Es ist nicht nur Erziehungssache. Etwas wird es sicherlich besser, aber auch durch eine Kastration sind die Rüden keine neutralen Wesen.
Prüfen solltest du, ob er evtl. an Hypersexualität leidet, da ist eine Kastra tatsächlich sinnvoll.
Aber sie bringt eben auch einige Nachteile mit sich, deswegen würde ich das nicht vorschnell entscheiden.
Oft ist es gesteigerte Unsicherheit/Ängstlichkeit, Schilddrüsenunterfunktion, schlechteres Fell, Schwierigkeiten mit anderen Rüden (nehmen ihn nicht für voll oder bedrängen ihn).
Ich hab hier einen 1,5 Jahre alten unkastrierten Rüden und es ist tatsächlich sehr anstrengend, aber durch Erziehung im Griff zu halten. Wenn ihr auf dem Platz seid und er dreht hohl, dann geh mit ihm an den Rand, mach nix und lass ihn in aller Ruhe zusehen. Beim Hundekontakt mit Mädels wäre ich auch sehr strikt. Bedrängen wird sofort unterbunden und Leine ist angesagt. Das gleiche mit eurem anderen Hund. Sofort unterbinden, auf den Platz schicken und dafür sorgen, dass er ihn nicht bedrängt.
Da musst du einfach den längeren Atem haben.
Sollte sich das ganze trotzdem nicht bessern, kannst du auch mit einem Chip austesten wie er sich dann verhält. Allerdings halte ich persönlich nicht viel davon da lang rumzutesten. Es ist ein Eingriff in den Hormonhaushalt des Hundes der da einiges durcheinander bringt. Gerade die Umstellungszeiten können nochmal extra anstrengend sein.