Beiträge von AnjaNeleTeam

    Also gesundheitlich abklären lassen ist sehr wichtig, wobei das schon schwierig werden kann die Ursache zu finden.

    Was ich ansonsten empfehlen kann, ist sich intensiv mit dem Thema Hundefutter zu befassen und damit wie man selber für den Hund kochen kann.

    Ich hatte bis jetzt 2 ernährungssensible Hunde die vor allem mit Durchfall zu kämpfen haben/hatten. Bei beiden hat die konservative Medizin nur kurzzeitig was gebracht. Gut ging es den Hunden erst mit sehr hochwertigem Futter und Selbstgekochtem. Auch spezielles Allergikerfutter hat meist keine besonders hochwertigen Inhaltsstoffe (vor allem Hill's und Royal Canin) und wurden von meinen Hunden nicht vertragen.

    Dein Hund hat zwar kein Durchfallproblem, aber da du von Bauchschmerzen berichtest, passt da definitiv was nicht.

    Mit Hundefutter selbst kochen hast du auch eine deutlich bessere Chance heraus zu finden was dein Hund gut verträgt und was nicht.

    Nein man bekommt nicht den gleichen Anspruch hin wie mit professionellem Trainer und Gruppe. Es fehlen die Helfer, das wechselnde Gelände, die anderen Hunde, die deutlich mehr Impulskontrolle vom Hund fordern als wenn man mit ihm alleine trainiert. Man kann sich sicherlich viel alleine behelfen, aber nicht in gleichem Ausmaß und wenn man nicht schon mehrjährige Dummytrainingserfahrung hat, dann gehen einem irgendwann mit Sicherheit die Ideen aus. Am Anfang mag ein strukturierter Aufbau noch möglich sein, aber später wird das knackig und lass dann mal ein Problem auftauchen, was du selbst nicht gelöst bekommst.

    Typisches Dummytraining läuft über mehrere Stunden am Stück. Viel Wartezeit, es wird viel Konzentration benötigt um dann auf Knopfdruck die entsprechende Leistung zu bringen.

    Ich merke es gerade in unserer Trainingsgruppe, kaum einer bekommt es hin zuhause kontinuierlich zu üben, ohne vorgegebene Aufgaben o.Ä.

    Das was ich schon bei meinem Curly feststelle (und der ist bei weitem keine Arbeitslinie) ist, dass er ohne eine Arbeit, die den Titel auch verdient, wesentlich schlechter im Alltag zu händeln wäre. Die Zusammenarbeit die im Dummytraining nötig ist, die geforderte Impulskontrolle, die körperliche und geistige Auslastung haben maßgeblich dazu beigetragen, dass er hier nicht jagen geht, easy kontrollierbar mit anderen Hunden ist, leinenführig ist usw.

    Bei ihm oder einem anderen nicht speziell auf Leistung gezogenen Hund, hätte ich das wahrscheinlich über die Zeit auch mit weniger anspruchsvoller Arbeit hinbekommen.

    Bei einer Arbeitslinie kann das aber wirklich anders aussehen. Ich kenne ein paar Arbeitslabbis, die jagen wie der Teufel und sind nicht abrufbar und sich auch ansonsten nicht wirklich alltagstauglich benehmen. EInfach weil sie nicht ausreichend "gearbeitet" werden. Ein bisschen Dummy auf dem Spaziergang reicht da halt einfach nicht. Bei den Hundeführern fehlen auch die Ideen wie sie ihre Hunde wirklich fordern können. Viel zu lang werden viel zu einfache Sachen geübt und gleichzeitig Basics vernachlässigt.

    Wenn man als Hundehalter leidensfähig ist, dann nimmt man den Hund halt an die Leine, weicht anderen Hunden aus und lebt mit den übrigen Macken. Ich denke nicht, dass den Hund das großartig stört, die wissen ja nicht um die anderen Möglichkeiten, aber die Frage ist doch dann wirklich berechtigt, ob es das braucht?


    Also kann man sie ohne Leistungssport halten? Ja klar, können tut man alles.
    Ist es sinnvoll? Nein. Es hat einen Grund warum diese Hunde auf Leistung gezogen wurden und nur weil man sie nicht fördert, vergessen die Gene das nicht einfach. Das wiederum führt zu Problemen im Alltag, die jemand der den Hund nicht intensiv arbeiten will tendenziell auch schlechter händeln kann.

