Beiträge von AnjaNeleTeam

    Dein Hund ist sicherlich ein ganz süßer Kerl, dagegen sagt niemand was. Was hier angeprangert wird, sind die Leute die "für Spaß" irgendwelche Hunde miteinander verpaaren. Ein Schäferhund auf Dackelbeinen wäre aus meiner Sicht zumindest nicht niedlich, sondern ein sehr armer Hund. Stell dir das mal vor, ein Schäferhund der nicht richtig laufen kann, dem sich die Füße unter seinem Gewicht biegen und der eh schon mit seinem Rücken zu tun hat, so noch mehr. Wie man sowas fördern kann, in dem man Hunde von dort kauft ist mir nicht verständlich.
    Und nur weil auch in der Zucht nicht alles richtig läuft, muss man es doch nicht genauso schlecht machen, oder?

    Du, bzw. dein Hund hat ja noch Glück, dass noch Labrador mit drin ist und der Hund nicht die kurzen Dackelläufe geerbt hat.

    Leo hat gestern in Nürnberg ein v1 bekommen, BOB, CACIB, war aber wieder keine Konkurrenz da.
    Im Ehrenring hatten wir keine Chance, aber ich fand es richtig toll wie viel Zeit sich der Richter genommen hat. Der war schon im Vorring und hat die Hunde vortraben lassen und sie genau angeschaut. Kannte ich so nicht. Geholfen hat es uns trotzdem nicht :D Aber nicht so schlimm.

    Gestern dann noch eine Überraschungs-Email im Postfach: Leo ist DRC-Jahressieger-Show 2016! Damit hatte ich nicht gerechnet.

    Beim Labrador müsstest du dich etwas "reinfuchsen". Es gibt einige unterschiedliche Linien, auch welche die dir und deinem Freund passen könnten.
    Ich würde die reine Field Trial oder Arbeitslinie ausschließen, aber auch keine reine Showlinie empfehlen. Ich könnte mir eine jagdliche Linie vorstellen (die müssen nicht jagdlich geführt werden) mit typischem Aussehen, also etwas kräftiger. Arbeitstitel wären mir wichtig, evtl. auch im Dummy-Bereich. Daran sieht man einfach ob der Hund ruhig und konzentriert arbeiten kann und will.

    Viele Show-Labbis wollen zwar arbeiten und gefallen, aber stehen sich da teilweise selbst im Weg.

    Wenn du da Hilfe brauchst, kannst mir gern eine PN schreiben. Ich bin zwar kein Profi auf dem Labbi-Gebiet, aber kenne inzwischen einige tolle Hunde und das wäre ja zumindest mal ein Ansatz :)

    Ein Schilddrüsenproblem kommt bei kastrierten Hunden häufiger vor und kann auch mal mit rein spielen in aufgedrehtes Verhalten, muss aber nicht. Ist aber recht einfach durch ein Blutbild abzuklären und ggf. auch einfach zu behandeln.


    Zu deiner anderen Frage: es gibt Hunde denen musst du einfach sagen was sie machen sollen. Also nix sagen ist für sie schwer auszuhalten, dann suchen sie sich was bis eine Reaktion kommt. Wenn du ihn ruhig haben willst, dann sag z.B. Platz, einfach damit er weiß was er machen soll.

    Ball spielen ist ne heikle Sache. Wenn du deinen Hund einfach so hinterher hetzen lässt, dann kann es sein, dass er dadurch vermehrt auf Bewegungsreize mit nachjagen reagiert. Sinnvolle Ballspiele wären: Sitzen lassen, Ball werfen, dann freigeben zum holen. Oder Ball gut sichtbar auslegen und im Fuß daran vorbei gehen, dann holen lassen. Werfen, den Hund freigeben aber dann abstoppen und abrufen. Wenn der Ball bei euch die Belohnung sein soll, dann nutze den Ball so selten wie möglich. Wenn er ihn so lange trägt, dass er ihn selbst fallen lässt, nutzt er sich in seiner Hochwertigkeit ab.

