar nichts gegen den globalen Blick über den Tellerrand, aber die Weltverbesserei bei gleichzeitig vollen Tierheimen im eigenen Land, die geht mir langsam auf den Geist.

    Zitat

    Lotus, und sie hat einfach sofort das getan was du wolltest *staun* :)

    Meiner Meinung nach war das einfach der Überraschungsmoment eines ungewöhnlichen Klangbildes in meiner Sprache und ihr spontanes Innehalten darauf nur sowas wie: "Hoppala, war is jetz dös?".

    Für das, das man 5 Konsonanten hintereinander in ein Wort packt, ist es doch ziemlich "laut" und durchdringend.

    Das wars dann aber auch schon mit Wunder ;)

    So ein Quatsch, kann ich sogar beweisen. Bei uns sind in Murnau die Tüten rot, in Seehausen grün.
    Die in Seehausen sind besser, man bekommt sie leichter auf, sie sind biologisch abbaubar und der Haufen stinkt weniger raus.
    Quelle: http://www.seehausen.de

    Externer Inhalt img651.imageshack.us
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Die Punkte sind die Tütenstationen, am See nur ca. 100m voneinander entfernt... :smile:

    Dann hast Du mich wahrscheinlich nicht richtig verstanden.

    Mir fehlt bei C.M. die Antwort auf Fragen wie:

    "Wie lerne ich es auszuhalten, wenn ich mit einer Aufgabe aus meinem alten Job konfrontiert werde und es mich "in den Fingern juckt"?" => Impulskontrolle lernen
    "Was kann ich stattdessen sinnvolles tun um meinen Arbeitseifer zu befriedigen => Alternative Auslastung

    So wie Corinna und die anderen auch schrieben: der Ansatz ist eben nicht nur ein unerwünschtes Verhalten abzustellen, sondern zu lernen es auszuhalten, einem Trieb zu widerstehen und sinnvolle Alternativen anzunehmen.

    Böse gesagt, fängt Pia Gröning da an, wo CM aufhört.
    Hier das Inhaltsverzeichnis schnell abgetippt: (Quelle: Pia Gröning, Antijagdtraining)
    1. Hintergrund
    1.1. Bestandteile der Jagd
    1.2. Die Rolle der Genetik
    1.3. Der Lerneffekt
    1.4. Ursachenforschung
    1.5. Was tun? Arbeiten mit den Lerngesetzen
    1.6. Strafe
    1.7. Überblick über die praktische Arbeit
    2. Schleppleinentraining
    2.1. Die Ausrüstung
    2.2. Arbeiten mit der Schleppleine
    2.3. Wenn der Hund "verlorengeht"
    2.4. Durchhalten!!
    3. Basistraining
    3.1. Orientierungsübungen
    3.2. Impulskontrollübungen
    3.3. Das Ruhesignal
    4. Kontrolle am Wild
    4.1. Der Superschlachtruf
    4.2. Vorstehen - das Anzeigen von Wild
    4.3. Das "komm!"-Signal
    4.4. "Sitz!" bzw. "Platz!" in Entfernung
    4.5. Das Reizangeltraining
    4.6. Das Abbruchsignal
    4.7. Gegenkonditionierung
    4.8. Klick for Blick
    5. Alternative Aufgaben
    5.1. Geistige Auslastung
    5.2. Körperliche Auslastung
    5.3. Kontrolliert jagen lassen
    5.4. Mit Förster und Jagdpächter in Kontakt treten
    6. AJT mit zwei Hunden
    6.1. Gleichzeitig arbeiten
    6.2. Orientierung am Menschen
    7. Prävention
    7.1. Rasseauswahl
    7.2. Umgebung
    7.3. Beschäftigung und Lernen
    7.4. Vorbeugendes Training
    7.5. keine Erfolge
    7.6. Strafe
    7.7. Umleiten
    7.8. Grundgehorsam
    Ausblick
    Trainingsplan
    Beipackzettel
    Index
    Zum Weiterlesen

    Wenn Du ein wenig neugierig geworden bist, tipp ich Dir gerne auch noch das Inhaltsverzeichnis der Übungen schnell ab ;)

    Bevor Du nach einer Hundeschule suchst, die nach C.M arbeitet, würde ich Dir noch gerne einen kleinen Denkanstoß mit auf den Weg geben:

    Jagen ist zunächst ganz einfach die Fähigkeit, das eigene Überleben zu sichern, indem die Ressource Futter erarbeitet wird.

    Jagen ist keine Unart, kein Fluch, keine Verhaltensauffälligkeit, Du hast keinen Problemhund deswegen.