    Auf dem Spaziergang mit der Züchterin sind die vier AL Hunde (ohne Spaß) im Galopp den Weg vor und zurück gelaufen als wären sie auf irgendwelchen Drogen :tropf: .

    Was heißt auf Drogen - das muss so. :D

    (Wobei meine inzwischen beides kann, je nach Tagesform.)

    Genau deswegen ist live kennenlernen so wichtig!

    Ich bin froh, dass ich auch andere AL kenne und denke, dass das vor allem am Handling dieser Züchterin lag. Auch ein AL Labbi kann halbwegs entspannt Gassi gehen ;)


    Was die sonstigen Antworten angeht, bin ich etwas zwiegespalten. Ja Labradore aus Arbeitslinien sind teilweise nicht easy zu händeln, aber für einen Nicht-Ersthundeführer und für jemanden der gewillt ist sich mit den Bedürfnissen des Hundes auseinander zu setzen, auch kein Buch mit sieben Siegeln.
    Vom Gefühl her bin ich auch der Meinung, dass sich der TS etwas überschätzt, bzw. den AL Labbi unterschätzt, aber wie wer anders bereits sagte, man wächst mit seinen Aufgaben. Dann wird es halt nix mit dem Siegertreppchen, das wird dem Hund egal sein, Hauptsache er wird regelmäßig und durchdacht beschäftigt. Sogar ein Jagdschein kommt in Frage.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sich mit so einem Hund wirklich verdammt viel ändern kann, wenn man bereit dazu ist. Ob der TS das ist, wissen wir alle nicht und er selbst wahrscheinlich auch noch nicht, aber ein gewisses Risiko ist immer da und nur weil der Wunsch besteht, heißt es ja noch nicht, dass man auch einen entsprechenden Züchter findet, der dem entspricht.

    Ich fänds cool, wenn der TS hier weiterhin berichtet wie die Züchtersuche so aktuell läuft. Manchmal eskaliert es hier ein bisschen, aber im Endeffekt bekommt man doch wertvolle Tipps :D

    Du kannst auch versuchen dich außerhalb Deutschlands umzusehen, z.B. im ÖRC (österreichischer Retrieverclub). Da hat eine Bekannte von mir einen foxred Rüden aus eine Dual Purpose Verpaarung her. ( https://www.labradorenofpigmountain.at/index.html )

    Aber wie schon gesagt wurde, sowas ist nicht ausgeschrieben, da musst du versuchen aus der Ahnentafel oder der Beschreibung der Züchter schlau werden.

    Wenn du tatsächlich vor hast auf Wettkämpfe zu gehen und da auch mithalten zu wollen, dann empfehle ich dir nochmals dringend dir Trainings anzuschauen. Wenn ich das richtig im Kopf habe, sind Crosswinds https://www.x-winds.de/ in halbwegs erreichbarer Nähe, sowie https://www.fit4dogs.de/. Dann kannst die Zeit wenigstens nutzen auf der Suche nach einem guten Züchter. Wenn ihr dieses Jahr noch einen Welpen bekommt, dann herzlichen Glückwunsch, aber damit rechnen würde ich nicht. Vor allem wenn ihr die Schwarzen aussortiert.

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    Wie schaut er denn aus :lol::lol::lol: Hab ich so noch nie gesehen, wirklich super cool :gut:

    Sehr schöne Bilder!

    Also erkennt man gar nicht ob das Einkochen geglückt ist?

    Außerdem muss man sich intensiv einlesen, weil man sonst alles verkehrt macht und den Hund gesundheitlich gefährdet?

    Ich glaub ich lass das lieber mit dem Einkochen. Kochen und Einfrieren scheint die bessere Variante zu sein.

    Nur mal so, mit Dummyarbeit ist man niemals "fertig" :D

    Mit einem Hund aus Standardzucht anzufangen und später zu einer Arbeitslinie zu wechseln, ist ein Weg den viele Leute schon gegangen sind. Meiner Meinung nach ist er sinnvoller als auf gut Glück eine Arbeitslinie zu holen und später doch überfordert zu sein. Man kann gut einsteigen, alles kennen lernen mit einem Hund der eher eine "alles kann, nichts muss"-Einstellung hat, als mit einem der eine "alles muss"-Einstellung hat.

    Gut wenn du schon eine Vorstellung vom Dummytraining hast. Such dir auch ruhig schon vor dem Züchter, oder parallel eine Trainingsmöglichkeit.

    Aus dem Taunus kommt ihr meintest du, oder?