    Hallo Sabine,

    ich bin auch Sozialpädagogin mit pädagogischem Begleithund, deshalb noch eine Anmerkung vorab: bitte pass gut auf deinen Hund auf wenn du ihn mit zur Arbeit nimmst! Er hört sich nach einem sehr reizempfänglichen Hund an, der selbst entscheidet und anscheinend (rassetypisch) nicht viel Probleme damit hat nach vorne zu gehen. Auch wenn er sich bisher brav zeigt, wäre ich super vorsichtig! Es geht einfach so schnell, dass man selber abgelenkt ist, man hat ja was zu arbeiten, und irgendwas mit dem Hund passiert, dass man nicht 100% mitbekommt. Es kann zudem gut sein, dass er bei dem auf ihn zurennenden Menschen erstmal baff war, aber, sollte das häufiger vorkommen, für sich eine Entscheidung trifft wie er damit umgehen möchte. Zumindest so lange du ihm nicht sagst was er machen soll. Man kann ein richtiges Verhalten natürlich auch mit Jugendlichen oder Erwachsenen trainieren. In der speziellen Situation hättest du ihm bspw. für sein ruhiges Verhalten belohnen können.

    So nun zum Jagen.
    Du hast da einen sehr reizempfänglichen Hund (so liest es sich zumindest) der wenig Impulskontrolle hat. Wahrscheinlich hat es ihm nie jemand beigebracht sich zu beherrschen. Nur mit deckeln, Discs schmeißen und androhen von Strafe wirst du ihm das aber nicht beibringen. Wenn das wirklich so ein selbstbewusster Kerl ist und nicht einfach ein unsicherer, dann braucht er einen Grund um mit dir zusammen zu arbeiten. Strafe ist da meist nicht so geeignet, vor allem wenn er da "dickfellig" ist.

    Mein Tipp wäre:
    - ist er kastriert? Wenn ja, dann lass mal beizeiten seine Schilddrüse checken. Wichtig aber alle 4 Werte, nicht nur den 1.
    - weniger ist mehr. Versuche mal etwas euer Programm runter zu schrauben. Also möglichst nicht jeden Tag Arbeit, Stall, Tierfreigehege, sondern eins von den Dingen vielleicht 2x die Woche und ansonsten Alltag und Training ohne so krasse Anforderungen bevor es nicht richtig sitzt.
    - ich bin kein Gegner von Strafe, aber halte es nicht für sinnvoll sich nur darauf zu verlassen. Versuche mit ihm mal wichtige Kommandos positiv, evtl. wie eine Art Trick aufzubauen.

    Wie hast du bisher den Rückruf geübt?
    Belohnung muss übrigens nicht nur Leckerli sein, ein Zerrspiel ist für meinen Rüden eine viel größere Belohnung, dafür sollte aber das "Aus" schon sitzen.

    Könnte ewig weiterschreiben, aber ich glaub das reicht erstmal.

    Ich hab Leo gleich in eine große Box und sie zwischen Vorder- und Rücksitz geklemmt.
    Wenn man das Geld hat, würde ich zu einer Alubox raten.

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    Inzwischen sitzt er und mein anderer Hund auf der Rückbank mit Gitter und Schondecke hinter den Vordersitzen.

    Hochheben ist auf jeden Fall ein gutes Mittel gegen zu früh pieseln.

    Aber beim Rest musst du einfach schaun wie dein Welpe so drauf ist. Das kann man pauschal schlecht sagen ob ein Rhythmus geht oder nicht und ob er wirklich jedes Mal nach dem schlafen/fressen/spielen raus muss. Leo hat sich zum Beispiel auch im Schlaf eingepieselt und 2x abends einen Haufen gemacht. Anzeichen gabs dafür auch nur ein kurzes im Kreis drehen. Da hieß es schnell sein. Meine erste Hündin war dagegen ab dem ersten Tag mit 8 Wochen stubenrein, auch wenn sie mal etwas länger einhalten musste.
    Bis du das halbwegs einschätzen kannst, würde ich an deiner Stelle lieber auf Nummer sicher gehen und eher einmal zu viel als zu wenig raus gehen.

    Ach was ich noch erzählen wollte: ich habe an dem WT eine tolle Möglichkeit gefunden Leo zu beruhigen und zu entspannen. Einfach an einem Babygläschen "Hühnchen" schlecken lassen. Er war ewig beschäftigt, weil das etwas fester von der Konsistenz war und hat dann echt irgendwann mit geschlossenen Augen da rumgeschleckt. xD