Susanne richtet sich mit der Empfehlung nicht an alle, sondern gezielt für an die Führer eines "drüber" Hundes, der furchtbar gerne arbeiten will und aus Hundesicht nie genug darf.
Ich finde den Ansatz nicht für die Dummy A, sondern die F zu trainieren gerade bei arbeitsgeilen Hunden sehr sinnvoll. Insofern stimme ich mit Susanne darin überein den Hund nicht nur auf Markierungen zu schicken, da die eben für die A benötigt werden, und dann mit Einweisen anzufangen, sondern beides parallel aufzubauen. Das sorgt dann ja auch für eine geringere Erregungslage im Training, sodass aufgeregte Hunde sich besser selbst regulieren können. Und vor allem dafür, dass sich auch zu einem Zeitpunkt im Training, an dem Steadyness noch eine große Baustelle ist, überhaupt arbeiten dürfen. Somit vermeidet man im Zweifelsfall auch in einen Teufelskreis aus "Aufregung - Fiepen - Aufgabe abbrechen - mehr Frust - mehr Aufregung - mehr Fiepen" zu kommen. Bei einem Hund, der von Natur aus die Klappe hält und ziemlich gut sitzen bleiben kann, würde ich mehr Markierungen üben und nicht "riskieren" mir einen Hund ran zu ziehen, dessen Markierfähigkeit eher ausbaufähig ist.
Okay das ist ein anderer Punkt, indem ich dir (oder ihr) total zustimme. Ich finde es auch nicht sinnvoll intensiv für die Dummy A zu üben, im Gegenteil. Die Basis muss passen und einweisen würde ich auch schon üben. Wenn der Hund damit rechnet vor der Markierung etwas anderes zu arbeiten, hat man sicherlich in der Prüfung einen Vorteil.