Beiträge von AnjaNeleTeam

    Helfer: nein
    Niveau: Schnupperer
    Gelände: hoher abgegrenzter Bewuchs
    Schwerpunkt: Suchenpfiff/Einweisen
    Voraussetzung: der Suchenpfiff sollte schon etwas aufgebaut sein
    Dummy: ca. 4 Pocket-Dummies oder grüne Dummies die gut versteckt werden, nicht sichtig
    Ziel: Suchenpfiff üben, überprüfen ob der Hund den Suchenpfiff schon richtig verknüpft hat (macht er beim Pfiff die Nase runter?)

    - Hund vor Suchengelände (etwas höheres Altgras o.Ä.) absitzen lassen
    - ca. 4 oder mehr Dummies in einem Areal von ca. 3x3 bis 5x5 Metern ablegen, lieber kleiner, anstatt zu groß zu werden
    - Mit Hund im Fuß in das Areal gehen, absitzen lassen in Richtung Ausgangspunkt
    - Ohne Hund aus dem Areal gehen und Suchenpfiff geben mit Handzeichen
    - Während der Suche immer wieder Suchenpfiff geben
    - Verlässt der Hund das Areal, zurückrufen und wieder ins Suchengebiet schicken
    - Hat der Hund einen Dummy gefunden, Superlob fürs Herbringen
    - danach wieder im Gebiet absitzen lassen und Suchenpfiff geben

    Was tun wenns nicht klappt?
    Reagiert er nicht auf den Suchenpfiff, dann kann man noch näher hingehen und ihn motivieren.
    Kommt er her, wieder zurück bringen und nochmal ggf. selber "vorsuchen".
    Überprüfen ob die Motivation einen Dummy zu finden hoch genug ist. Evtl. mit Leckerli statt Dummies versuchen.

    Sinn des Threads soll eine Sammlung von möglichst genauen und anschaulich beschriebenen Übungen zum Dummytraining sein.
    Man hat ja häufig ein Problem und weiß nicht so recht was man anders machen soll oder es fehlt einfach Input um das Training abwechslungsreich zu gestalten.

    Es sollten ein paar Eckpunkte genannt werden, wenn man eine Übung beschreibt:

    Helfer: ja/nein
    Niveau: Schnupperer/Anfänger/Fortgeschrittener/Offen
    Gelände: Wiese/hoher Bewuchs/Wald/Geländeübergänge usw.
    Schwerpunkt: Einweisen/Markierung/Freiverlorensuche
    Voraussetzung: was muss der Hund dafür können? Sitzpfiff, Suchenpfiff, out, back usw.
    Dummy: wie viele, evtl. auch welche Dummies sind notwendig
    Ziel: was genau möchte man mit der Übung erreichen? Z.B. Festigung des Stopppfiffs, Aufbau des Back-Signals, usw.

    Zusätzlich kann man dann eine ausführlichere Beschreibung posten, evtl. mit einem Bild.

    Es darf gerne über die Übung und mögliche Variationen diskutiert werden. Klar sein sollte, dass das alles nur Vorschläge sind und man selber abschätzen muss was für den eigenen Hund zurzeit geeignet ist.
    Gerade das Niveau ist wahrscheinlich auch schwierig für jede Übung fest zu legen. Man könnte da evtl. die PO für die Dummyprüfungen hernehmen, oder wir versuchen es erstmal so.

    Sortieren nach Schwierigkeitsgrad oder Themengebiet wird wahrscheinlich nicht gehen, aber vielleicht kann man nachträglich den Eingangspost entsprechend editieren.

    Ja irgendwann gehts nicht mehr ohne Trainingspartner oder Trainingsgruppen. Allein auch zu lernen, dass auch andere Hunde arbeiten usw.


    Ich hab mal überlegt hier einen Thread aufzumachen mit nur Übungsanleitungen. Also welche Übung kann man bspw. machen um den Sitzpfiff zu festigen oder was eignet sich gut für Voran. Mit genauer Beschreibung und evtl. Skizze. So für neuen Trainingsinput. Könnte man natürlich auch einfach hier reinschreiben, aber da wärs gesammelt.
    Was haltet ihr davon?

    Ich finde zurzeit das Trainingshandbuch für Retriever am besten. Habe auch "die drei Apporte" aber kann mit dem Buch nichts anfangen. Im Trainingshandbuch ist nur kurz Aufbau usw. beschrieben, aber es stehen viele Übungen drin mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ich hab das Buch sogar manchmal mit zum Üben.
    Die DVD von Imke Niewöhner finde ich auch gut, aber ein Buch ist einfach leichter um nochmal nach zu lesen.

