Würdet ihr für einen 9,5kg Hund ein über 8kg Halsband von Seresto bestellen?
Beiträge von AnjaNeleTeam
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Ich würd erstmal vom Boden her üben. Also seitlich ans Pferd gehen mit dem Rücken zum Pferd und den Hund mit einem Leckerli zu dir locken. Erstmal den Abstand nehmen, bei dem dein Hund noch keine Probleme hat. Dann immer näher zum Pferd gehen. Dann den Hund animieren dich anzuspringen während du an der Seite des Pferdes lehnt. Wenn dein Pferd auch neugierig ist, würde ich ihm was zum Futtern geben, dass der Hund sich nicht erschreckt wenn der Pferdekopf zum schnuppern kommt.
Und wenn das klappt, würde ich versuchen das gleiche auf dem Pferd sitzen zu machen.
Zwischenschritt wäre vielleicht noch dem Hund zu zeigen, dass er an den Steigbügel oder den Sattel springen soll/kann.Wenn man es so langsam aufbaut und drauf achtet, dass das Pferd ruhig bleibt, sollte das dem Hund recht schnell begreiflich gemacht werden können, was du von ihm willst.
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wenn du sagst die sd werte liegen im grünen bereich, meinst du damit sein individueller wohlfühlwert oder einfach den referenzbereich?
Den Referenzbereich meine ich dann. Seinen individuellen Wohlfühlwert kenne ich nicht.
Es war so, dass es recht schnell nach der ersten Forthyrongabe mit ihm bergauf ging. Er war wesentlich entspannter, nun ist es bei gleicher Dosierung aber wieder schlechter.Das ist nicht relevant, wenn dann später ein Stressfaktor wie Gewitter dazu kommt.
Dann würde ich das Minimun so gestalten: Alles auf Eis legen, spazieren gehen und nur den wichtigen Rückruf ab und zu üben. Der Welpe bringt ja auch Leben in die Bude.
Da wo wir uns anscheinend uneinig sind, ist die Einschätzung über die Wichtigkeit des Trainings. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass es wichtig ist mit ihm zu üben. Ich hab ja Janosch nicht erst seit vorgestern und denke schon, dass ich inzwischen weiß wieviel Training geht und wieviel ihn überfordert. Es kommt auch viel aufs "wie" an. Wo du sicherlich recht hast, ist, dass ich mit meinem Ehrgeiz aufpassen sollte, damit ich ihm nicht zu viel Druck mache.
Bei dem Autobeispiel ist es immer noch so, dass ich erwarte, dass er sitz macht, aber ihm mehr Zeit lasse und mehr Hilfestellung gebe.
Ich hab beim ihm einfach schnell das Gefühl, dass wir ohne Training die Verbindung auf den Spaziergängen verlieren und die Ansprechbarkeit flöten geht. Nur Rückruf üben würde ihm nach 3x zum Hals raus hängen.es geht auch viel um frustration, ein stark reaktiver hund will seine umwelt kontrollieren und so anpassen dass sie für ihn angenehm ist, was leider aufgrund der art wie wir hunde halten nicht möglich ist. so darf der hund nicht einfach aggressiv auf angstmachende reize reagieren weil er daran durch die leine gehindert wird usw... dieser zustand führt eben dazu dass der hund keine frustrationstoleranz langsam aufbauen kann sondern immer wie heftiger reagiert weil er die situationen als unangenehm (frustrierend) empfindet.
Danke für diese Erklärung mit der Umwelt kontrollieren, das trifft es bei Janosch sehr sehr gut. Allerdings kann ich deine Schlussfolgerung nicht ganz nachvollziehen. Ich habe schon das Gefühl, dass seine Frustrationstoleranz steigerbar ist. Nicht so wie bei nicht-deprivierten Hunden, aber in gewissem Maße schon steigerbar.
wir haben ja bei unserem hund auch sämtliche nicht nötigen impulskontrolleübungen gestrichen (die umwelt erfordert schon genug impulskontrolle) wie auch versucht unnötige frustrationsauslöser zu vermeiden. das hat zum resultat dass frustrierende momente besser ausgehalten werden können. wenn ich 15 minuten von einer schreienden schulklasse umgeben bin dann ist das total ok für mich. nach einigen stunden aber ist meine frustrationstoleranz erreicht und dann explodiere ich, dann explodiere ich aber auch wenn meine schnürsenkel aufgehen, wenn mich eine fliege nervt usw. und das ist genau der zustand in welchem dauergestresste und dadurch frustrierte hunde sind-
Da hast du sicher recht. Kareki hat das glaube ich mal mit einem Apfel beschrieben.
