Beiträge von AnjaNeleTeam

    Schau dir mal die Deutschen Pinscher an, vielleicht wären die was für dich?

    Ansonsten fällt mir noch der Boxer ein. Die sind recht lebhaft, aber die die ich kenne sind auch ohne großartigen Hundesport zufrieden, solange sie aber doch beschäftigt werden.
    Dalmatiner wär evtl. auch was. Sportlich, lauffreudig, aber passt recht gut zu deinen Bedingungen wie ich finde.

    Magyar Viszla und Weimaraner gehören für mich in Jägerhände und eignen sich nicht für Privat-Begleithunde.
    Der Rhodesian Ridgeback kann super passen, aber auch gar nicht.

    Bevor du dich für eine Rasse entscheidest, schau dir die Hunde mal live an. Ruf Züchter an (bitte auf eine gute Zucht achten (VDH)) und fahr zu ihnen hin.

    Ich find jetzt Doggen nicht so repräsentativ, weil die ja eh nicht so alt werden, bzw. laut den gängigen Alterstabellen verglichen mit "normalgroßen" Hunden älter sind als kleinere Hunde in dem Alter.

    Meine Border-Schäfermixhündin ist auch mit 2 Jahren langsam an der Schnauze ergraut.

    Chuva
    Hat sich dein Hund in der Situation von deinem wehren beeindruckt gezeigt?
    Ich bin auch nicht dafür sich das unkommentiert gefallen zu lassen, habe aber gemerkt, dass da nix ankommt. Nachdem er mich einmal blutig gebissen hatte, hab ich ihn, weil ich selbst dann in Rage war, gepackt und auf den Boden gedrückt und er hat einfach weiter gemacht. Ist vielleicht seinem Terriertum zuzuschreiben, aber der hat, wenn er mal so hochgedreht war, nix mehr mitbekommen.

    Also als erstes empfehle ich einen Hundetrainer, der sich eure Situation vor Ort ansehen sollte. Die Ursache ist ausschlaggebend. Gerät dein Hund so in Rage, weil er diese schlechte Erfahrung gemacht hat, oder weil er sehr territorial ist oder weil er euch draußen evtl. doch nicht den "Rudelführer" abnimmt? Je nach dem aus welchem Grund euer Hund handelt, muss reagiert werden.

    Wenn dein Hund schon so pöbelt, dann kannst du nichts sinnvolles mehr tun. Du musst vorher eingreifen.

    Von Wasserspritze o.Ä. würde ich eher abraten, weil es sein kann, dass dein Hund nur lernt "Fremdhunde sind noch blöder als eh schon". Evtl. sucht er sich ein anderes, noch unangenehmeres Ventil für seinen Frust, der ja durch Wasser spritzen nicht weg gegangen ist.

    Ich würde noch unterscheiden zwischen der Pöbelei mit dem Nachbarshund und allgemeinen Pöbeleien.
    Das mit dem Nachbarshund wär gut zu lösen, wenn eure Nachbarn mitziehen. Gemeinsame Spaziergänge an der Leine mit genügend Abstand, können helfen, dass die Beiden sich akzeptieren lernen.

    Wegen dem allgemeinen Pöbeln: ist dein Hund besonders versessen auf etwas? Kannst du ihn mit Spielzeug ködern?
    Damit er was im Maul hat und nicht um sich beißt, wäre es vielleicht eine Soforthilfe ihm eine Beißwurst hinzuhalten oder zum Tragen mitzugeben. Der Frust muss weg, dann kann er es da dran auslassen.

    Als Trainingsansatz würde ich den Blickkontakt belohnen und ohne Ablenkung sehr hochwertig aufbauen. Also "schau" sagen, guckt der Hund, gibts Party und Superleckerli. Das würd ich vor jedem Leckerli einführen. Du sagst "sitz", der Hund macht sitz, guckt zum Leckerlibeutel -> kein Leckerchen bis er dir in die Augen guckt usw. Also den Blickkontakt in den Alltag einführen und festigen.
    Nicht den Fehler machen, dass du den Befehl zu bald, in für deinen Hund, zu schwierigen Situationen verwendest. Wenn du merkst der andere Hund interessiert deinen Hund kaum, kannst du mal ein "schau" einfordern.

    Da nur dich anschaun für den Hund sehr schwierig ist, würde ich dann ein kurzes (!) gucken zum anderen Hund belohnen und begleiten mit den Worten "wo ist der Hund" oder so. Also ähnlich dem Zeigen und Benennen, aber mit einem größeren Schwerpunkt auf die Umorientierung zu dir.

    Gut wärs also wenns später so aussieht:
    Du siehst vor deinem Hund einen entgegenkommenden und sagst "wo ist der Hund?"
    dein Hund wird aufmerksam und sieht sich nach dem Hund um
    -> "fein" + Leckerli (1. Umorientierung)
    -> "Schau" + Leckerli (2. Umorientierung) kann dein Hund "schau" schon sehr gut, reicht es evtl. einmal "schau" zu sagen um den Hund vorbei zu führen. Ansonsten nochmal "wo ist der Hund?" fragen usw.

    Hoff die Erklärung war verständlich :tropf:

    Noch ein paar Fragen:
    - Fällt es deinem Hund leicht an einem Fremdhund vorbei zu laufen, oder stehend den anderen passieren zu lassen?
    - Wie kommt er mit anderen Rüden im Freilauf klar?
    - Zeigt er das Verhalten auch in Gebieten die er nicht kennt?
    - Wenn ihn jemand anders an der Leine hat, ist es dann genauso?
    - Schonmal den Laternentest gemacht? (Hund an Laterne binden während er pöbelt und weggehen; Natürlich nur wenn der andere Hund auf keinen Fall zu deinem hingeht!)