    Schauen kannst du auch nach Apportierbüchern die nicht speziell für Retriever sind. Da habe ich allerdings noch keins gelesen, aber finde bei Amazon zum Beispiel "Apportierspiele: Dummyarbeit Schritt für Schritt" oder noch DVDs "Apport!" und "Apportiertraining".

    Ich hab mal eine Frage zum Einweisen - und ich glaube sie wurde hier schonmal gestellt, aber ich finde nichts |)

    Übt ihr zeitgleich Links, Rechts und Back?
    Ich habe festgestellt, dass die beiden das noch überhaupt nicht kapiert haben und ich da nun endlich einen sauberen Aufbau reinkriegen muss.

    Also übt ihr zB pro Training nur eine Richtung?
    Oder baut ihr erst eine Richtung auf, dann die nächste?
    Oder mischt ihr bunt durch?

    Ich habe das bei Leo zeitgleich geübt. Allerdings kam er dann noch oft durcheinander. Ich würde nun erst mit einer Richtung, dann mit zweien und dann mit dreien Arbeiten. Evtl. schon mit zweien, wenn der Hund sich gut Memories merken kann. Da wäre ein Helfer gut der absichert.

    Und was ich nicht mehr üben würde, ist das sich der Hund rechts oder linksrum dreht, je nachdem welche Hand ich zum Back schicken nehme.
    Wenn der Dummy links vom Hund liegt und hinter ihm, dann nehm ich die rechte Hand zum Back schicken. Liegt der Dummy rechts und hinter ihm, dann die linke Hand. Damit es für ihn klarer zu unterscheiden ist.

    Inzwischen hat es bei Leo klick gemacht und er hat kapiert was die Handzeichen bedeuten, trotz durcheinander Aufbau, aber wäre vielleicht anders schneller gegangen.

    Also kein kompletter Einweiseanfänger, aber ich finds schon passend eher in den Anfängen, weil der Hund eben genau weiß wo er hin muss. Die Handzeichen sollten dem Hund schon geläufig sein. Ich mach da auch nie 8x schicken auf einmal. Mein Maximum war glaub ich 3 oder 4x.

    Noch als kurze Ergänzung zu der Übung:

    Die kann man gut machen, wenn man in den Einweiseanfängen ist. Man sucht sich einen markanten Punkt aus, um den herum möglichst viele Geländeübergänge sein sollten. Dort legt man einige Dummies aus und schickt dann den Hund aus allen möglichen Richtungen. Mal Voran, mal links, mal rechts, mal back. Man setzt den Hund immer an den Punkt ab, an dem er rechts usw. gehen soll, entfernt sich dann vom Hund (außer beim Voran) im 90° Winkel und schickt.

    Ich mag die Übung sehr, weil der Hund eigentlich gar nicht falsch laufen kann. Evtl. nimmt er die Hindernisse nicht korrekt, aber er geht beim Rechts nicht Links o.Ä.

    Das war ein recht leichtes Memory, weil er den Baum schon gut kennt und ich ihn beim ersten Video von der gleichen Stelle weg schicke, nur steh ich da halt neben ihm und beim zweiten nicht.

    Beim Auslegen der Memories (3 Stück) am Baum durfte er zusehen, ich war ohne Helfer unterwegs. Wir sind dann gemeinsam den zu laufenden Weg gegangen zum Ausgangspunkt im ersten Video. Dann wie da zu sehen, geschickt.
    Im Folgenden hab ich ihn absetzen lassen im 90° Winkel, bin weg gegangen und hab ihn dann geschickt. Also ich hab ihn nicht zu dem Punkt, an dem er im Video sitzt, ins Voran geschickt, sondern nur von da nach links. In gerader Linie durchs Hopfenfeld ist noch zu schwierig für uns :D
    Bei der Übung war mir vor allem das Lining wichtig, nicht das Merken der Memories. Das war schon ziemlich leicht, aber er sollte eben genau den richtigen Weg gehen.


    Vor den ganzen Videos hatte ich ein Vollblind an den kleinen Baum gelegt und dann eine Markierung geworfen. Er ist mir da beim zweiten Versuch super schön Voran gegangen aufs Blind (er hatte Geländehilfe und kennt den Baum wiegesagt schon) und hat sich beim zweiten Voran schicken auf den Baum dann genau richtig ins Stopp und nach Rechts zur Markierung bringen lassen. Das war auch super, auch wenn ich im Nachhinein gemerkt habe, dass das eigentlich zu schwierig war. Vollblind mit Verleitung, soweit sind wir eigentlich noch lange nicht. Umso erstaunlicher finde ich, dass er es trotzdem macht. aber halt mit Fehlerquote.