Der Apfel steht quasi dafür wie viel Stress der Hund aushalten kann und bei jeder stressigen Situation wird ein Stück abgebissen. Irgendwann ist halt nichts mehr übrig und der Hund flippt aus.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Äpfel bei Janosch zurzeit kleiner sind als früher, wegen den ganzen großen Veränderungen in letzter Zeit. Ich schätze auch, dass die wieder größer werden, wenn sich alles halbwegs einpendelt. Wenn er daran gewöhnt ist nachmittags zuhause zu bleiben und Leo länger da ist zum Beispiel.Ich beschreib euch mal einen normalen Tag wie gestern:
Also wir sind morgens um 7Uhr aufgestanden, dann ging es bald raus auf unsere übliche Runde die ca. 15 Min dauert. Dann gabs Fressen mit anschließender Ruhepause bis 10:30 Uhr. Bis kurz vor 11 mussten sie alleine bleiben, danach ging es in die Arbeit. Ruhepause im Büro bis 12:30 Uhr. Längeres halbstündiges Gassi, danach Futter, danach Ruhepause bis 15:15 Uhr. Kurzes Gassi um eine bekannte Wiese. Janosch wurde dann nach Hause gebracht und musste bis 19:30 allein bleiben. Da war er dann sehr aufgeregt. Wieder kurzes Gassi zum Lösen und mit Freilauf, damit er seinen Stress wegrennen kann, Fressen, Ruhe bis 24 Uhr.
Geübt haben wir 2x Sitz nach dem Aussteigen, klappte gut.
Auf dem Mittagsgassi hab ich ihn 3x gerufen, einmal von einem Reh ab, woraufhin es eine Riesenbelohnung gab. Ansonsten gab es nur für Aufmerksamkeit und Anzeigeverhalten ne Belohnung.Mehr war nicht. Ich hab auch nicht absichtlich weniger gemacht. Hätte er sich angeboten, dann hätten wir evtl. noch ein paar kurze kleinere Übungen gemacht.
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Janosch hat wichtige Aufgaben zu erledigen, allen Hunden zu zeigen, wer hier Chef ist und von den Menschen Wegzoll zu verlangen, während er heimlich Pläne für die Weltherrschaft schmiedet, also - ja - auf ner Wiese abhängen ist zu romantisch
(Außerdem hab ich Heuschnupfen, da muss ich von der Vorstellung schon niesen *gg*)Der HuFü stresst ihn natürlich, so wie ihn alles stresst. Aber ich seh das eher als Eustress (positiv) statt als Distress (negativ), da wir in der Zeit miteinander trainieren und Erfolge haben.
Janosch kam schon vor Leo nicht gut auf der Arbeit klar, leider... Er begleitete mich vorher auch in eine mega stressige Arbeit und kam da anscheinend aufgrund des Geländes und der besseren Ausweichmöglichkeiten besser zurecht.
Ich hoffe auch, dass Leo ihm in ein paar Jahren ein souveräner Kumpel ist und er dadurch etwas zurückstecken kann.
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Für Janosch ist die Arbeit nur Stress. Er gerät da regelmäßig in Panik, deswegen kommt er nicht mehr mit, obwohl ich ihn gerne da haben würde. Bis vor kurzem kamen noch Beide mit. Vielleicht dauert es etwas bis er sich ans nachmittags alleine bleiben gewöhnt.
Für Leo habe ich hier noch keine geeignete Betreuung gefunden. So einen jungen Hund drücke ich ungern jemand Unbekanntem in die Hand.Wie würden die 1-2 h aussehen? Kuscheln und sowas passiert ja eh, so ist es nicht und Einzelspaziergänge auch, aber halt viel kürzer.
Ich halte das allein von der Länge her für unrealistisch. Von 10:15-19:45 bin ich in der Arbeit. Danach sind die Hunde müde und davor auch. Ist jeweils die Zeit nach dem Fressen. Und am We hab ich die Einzelzeit beim HuFü mit ihm. Einfach auch wegen der "großer Bruder"-Problematik.
Es ist halt zurzeit, wo Leo noch nicht so lange allein bleiben kann, schwierig mit Janosch viel allein zu machen. In einigen Monaten sieht das sicher nochmal anders aus. -
zudem: wie soll ein hund plötzlich von einer reizarmen umgebung total ok in eine absolute reizüberflutung kommen, ohne dabei probleme zu haben? da muss man langsam die dosis erhöhen.
wir waren anfangs bei 3-4 mal 15 minuten gassi, haben ganz langsam gesteigert. wichtig ist genügend schlaf und positive eindrücke der umgebung.
Wie meinst du das mit der reizarmen Umgebung? Wegen dem Umzug oder der Arbeit oder Allgemein?
Wegen dem Welpen waren wir eh nur kurze Strecken die letzte Zeit unterwegs und generell gehen wir nicht länger als ca. ne halbe Stunde.@Sadako
Schleppleine will ich uns nicht mehr antun ;-) Janosch hat einen sehr großen Radius, der sich auch mit viel Training nicht dauerhaft verkleinern lässt. Eine 30m SL halte ich eher nicht für sinnvoll, vor allem wenn er im Normalfall ja hört.
Mit Tanja bin ich natürlich noch in Kontakt, besuche sie bald mal wieder :) Ich denke sie hat einfach ganz andere Möglichkeiten auf Kumi einzugehen...
Das schönclickern und in die Angst rein loben, versuche ich auch. Klappt mal und mal nicht.
