Beiträge von AnjaNeleTeam

    Die Box hast du doch aus einer Pappschachtel gebaut, oder? Die hält sie ja nicht wirklich auf und drin. Bei einer großen geschlossenen Box hast du die Sicherheit, dass sie erst raus kommt wenn du ihr auf machst.

    Wegen Trainer hab ich dir mal drei rausgesucht:

    Die näheste, aber die Homepage ist zurzeit down

    Carmen Trautmann
    Straße: Barbarastraße 53
    Postleitzahl: 41844
    Stadt: Wegberg
    Telefon: 02434 / 4517
    E-Mail: [email='carmen@hunterbunt.de'][/email]

    Etwas weiter weg
    Brüggen, Schwalmtal, Elmpt, Hundetraining - Hundeschule Niederkrüchten / Viersen

    Noch weiter weg
    Hundeschule - tierisch menschlich! - Ulrike Lahme

    Ganz wichtig: Ruhe bewahren :)

    Auch wenn du sie zum 100sten Mal auf ihren Platz schickst, bleib dabei ruhig.
    Was bei manchen Hunden hilft, ist selbst an die Tür gehen, horchen oder sie öffnen und dann wieder zurück zu gehen. So zeigst du, dass du dich kümmerst. Selbst loben kannst du in so einer Situation, obwohl ich da keine Leckerli nehmen würde.
    Hat sie denn freien Zugang zur Wohnungstür?
    Eine feste Box könnte helfen, damit sie lernt Ruhe zu halten. Die solltest du dann positiv aufbauen, damit sie auch gern angenommen wird.

    Für das Draußen-Problem gibt es ein paar Möglichkeiten, aber vielleicht wäre es sinnvoll die sich von einem Trainer erklären zu lassen. Wenn du sagst wo du ungefähr wohnst, kann man dir welche empfehlen.
    Wichtig finde ich in so einem Fall, dass du nicht an einen Trainer gerätst, der mit Strafe arbeitet, sondern die Ursachen heraus findet und dann mit dir einen belohnungsbasierten Trainingsweg ausarbeitet.

    Prinzipiell kann man sagen, dass es hilfreich sein wird Abstand zum Reiz zu schaffen, also Bögen gehen, Straßenseite wechseln, evtl. sogar umdrehen um eine Engstelle zu vermeiden.
    Zeigen und Benennen ist in Kombination ein schöner Weg um langfristig die Haltung deines Hundes zu ändern. Hier ist eine Anleitung dazu: Zeigen und BenennenMarkertraining

    Ich hab ein Desinfektionsspray immer da für kleinere Wunden.
    Ebenso Verbandszeug - finde ich extrem wichtig.

    Einige Globuli (Durchfall, Insektenstiche, Wunden/Schmerzen), Sauerkraut, Karottenbabygläschen (bei Durchfall).
    Mehr gibts hier eigentlich nicht.

    Es gibt Erste-Hilfe-Pakete für den Hund zu kaufen, da ist alles wichtige drin. Abgesehen von Salben usw. Hab ich immer bei größeren Touren dabei.

    Ich habe noch nie selber Krallen geschnitten. Leo bekam auch noch nie die Krallen gekürzt. Letztes We habe ich mir dann eine Krallenschere gekauft, weil Leos doch etwas lang sind und da man gut erkennt wo das Leben beginnt, habe ich mich dran gewagt. Und was macht er? Legt sich auf die Seite und lässt mit rumknipsen. Braver Kerl :D

    Zurzeit ist Leo etwas schwerhörig und hat auch eine Unsicherheitsphase. Aber nichts was sich nicht leicht regeln ließe. Wenn man mit ihm übt, dann ist er ganz in seinem Element. Will gefallen und strengt sich an.

    Sicherlich ist das äußerst selten so. Aber, die "abgöttische" Liebe zu einem Hund kann auch einsam machen. Wenn ich Freundschaften vernachlässige, vielleicht sogar die eigene Familie, weil sich alles im Leben (außer Beruf) um meinen Hund dreht, ich nicht mehr unter Menschen gehe, die auch mal dorthin möchten, wo kein Hund hin kann, dann ist das kein Gesellschaftsproblem, sondern meins.
    Irgend etwas läuft da dann nicht mehr stimmig und hat für mich nichts mehr mit "normaler" Liebe zum eigenen Hund zu tun.

    Ja, aber woher kommt das, dass Leute Hunde den Menschen vorziehen? Oder lieber die Gesellschaft von anderen Hundeleuten haben?
    Da sehe ich sehr wohl auch (!) die Ursache in der Gesellschaft. Stichwort Anonymisierung zum Beispiel. Es gibt insgesamt auch immer mehr Ein-Personen-Haushalte. Das kommt nicht nur von der Hundehaltung.

