Unser zweiter WT (Schnupperer)
Wir hatten die Startnummer 4, worüber ich sehr froh war, mal nicht als erstes Starten
Das Gelände war leider nicht sehr schön. Auf der Schafweide war Stacheldraht und direkt drum herum führte ein Weg, was zu erhöhter Ablenkung führte und auf der Wiese lagen einige alte Hundehaufen. Aber die Richter haben das beste daraus gemacht.
Aufgabe 1
Eine einfache Markierung. Ich konnte da keine Schwierigkeit erkennen. Höchstens vielleicht, dass die Helfer hinter einem Geäst-Haufen standen und nicht zu sehen waren.
Da ist Leo mir eingesprungen, was natürlich ziemlich Punkte kostete. Ansonsten hat er das schön gearbeitet, trotz Dornen und meinem Zurückrufen.
Aufgabe 2
Hund absetzen, einen Dummy in ca. 15m Entfernung auslegen, zum Hund zurück, einige Schritte in die andere Richtung Fuß laufen und dann ins Voran schicken.
Hat er sehr brav gemacht. Auch das Fuß gehen war hier ok.
Aufgabe 3
Im Fuß auf die Helfer zu, die in ca. 40 Metern Entfernung stehen. Dann fällt ein Schuss und eine Markierung wird in etwas höheres Gras geworfen. Wir drehen uns um, laufen noch einige Schritte Fuß, dann wieder umdrehen und Hund zum Dummy schicken.
Leo ist da nicht besonders gut Fuß gelaufen, aber auch nicht eingesprungen. Beim Rückweg wollte er doch tatsächlich pieseln, da habe ich ihm ungeachtet der Prüfung einen Anranzer gegeben (aber körperlich nicht eingewirkt). Blöderweise hab ich ihn dann ins Voran geschickt, aber eigentlich wars egal, weil er so und so gut gefunden hätte.
Aufgabe 4
Voran zum beschossenen Blind, das in der alten Fallstelle lag.
Voran ist Leo schön gelaufen, wurde dann aber nicht gleich fündig und dehnte das Ganze zu einer großen Suche aus. Ich pfiff ihn dann wieder her und wies ihn ein, was er schön angenommen hat. Die Richterin hätte ihn da gern zügiger gesehen in der Suche.
Aufgabe 5
Im Fuß Richtung Helfer, es wurde geschossen und geworfen und dann durfte ich Leo nach Freigabe schicken. Das hat er einfach megagenial gemacht. Er ist nicht eingesprungen, lief sehr schön Fuß und brachte das Dummy so wie es sich gehört.
Aufgabe 6
Eigentlich sollte es nur 5 Aufgaben geben. Entweder die 3 oder die 4 (wahrscheinlich) wurde dadurch ersetzt, weil es dann hieß die wäre zu schwierig gewesen für Schnupperer. Das war dann etwas chaotisch, aber ich fand die Aufgabe echt schön.
Hund absetzen lassen, im 90° Winkel zu den Helfern ca. 5m weggehen. Es fällt ein Schuss und das Dummy wurde vor einen alleinstehenden Baum geworfen. Dann musste man den Hund abrufen und dann zum Apport schicken.
So hatten wir das noch nicht geübt und da Leo ja gern mal einspringt, war ich gespannt was er so ohne mich an seiner Seite macht. Ich Pfiff und Leo kam super brav zu mir, ich drehte mich mit ihm gleich richtig ein, schickte ihn zum Apport, er fand sofort und kam zurück. Leider habe ich dann auf eine korrekte Abgabe beharrt und er war wahrscheinlich nicht mehr konzentriert genug. Jedenfalls habe ich ihn neben mir nochmal aufgefordert den fallen gelassenen Dummy aufzuheben, was ziemlich sicher wieder einiges an Punkte kostete.
Am Ende bekam er dann ein "gut" und wurde damit Vierter. Die Punkte wollten sie uns partout nicht verraten, was eigentlich ja auch richtig bei den Schnupperern ist, aber gewusst hätte ichs doch gerne 
Ohne das Einspringen und das Fallen lassen, wären wir sicher im "sehr gut" gelandet, aber am Wichtigsten war für uns mal wieder die Erfahrung.
Super spannend war für mich zu sehen wie die anderen Curlies so arbeiten. Die Mehrheit war kräfteschonend unterwegs und ließ sich schon mal lustige Sachen einfallen. Ich denke man kann schon verallgemeinernd sagen, dass man Curlies deutlich mehr motivieren muss um schnellerer Geschwindigkeiten bei ihnen zu erreichen.
Aber es gab auch schnelle Curlies
Das zeigt mir, dass es möglich ist, aber eben mehr Tricks und Arbeit investiert werden muss, als bei Retrievern die da viel von selbst anbieten.