Letztens wars sehr lustig. Da hat uns ein Hund überrascht und ich hatte so schnell keine Hand frei um an Leckerli oder Clicker zu kommen, also hab ich die ganze Zeit sehr überschwänglich gelobt und Janosch blieb tatsächlich ruhig.
Bei Fliege, Gewitter und sowas, funktioniert das bis jetzt allerdings nur solange ich ihn mit irgendwas vollstopfe und das geht halt schlecht über Stunden hinweg. -
Bei uns gibts den Bärenklau auch. Ich bin da einige Zeit täglich dran vorbei gelaufen mit Hund ganz normal. Gewarnt wurden wir auch, aber nur, dass man ihn halt nicht anfassen soll. Riesen Bögen zu laufen oder gleich das ganze Gebiet zu meiden halte ich für etwas übertrieben. Klar reinsetzen würde ich mich nicht und auch den Hund davon abhalten die Pflanze zu fressen oder allzu nah hinzugehen, aber Panik halte ich für übertrieben.
Es gibt so einiges in der Natur, was giftig ist oder sonstwie gefährlich ist. Man muss es halt erkennen und wissen wie man damit umgeht und gut. -
So ich hab jetzt etwas darüber nachgedacht.
Problem was ich beim Nicht-mehr-Trainieren sehe, ist, dass Janosch dann schlechter hören wird. Wir haben das schon durch. Wenn ich "nichts" mit ihm mache, also Abruf nicht übe, ihn nicht ab und zu erinnere, dass ich auch noch da bin, bleibt er zwar in der Nähe und macht seinen Stiefel (läuft also entspannt), aber wenn dann eine Situation kommt in der er hören muss, klappt das nicht mehr so gut. Z.B. jagt er dann, stellt Leute die ich nicht rechtzeitig gesehen habe oder rennt zu Hunden.
Ist er gut im Training, bleibt er sogar in den Ausnahmesituationen einigermaßen ansprechbar.Zweiter Punkt ist: mit Leo muss ich noch üben. Auf dem Spaziergang bietet sich Janosch dann auch immer an, soll ich ihn da ignorieren? Ja da käme ich mir dann wirklich schlecht vor, weil ich weiß, dass er auch gerne Tricks o.Ä. macht.
Dritter Punkt: mir kommt es nicht nur so vor als würde ich mit Leo mehr machen, es ist ja so. Ganz automatisch, weil ein Welpe/Junghund viel zu lernen hat. Wäre Janosch mega entspannt wenn ich nach Hause komme, hielte sich mein schlechtes Gewissen sicher in Grenzen, aber so habe ich schon das Gefühl ihn zu vernachlässigen. Sein liebstes ist einfach mich zu begleiten, nur geht das nicht, auch wenn Leo nicht da wäre.
Meine Priorität bei Janosch ist, dass er den Alltag gut packt. Deswegen auch der Hundeführerschein und kein Agility oder sowas. Da werden ja Alltagssituationen geprüft.
Wir wohnen auch mitten in einer Kleinstadt, da haben wir Hundebegegnungen, komische Leute, Autos usw. täglich mehrmals. Das kann ich ihm nicht ersparen. Selbst wenn ich immer in die Pampa fahren würden, müsste er erstmal durch Sparkasse und über den Stadtplatz um zum Auto zu kommen.
Und auf Ausflüge verzichten werde ich auch nicht. "Nur" wegen Janosch keine Freunde mehr treffen, nicht in den Urlaub fahren, Leo nicht gewöhnen?Was ich auf jeden Fall machen werde, ist die SDU nochmal abzuklären. Evtl. ist die auch nur temporär wegen der Pankreatitis.
Und für Stresssituationen die sich nicht vermeiden lassen, werde ich ein Thundershirt und Adaptil besorgen.
Im Alltag werde ich ihn, wenn möglich, auch mal zuhause lassen, wenn ich mit Leo übe und versuchen unnötige Stressoren zu vermeiden (wobei ich den HuFü nicht als unnötig sehe s.o.).
Recht viel mehr halte ich nicht für machbar.
Habt ihr noch Ideen? Wie ich ihm den Umgang mit Stress noch erleichtern kann?@Nightstalcer
Er hatte bei euch einigen Stress, hat aber kleine Brötchen gebacken, weil er fremd war und sich nicht auskannte. Draußen das irre Scharren und Knurren war so ein Zeichen, das Leinen gezerre und bei der Züchterin, dass er Logray so arg angegangen ist. Und drinnen kam er glaub ich nur so gut klar, weil er ein Quietschi hatte und sich hinter dem Tisch verstecken konnte. -
Und:
Es ist doch völlig irrelevant, ob man selbst den Hund einschläfern würde oder nicht. Das hat der Halter selbst zu entscheiden und die TS ist ja nur mit der Halterin bekannt, also bringts gar nix die Diskussion anzufachen lebenswert oder nicht. -
Es gibt auch Hunderollis nur für die Vorderbeine.
Google mal nach: wheelchair dog front legs
Wollte ich auch schreiben. Schau mal hier:
http://www.presseportal.de/pm/116708/2997…tuhl-aus-dem-3d