    Mich hat mein Hund auch anfangs gebissen während seiner Pöbelei. Hat ewig gedauert bis er das gelassen hat und viele Hundetrainer verschleißt. Pöbeln tut er immer noch in gewissen Situationen (ich war zu langsam, oder der andere Hund kam zu überraschend), aber wir haben inzwischen viele Möglichkeiten damit umzugehen und an der Leine wird sich immer weniger aufgeführt.
    Achja, physische Gewalt hat keine Abhilfe geschafft, im Gegenteil.

    Also Globuli wirken, bei Bachblüten bin ich mir nicht sicher.

    Ich hatte schon mal das Erlebnisse mit meiner verstorbenen Hündin, die hatte eine chronische Colitis und mit Entgiftung, Ernährungsumstellung und Bachblüten wurde das besser. Aber wieviel die Bachblüten jetzt beigetragen haben, weiß ich nicht. Ist halt kaum zu überprüfen.

    Placebo geht übrigens auch bei Kindern und Hunden/Tieren.

    Bei manchen Vorschlägen muss ich mich schon etwas wundern :???:

    Riesenschnauzer, Boxer, Beauceron? Das sind doch mitnichten große Gemütstiere. Das sind Hunde die arbeiten wollen und müssen, die sehr kernig sind und nicht unbedingt leicht zu erziehen.
    Appenzeller oder Entlebucher Sennenhunde sind auch weit weg vom Gemütstier meiner Meinung nach. Sie neigen teilweise zum Bellen, es sind Treibhunde, für Kinder deshalb nur bedingt geeignet. Wobei es natürlich bei jedem Hund Erziehungssache ist und sicher gibt es von jedem dieser Rassen Vertreter die super Familienhunde sind, aber zur Vorstellung der TS passt das doch eher nicht.


    Ach und gerade kommt mir in den Kopf der irische Wolfshund! Da ist zwar wieder das Lebensdauer Problem, aber es gibt auch Züchter die etwas kleinere und langlebigere Hunde züchten. Ist vielleicht ein Anschaun wert :smile:

    Ich frag mich nur, was so schlimm dran ist, wenn der Hund während seiner 5 Minuten den Arm ins Maul nimmt. Du schreibst ja nicht, dass er beißt :???: Gibt mehrere Möglichkeiten da drauf zu reagieren ohne was auf die Schnute zu geben.

    Nr. 1
    Arm entwenden und mit einem Tau rumwedeln bis er darauf einsteigt. So kann er seine Energie anderweitig auslassen.

    Nr. 2
    Ich find raufen, auch mit Zähnen, Knurren und recht wild total cool, solange es sich unterbrechen lässt. Janosch kann man, wenn er mal total in einer Raufraserei ist, stoppen mit intensivem Streicheln, ruhiges Ohrenkraulen usw. Dann wird sofort umgeswitched auf Komfortverhalten. Geht vielleicht nicht mit jedem Hund so gut.

    Nr. 2
    Den Arm weiter ins Maul drücken, quasi als Maulsperre, ganz ruhig ohne hektisch zu werden. Das wird irgendwann unangenehm und dann lässt Hund von selbst los. Danach das weiter machen was man vorher getan hat.

    Also ich glaub ne kurzhaarige und zugleich langlebige Rasse wird schwer zu finden sein.
    Langhaariges Fell bedeutet natürlich mehr Aufwand was die Sauberkeit betrifft, aber wenn tatsächlich sonst alles passt, sollte man das doch in Kauf nehmen können.

    Ich würde nämlich auch zum Landseer und Leonberger raten. Beim Kurzhaar-Bernhardiner hast du wahrscheinlich das gleiche Problem wie beim Broholmer, einen Züchter zu finden der dann in den nächsten 1,5 Jahren einen Welpen für euch hat.

    Also du sprichst ja recht viele Bereiche an.

    Was das Bauchgefühl angeht, stimme ich dir zu. Ich finde auch, dass zu viel zu verkopft wird und "normale", eigentlich selbstverständliche Reaktionen verloren gehen.

    Was ich nicht verstehe sind deine Beispiele zur Strafe. Willst du damit sagen wie es nicht aussehen soll?

    Wo ich aber widerspreche ist, dass man einen sehr großen Hund nicht so erziehen kann wie einen kleinen Hund und umgekehrt. Natürlich kannst du bei einem großen Hund auch die "Clickerei" anwenden. Aber dies muss situationsabhängig passieren. Auch bei meinem kleinen Hund richtet ein "Leckerli vor die Nase halten" wie du so schön sagst, nichts aus. Da seh ich keinen Unterschied.

    Du sprichst sehr negativ über die Wattebauschwerfer, aber es gibt durchaus hilfreiche Tools die man sich zunutze machen kann.
    Ich bin generell für ein Gleichgewicht zwischen Strafe und Lob, wobei das Ziel sein soll möglichst wenig zu strafen. Hierbei ist es nicht schlecht sich etwas weiterzubilden, wobei dann wie oben schon erwähnt, es nicht zu verkopft werden sollte.

    Frag mich aber schon wie du auf die 30% Wolf kommst :???:

    Achja, fast vergessen. Wenn man schon weiß, dass der Hund gleich doof reagiert, sollte man so fair sein und ihm im vorhinein die Chance geben ein anderes Verhalten zu zeigen.