Beiträge von AnjaNeleTeam

    Versuche ich ja xD er soll Sitz machen und ich habe schon versucht gaaanz langsam meine Hand danach auszustrecken. Wenn ich kurz davor bin oder das Teil gerade berühre schnappt er danach. Er ist aber total fixiert (wahrscheinlich ist das das Problem :???: ). Hebt dann immer schon eine Pfote vor Anspannung und kann sich nicht zusammenreißen.

    Dann Blickkontakt üben. Belohnung gibts nur noch wenn er dich anschaut. So bekommst du die Fixierung vom Ball schon mal weg. Und ansonsten gäbs von mir ne kleine Ansage, wenn mir da in die Hand gehackt werden würde ;)

    Also schnapp dir wen der ein paar mal am Tag mit dem Auto vorbei fährt, mit dir abgesprochen.
    Dann nimmst du dir nen Haufen mega tolle Leckerli und schmeißt die ihm so lange hin wie das Auto vorbei fährt. Da du einen Labbi hast, denke ich das ist machbar und er wird die Leckerli nehmen, wenn sie lecker genug sind. So kleine Frikadellen vielleicht oder Wurststückchen oder gekochte/angebratene Leber.

    Je nachdem wie arg es ist und wie ansprechbar dein Hund noch ist, würde ich ihn erst den Reiz wahrnehmen lassen und dann sofort was schmeißen. Am besten eben nachjagen lassen, damit er gleich etwas Energie abbaut.
    Nach Möglichkeit würde ich das mehrmals am Tag machen.
    Das wäre dann kein Ablenken, sondern den Reiz (den er wahrnehmen sollte) positiv verknüpfen. Und gleichzeitig durch das häufigere Auftreten des Reizes eine verminderung der Besonderheit des Reizes.

    Wenn er irgendwann soweit ist, dass er dich schon erwartungsvoll anschaut, wenn ein Auto kommt, kannst du die Belohnung auch abweichen. Vielleicht ein Zerrspiel oder Balli verstecken o.Ä. Je nachdem eben wie gut ansprechbar ist und auf was er reagiert.

    Draußen zeigt er das Verhalten auch?
    Dann wäre das ein schöner Fall für Zeigen und Benennen. Also wenn er genug Abstand hat, der Reiz aber trotzdem interessant ist, dann clickst du (kennt er den Clicker?) und gibst ihm Leckerli. Ziel soll sein, dass du dich immer weiter annähern kannst und er ansprechbar bleibt und sich nach dem Click zu dir orientiert.

    Ok, dann hier ein Denkanstoß von mir:

    Deine Hündin ist eine sensible Maus. Jetzt hat sie in kürzester Zeit einige einschneidende Veränderungen mitmachen müssen (Trennung, Umzug, Dogsharing). Wisst ihr was über ihre Vorgeschichte? Ist sie vielleicht depriviert (aufgewachsen in extrem reizarmer Umgebung)?
    Durch diese Veränderungen wird ihr Sicherheit fehlen und nachdem so ne richtige Ruhe nicht reinkommt (Dogsharing) wird sie ziemlich in Stress kommen.

    Ich kann mal kurz von Janosch berichten. Ihn habe ich auch mit 2 Jahren bekommen. Er ist ein Kettenhund aus Ungarn. Ich hab ihn als Zweithund dazu geholt. Dann ist nach 4 Jahren zu dritt in einer Wohnung, meine Hündin verstorben, ich habe den Job und damit den Wohnort gewechselt. Für ihn war es zu viel. Er hat neue Ängste entwickelt und bestehende haben sich verstärkt (z.B. Gewitterangst). Da er auch noch immer wieder starken Durchfall hatte, bin ich zum Tierarzt und habe ein Blutbild machen lassen. Es kam heraus, dass er eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte und eine Schilddrüsenunterfunktion. Also Schmerzen + rein hormonell schon mal wenig gegen Stress.
    Ich hab ihn dementsprechend behandelt und nicht mehr mit in die Arbeit genommen (schweren Herzens) und nun gehts ihm wieder besser.

    Also mein Tipp an dich: lass mal die Schilddrüse checken, da sie häufig der Verursacher ist für unbegründete Ängste. Wichtig ist dabei, dass TSH, T3 und T4 getestet werden, nicht nur ein Wert. Dann würde ich mir ernsthaft über das Dogsharing gedanken machen. Der HUnd ist sehr sensibel eh schon und wird dann so viel rumgereicht, das bedeutet einfach großen Stress für sie und wenig Kontinuität und Sicherheit.
    Helfen könnte auch ein Adaptil Spray auf ein Halstuch zu machen.
    Und versuche ihr eine sichere Ecke einzurichten. Bei Janosch war es das Bad (geräuscharm, dunkel, kühl). Eine Box hilft da vielleicht.

    Ich würd da eher ne Box zwischen klemmen. Ist meiner Meinung nach wesentlich sicherer als Geschirr. Dann kannst über den Fahrersitz rauslassen. Schondecken kenn ich nur die die man an den Vorder-Kopfstützen fest macht.