    Warum ich das schreibe? Ich habe einige Videos mit C.M gesehen.

    Mir geht es darum, dass Du die Jagdleidenschaft Deines Hundes etwas "gütiger" betrachtest, was keinesfalls heißt sie zu akzeptieren oder zu ignorieren. Es ist nur so, dass Du quasi so etwas wie einen super rüstigen Frührentner hast, der nicht weiß wohin mit seiner Energie, weil bisher die Arbeit (hier Jagd) sein Lebensinhalt war.

    Über das wie er mit der neuen Situation klarkommen könnte, da schließe ich mich Corinnas Meinung an......

    Denk nochmal drüber nach, ob Dein Hund und Du mit Eurem Problem bei C.M gut aufgehoben seid......

    Quelle: http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie…/exposition.htm

    Zitat

    Allerdings wird beim Flooding nicht die Verhinderung jeglicher Reaktionen angestrebt, sondern nur die solcher Gedanken und Verhaltensweisen, die mit der Vermeidung der angstauslösenden Situationen verbunden sind. Das Herbeiführen der Angstreaktionen ist dagegen das Ziel des Floodings, denn ohne sie kann der Patient keine Erfahrungen mit diesen Reaktionen sowie dem Einsatz von Bewältigungsstrategien machen, so daß es auch zu keiner Veränderung im Verhalten kommen kann.

    Da Flooding zu einer massiven Belastung des Patienten führt, ist ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zwischen Patient und Therapeut eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung. Der Therapeut sollte zudem über ausreichende Kenntnisse in der Theorie und Praxis der Methode verfügen, da eine mangelhafte Durchführung oder der Einsatz bei nicht geeigneten Personen zur Verschlechterung des psychischen Zustandes der Patienten führen kann. Wichtig ist auch, daß der Patient eine genaue Vorstellung davon hat, wofür sich der hohe Einsatz bei diesem Verfahren lohnt.

    Finde ich nach wie vor bedenklich.....

    Da gibt es aber wesentliche Unterschiede.
    Wenn ein Mensch eine Phobie vor bestimmten Dingen / Situationen hat, dann wird er genau dieser Situation ausgesetzt, quasi um eine bestimmte Angst vor einem bestimmten Ding zu überwinden.

    Der Hund im Roundpen hingegen soll von seiner Angst vor Menschen geheilt werden, indem man ihn erschreckt.
    Es ist ausdrücklich nicht erwünscht, dass der Hund den Menschen als Ursache der Geräusche sieht.

    Außerdem, so denke ich, wird der Mensch gezielt darauf vorbereitet. Er weiß genau was kommen ist und hat den Willen, dass seine Gefühlslage dem erliegt, was ihm seine Angst versucht zu diktieren.

    Der Hund wird völlig unvorbereitet dem ausgesetzt.

    Zusätzlich geht der Mensch von einer streßfreien Situation in die Angstsituation mit dem Wissen wie er jederzeit daraus flüchten könnte.

    Dem Hund im Roundpen geht es hingegen so, wie wenn man jemanden, der ohnehin schon Platzangst hat, in einem Aufzug noch einen Karton über den Kopf stülpt. Denn er hat bereits aufgrund der Anwesenheit des Menschen Stress, der noch gesteigert wird.

    Aus diesen Gründen finde ich, dass man die beiden "Therapien" überhaupt nicht vergleichen kann.

    Im Gegenteil: Alle, die hier gegen diesen Ansatz sind, stößt folgendes auf:
    Der Hund hat keine Wahl, er kann nicht in eine streßfreie Situation flüchten. Im Gegenteil: ihm wird eine beängstigte Situation als einzige Zuflucht angeboten.

    Steck jemand mit Spinnenphobie in ein Becken, indem er nicht schwimmen kann und biete ihm als einzige Zuflucht an, sich auf einen Vorsprung mit lauter Spinnen drauf zu retten. DAS wäre Euer Therapieansatz.

    Auch die Begründung für einen Tritt gegen das Gitter um dem Hund die Angst vor Tritten zu nehmen, verstehe ich nicht.

    Ich weiß nicht, inwiefern Deine Einschätzung der Richtigkeit entspricht. Aber sag doch mal selbst:
    da ist ein Hund, der getreten und geschlagen wurde, in seiner Verzweiflung bereits nach vorne ging.
    Er hat jegliches Vertrauen in Menschen verloren.
    Was muss er lernen? Ab heute bringen Hände und Füße von Menschen nur Gutes für mich.

    Bist Du Dir wirklich sicher, dass da Kieselwerfen dazu passt?