    Mich würden da wissenschaftliche Untersuchungen interessieren. Der Frage ist bestimmt schon jemand nachgegangen.

    Das ist es auch, denn es wird gnadenlos verdrängt, daß man sich ein Glück auf Zeit ins Haus geholt hat.
    Bei aller Liebe, aber das Glück, das mir mein Mann, meine Kinder, meine Enkelkinder schenken, das kann ein Tier nicht.


    Es ist doch meist nicht so, dass jemand sagt, so, ich entscheide mich jetzt gegen ein Leben mit einem Partner und gegen Kinder und dafür mit einem Hund. Es entwickelt sich so. Die Gründe dafür sind vielschichtig und ich denke auch, dass unsere Gesellschaft ihren Teil dazu beiträgt.
    Ich für meinen Teil würde jederzeit eine Familie gründen, aber ist halt nicht. Ich habe meine Hunde und um die kümmere ich mich und die liebe ich auch.

    Zu viel Liebe kann auf jeden Fall schlecht sein, vor allem wenn der Hund einen Platz einnehmen muss, den eigentlich ein Mensch füllt.

    Bei Nele damals wars wirklich schlimm, wäre sie zu einem bestimmten Zeitpunkt gestorben, hätte ich das wahrscheinlich wirklich nur sehr schwer verkraftet. Deshalb kam dann auch der zweite Hund. So teilte sich das auf und als Nele dann starb war es ok. Ich habe sehr getrauert, aber es war in Ordnung.
    Zu meinen Hunden jetzt habe ich lang nicht so eine Bindung, aber das ist auch ok. Ich liebe sie, aber es ist nicht mehr so was zwanghaftes.
    Schwierig zu beschreiben...

    Jedenfalls sag ich immer, es ist gut, dass Hunde nicht so lange leben wie wir, sonst müsste der Hund um uns trauern und nicht umgekehrt.

    Achso, vergessen. Eine Erklärung dafür, dass sie erst jetzt gestresst ist, obwohl sie vorher immer brav war, kann sein, dass sie die Menge an Stress nun nicht mehr bewältigen kann.
    Da hat mal jemand eine schöne Veranschaulichung beschrieben. Stell dir vor, das Maß an Stress, welchen du bewältigen kannst, ist ein Korb voll Äpfel. Jede Stresssituation verbraucht einen Apfel. Jetzt werden die Äpfel aber nicht so schnell nachgefüllt wie sie verbraucht werden und schwubbs hat man keine mehr. Nun kommt man selbst mit den kleinsten Stresssituationen nicht mehr klar, weil einfach keine Äpfel mehr zum Verbrauchen da sind.
    Mit den Stresshormonen ist das ähnlich. Sie brauchen längere Zeit bis sie abgebaut sind, d.h. das Stresslevel erhöht sich bei so schwerwiegenden Veränderungen wie ein neues Zuhause.
    Wie oben schon geschrieben, kannst du dagegen machen, möglichst viel Stress zu vermeiden und sie sehr langsam an neue Dinge heran führen.

    Einstellen solltest du dich darauf, dass das nicht in den nächsten Wochen erledigt sein wird, sondern erheblich längern dauern kann. Auch würde ich nicht unbedingt darauf warten, dass sie wieder so brav wird wie zu dem Zeitpunkt zu dem du sie kennen gelernt hast. Wenn sie sich richtig zuhause bei euch fühlt, kann da noch was kommen. Sei lieber auf alles gefasst (Leinenaggression, Artgenossenaggression, Jagdtrieb usw.), dann kanns nur besser werden ;-)

    Als ich Janosch die ersten Tage hatte, war er auch extrem gestresst. Er kam aus Ungarn und war da Kettenhund und hat sich dann immer wie verrückt am Hals gekratzt, wo die Kette eingewachsen war. Die Narbe war aber schon längst verheilt.

    Helfen kann bei sowas verschiedenes. Ganz wichtig ist, dass ihr anfangs nur ganz kleine Runden dreht (ca. 15 Min), am besten immer die gleiche. Draußen würde ich nichts von ihr verlangen, sondern nur ruhiges Verhalten belohnen. Nimm super gute Leckerli mit, vielleicht Mini-Frikadellen o.Ä. und wenn sie ein Auto sieht oder was anderes was sie aufregen könnte, sie aber gerade noch ruhig ist, dann gibst du ihr das Leckerli. Fressen baut Stress ab und mit etwas Glück kannst du sie so durch diese für sie doofen Situationen durchfüttern.

    Allgemein hilft evtl. ein Thundershirt und ein Adaptilhalsband zum Beruhigen.

    Drinnen würde ich auch feste Regeln einführen, damit sie einfach einen Rahmen hat, den sie genau kennt. Es kann solche Hunde stressen zu viele Freiheiten zu haben (ich muss nicht auf dem Platz liegen bleiben, sondern kann auch mal auf die Couch oder wo ganz anders hin).

