Also als erstes empfehle ich einen Hundetrainer, der sich eure Situation vor Ort ansehen sollte. Die Ursache ist ausschlaggebend. Gerät dein Hund so in Rage, weil er diese schlechte Erfahrung gemacht hat, oder weil er sehr territorial ist oder weil er euch draußen evtl. doch nicht den "Rudelführer" abnimmt? Je nach dem aus welchem Grund euer Hund handelt, muss reagiert werden.
Wenn dein Hund schon so pöbelt, dann kannst du nichts sinnvolles mehr tun. Du musst vorher eingreifen.
Von Wasserspritze o.Ä. würde ich eher abraten, weil es sein kann, dass dein Hund nur lernt "Fremdhunde sind noch blöder als eh schon". Evtl. sucht er sich ein anderes, noch unangenehmeres Ventil für seinen Frust, der ja durch Wasser spritzen nicht weg gegangen ist.
Ich würde noch unterscheiden zwischen der Pöbelei mit dem Nachbarshund und allgemeinen Pöbeleien.
Das mit dem Nachbarshund wär gut zu lösen, wenn eure Nachbarn mitziehen. Gemeinsame Spaziergänge an der Leine mit genügend Abstand, können helfen, dass die Beiden sich akzeptieren lernen.
Wegen dem allgemeinen Pöbeln: ist dein Hund besonders versessen auf etwas? Kannst du ihn mit Spielzeug ködern?
Damit er was im Maul hat und nicht um sich beißt, wäre es vielleicht eine Soforthilfe ihm eine Beißwurst hinzuhalten oder zum Tragen mitzugeben. Der Frust muss weg, dann kann er es da dran auslassen.
Als Trainingsansatz würde ich den Blickkontakt belohnen und ohne Ablenkung sehr hochwertig aufbauen. Also "schau" sagen, guckt der Hund, gibts Party und Superleckerli. Das würd ich vor jedem Leckerli einführen. Du sagst "sitz", der Hund macht sitz, guckt zum Leckerlibeutel -> kein Leckerchen bis er dir in die Augen guckt usw. Also den Blickkontakt in den Alltag einführen und festigen.
Nicht den Fehler machen, dass du den Befehl zu bald, in für deinen Hund, zu schwierigen Situationen verwendest. Wenn du merkst der andere Hund interessiert deinen Hund kaum, kannst du mal ein "schau" einfordern.
Da nur dich anschaun für den Hund sehr schwierig ist, würde ich dann ein kurzes (!) gucken zum anderen Hund belohnen und begleiten mit den Worten "wo ist der Hund" oder so. Also ähnlich dem Zeigen und Benennen, aber mit einem größeren Schwerpunkt auf die Umorientierung zu dir.
Gut wärs also wenns später so aussieht:
Du siehst vor deinem Hund einen entgegenkommenden und sagst "wo ist der Hund?"
dein Hund wird aufmerksam und sieht sich nach dem Hund um
-> "fein" + Leckerli (1. Umorientierung)
-> "Schau" + Leckerli (2. Umorientierung) kann dein Hund "schau" schon sehr gut, reicht es evtl. einmal "schau" zu sagen um den Hund vorbei zu führen. Ansonsten nochmal "wo ist der Hund?" fragen usw.
Hoff die Erklärung war verständlich 
Noch ein paar Fragen:
- Fällt es deinem Hund leicht an einem Fremdhund vorbei zu laufen, oder stehend den anderen passieren zu lassen?
- Wie kommt er mit anderen Rüden im Freilauf klar?
- Zeigt er das Verhalten auch in Gebieten die er nicht kennt?
- Wenn ihn jemand anders an der Leine hat, ist es dann genauso?
- Schonmal den Laternentest gemacht? (Hund an Laterne binden während er pöbelt und weggehen; Natürlich nur wenn der andere Hund auf keinen Fall zu deinem hingeht!)
Mich hat mein Hund auch anfangs gebissen während seiner Pöbelei. Hat ewig gedauert bis er das gelassen hat und viele Hundetrainer verschleißt. Pöbeln tut er immer noch in gewissen Situationen (ich war zu langsam, oder der andere Hund kam zu überraschend), aber wir haben inzwischen viele Möglichkeiten damit umzugehen und an der Leine wird sich immer weniger aufgeführt.
Achja, physische Gewalt hat keine Abhilfe geschafft, im Gegenteil.