    EDIT: also so, nur mit etwas größerer Box. Evtl. würde sie sogar ausreichen.

    Externer Inhalt abload.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Mit Janosch war das ein großes Stück Arbeit. Er kam als Balljunkie zu mir und hat wirklich das Hirn ausgeschaltet, wenn er nen Ball gesehen hat. Anfangs ist er dann immer mit dem Ball abgehaun, das war echt schwierig.

    Ball aufnehmen war also nie ein Problem, deswegen kann ich dir da nicht so recht helfen. Janosch macht auch mehrminütige Freiverlorensuchen bis er den Ball findet.

    Kopf einschalten ging bei uns viel über den Gehorsam (aus und brings festigen) und wenn er nicht mitgedacht hat, gabs halt keinen Ball.

    Fuß laufen klappte über Blickkontakt. Also ich stell den Ball in Aussicht, er bekommt ihn aber nur wenn er mich anschaut, nicht den Ball fixiert. Hat er das kapiert, gings in die Grundstellung und dann eben einen Schritt vor, der Ball in meiner rechten Hand, nicht sichtbar. Ist er vor, gings wieder zurück.
    Bei ihm ist halt die Motivation so hoch, dass ihm auch korrigieren nix ausmacht. Er ist halt auch ein Terrier, kein Hüti :D

    Kann Smilla denn grundsätzlich etwas bringen? Wenn nicht, würde ich das mit ihr üben und dann eben auch mit unbeweglichen Sachen. Arbeiten kann man dann auch gut mit zwei Bällen. Wenn sie das unbewegliche bringt, dann gleich werfen, damit sie hinterher kann.

    Weiß nicht ob das hilft, ist irgendwie schon so lang her mit Janoschl :D

    Mit Janosch, Terriermix, habe ich eine zetilang Mantrailing gemacht. Er war sehr gut, leider wurde es dann eine zu große gesundheitliche Belastung für ihn, so dass wir damit aufgehört haben. Seitdem wird er eigentlich sehr breitgefächert beschäftigt, aber nix mehr intensiv und regelmäßig. Also bissl Dummy machen wir gerade, Tricks liebt er, sowie Fährte und Freiverlorensuchen. Hürden hüpfen mag er auch :D
    Er ist so der Typ Hund mit dem man alles machen kann, der aber auch ohne zufrieden ist und dem Spaziergänge reichen.

    Ja und mit Leo, waschechter Retriever, mache ich seit kurzem Dummyarbeit und es ist echt krass zu sehen was bei ihm schon angeboren ist. Z.B. dass er mit der Beute automatisch zu mir kommt, bzw. zumindest in meine Richtung. Janosch ist immer weggerannt mit der Beute. Wir tun uns bei manchen Aufgaben wirklich sehr sehr leicht, weil es wie für ihn gemacht ist und das ist richtig schön! Ich denke aber auch, dass er mit anderen Sachen zufrieden wäre, aber so genau kann ich das noch gar nicht sagen, er ist ja noch so klein

    Externer Inhalt www.greensmilies.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ja ich glaub auch :D

    Ich hab schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass es manchmal einfach besser ist nicht mehr den Hund so auf kleinste Regungen und Veränderungen zu beobachten. Dadurch hast du innerlich eine große Anspannung, die sich natürlich auch auf den Hund überträgt.
    Als meine Nele damals immer wieder Durchfall hatte (mit viel Schleim und Blut) und ich mir wirklich jeden Haufen akribisch genau angeschaut habe, mir Sorgen gemacht habe ohne Ende, mich über Therapieformen und Fütterungsarten belesen habe, wurde und wurde es nicht besser. Ich war gestresst, Nele war gestresst und wir waren beide fertig durch die Anspannung. Das hat sich erst gelegt, als ich gezwungenermaßen durch meinen Job und später dann durch Janosch die Aufmerksamkeit nicht mehr auf ihr hatte.
    Sie hatte natürlich teilweise immer noch Durchfall oder etwas Schleim im Kot, aber dadurch, dass ich da nicht mehr so drauf geachtet habe, konnten wir wieder entspannen und nach und nach wurde der Durchfall seltener.

    Es kommt natürlich darauf an wie das Problem gelagert ist, aber bei dir denke ich schon, dass Stress ein großer Faktor ist. Deswegen: wenn du dich sicherer fühlst, wenn du nochmal den Chip setzen lässt, dann mach das, aber notier dir vorher wie die Wirkung sein muss, damit du ihn kastrieren würdest und wann eben nicht. Und setz dir einen Zeitpunkt an dem du eine Pro und Contra Liste machst (evtl. 2 Mon. nach Chipsetzung). Bis dahin denke nicht dran wie es wirkt oder ob es wirkt, sondern mach dein Ding und nimm ihn so wie er ist. Weil man sowas auch "zerdenken" kann ;)