    Wenn sie sich etwas beruhigt hat, dann würde ich Treppentraining machen. Mit super Leckerli bewaffnen, an die Leine nehmen und dann zur Treppe gehen. Solange sie mitgeht, bekommt sie Leckerli, bleibt sie stehen -> weitergehen bis die Leine etwas spannt -> dann auch stehen bleiben und warten. Ohne Leckerli locken in die Hocke gehen. Kommt sie in deine Richtung, bekommt sie sofort ein Leckerli, solange bis sie bei dir ist. Dann etwas näher zur Treppe gehen und das gleiche Spiel von vorne.
    Mit dieser Methode habe ich schon einige Hunde durch Unterführungen bekommen, durch Treppenhäuser und in Aufzüge. Zeit sollte man sich nehmen, weil das schon mal eine halbe Stunde oder länger dauern kann.

    Möglich ist evtl. auch Leckerlis vor die Pfoten schmeißen und so zu locken.

    Ja die ESAAT ist derzeit der einzige Anbieter, mit staatlich anerkanntem Zertifikat.

    Ich habe einmal eine Fortbildung besucht, bei der es um hundgestützte Pädagogik in der Jugendarbeit ging.
    Wenn man wirklich handfeste Nachweise möchte, kommt eigentlich nur eine Ausbildung mit ESAAT Zertifikat in Frage. Die sind aber auch nicht günstig.
    Alternativ kann man mit dem Hund einen Wesenstest mit staatlichem Prüfer machen, eine Begleithundeprüfung und/oder einen Hundeführerschein. Dann hat man zumindest etwas in der Hand.

    Finanziell lohnt sich die tiergestützte Pädagogik eigentlich nie. Wenn man Glück hat, werden die Kosten gedeckt. Bei der Therapie mit Pferden weiß ich, dass sie teilweise von der Krankenkasse gezahlt werden. Bei Hunden oder anderen Tieren bin ich mir gerade nicht sicher. Da benötigt man wahrscheinlich eine spezielle Therapeuten-Ausbildung.

    Ich habe meine beiden Hunde in der Arbeit dabei und auch in der vorigen. Meine Erfahrung ist, dass Hunde entweder erlaubt sind oder eben nicht. Alles weitere ist dann die Sache des Pädagogen/Halters für eine vernünftige Ausbildung zu sorgen und sich selbst Qualitätsmaßstäbe zu setzen. Natürlich nur bis etwas passiert.
    Deshalb bin ich auch der Meinung, dass man sich davor gut informieren sollte.

    Interessant wäre zu wissen, für was du den Hund genau einsetzen möchtest?
    Welche Fähigkeiten bringt dein Hund mit? Was kann er gut?
    Danach muss man dann schauen was der Hund überhaupt leisten kann.

    Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich die Hunde einsetzen kann auch ohne Ausbildung. Sie hätte also für mich keinen wirklichen Nutzen. Um eher auf der sicheren Seite zu stehen werden die Hunde regelmäßig tierärztlich durchgecheckt. Der eine Hund hat inzwischen einen Hundeführerschein, wird aber kaum eingesetzt, obwohl er ideal für ängstliche Kinder und Jugendliche wäre und für Kleingruppen. Er hilft eher bei Projekten.
    Der andere Hund ist noch jung und wird dieses Jahr einen Wesenstest absolvieren und eventuell auch den Hundeführerschein. Er kommt häufiger mit und verträgt die Lautstärke und den Trubel gut, aber er kann noch nicht wirklich pädagogisch eingesetzt werden aufgrund seines Alters. Das würde ihn überfordern, dafür fehlt ihm die nötige Reife. Ganz langsam wird er da heran geführt.

    Wenn du noch Fragen hast, helfe ich dir gern.

    Ich würde ganz anders ans Thema gehen. Als allererstes ist mir folgendes wichtig:

    - Hund lernt mir zu vertrauen
    - er lernt, dass es sich lohnt mit mir zusammenzuarbeiten
    - er erfährt, dass auch alleinebleiben kein Weltuntergang ist
    - auch mal Ruhe zu halten
    - wie man mit anderen Hunden kommunizieren sollte
    - welche Regeln es im Zusammenleben mit Menschen gibt (nicht beißen/anspringen)

    Das finde ich viel wichtiger, als das mein Hund weiß wie man Aufzug fährt. Hat ein Hund ein Vertrauen zum Menschen, kann man ihm auch mit 9 Jahren noch Aufzug fahren beibringen. Ebenso wie viele andere deiner Beispiele.

    Wenn man diese Grundlage außen vor lässt, dann würde ich üben mit dem Hund
    - über verschiedene Untergründe laufen
    - verschiedene Hunderassen kennen lernen
    - in die Stadt gehen mit vielen Menschen und Geräuschen