Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ich reih mich auch mal ein und hoffe hier kann der friedliche Austausch weiter gehen.

    Hab hier zwei Hibbelhunde. Der eine ist depriviert und kommt eigentlich nur gut klar wenn die Reize bekannt und/oder sehr wenig sind. Der andere ist jung und wurde von mir absichtlich gepusht. Allerdings ist der auch kein Härtefall, also nix was sich nicht mit etwas Training machen lässt.

    Janosch war früher richtig extrem. Immer auf 180 und Hundebegegnungen waren meistens stressig, an der Leine gings gar nicht. (Das hat er natürlich auch auf Leo übertragen, der da nun auch aufgeregt ist und fiept). Er hat mich da auch einige Male gebissen. Schon damals hab ich hier gefragt was ich machen kann und da kam von flying-paws die Aussage, vielleicht wird er nie mit einer städtischen Umgebung klar kommen. Und das stimmte auch, viel zu viele Reize und nie endender Stress.
    Nach unserem Umzug und Neles Tod ging es Janosch richtig schlecht. Er bekam eine akute Pankreatitis, die wir aber mit einer Ausschlussdiät und Enzymen behandeln konnten. Gleichzeitig wurde eine SDU festgestellt. Als die Pankreatitis vorbei war und er die SD Tabletten bekam, gings langsam bergauf. Er wurde ein richtig ruhiger Hund, der zwar bei Hunden immer noch aufdrehte, aber viel schneller wieder runter kam. Auch seine Angst vor lauten Geräuschen war abgeschwächt.
    Wenn die Reize aber wieder zu viel werden, dann wird losgehibbelt.
    Ich hab schon vor längerem mit seiner Art abgeschlossen und mir da keinen Kopf mehr gemacht. Es war mir auch egal was andere denken und reg mich selber nicht mehr auf wenn er pöbelt oder wenn er (wie gestern) einen anderen Hund verprügelt. Das ändert nichts an seinem Verhalten, aber an meiner Wahrnehmung.
    Positiv wirkt es sich schon etwas aus, weil er mir dadurch mehr vertraut, sich öffnet, Nähe sucht und sich festhalten lässt.
    Ich mag meinen Spinner sehr!

    Es gibt bei jeder Rasse immer unterschiedliche Zuchtrichtungen und Ziele. Da hilft alles nix, da muss man etwas Züchterrecherche machen und sich mal ein paar Hunde anschauen wenn man bestimmte Vorstellungen hat.

    Wenn du mir deinen ungefähren Wohnort sagst, dann kann ich mal schaun, ob irgendeine Retriever-Veranstaltung bei dir in der Nähe stattfindet, dann kannst dir die Rassen mal live anschauen und evtl mit den Besitzern reden.

    Wenn ich nach einem Tierschutzhund suchen würde, dann werde ich misstrauisch, wenn a) sehr auf die Tränendrüse gedrückt wird oder mit solchen Sätzen Druck gemacht wird wie "sitzt in der Tötungsstation und wird übermorgen umgebracht" und wenn b) der Hund zu einfach und lieb beschrieben wird und dankbar :roll: Mir wäre wichtig, dass der Hund offen und ehrlich beschrieben wird und dass ich mir den dann auch hier in Deutschland anschauen kann und ein paar mal mit ihm rausgehen.
    Da muss man auch viel auf sein Bauchgefühl hören.
    Ich bin ansonsten der Meinung, dass man mit seinen Aufgaben wächst. Also selbst wenn der Tierschutzhund ein paar Probleme macht, gibt es ja inzwischen Hundetrainer wie Sand am Meer und man hat gute Möglichkeiten sich Hilfe zu holen.
    Wenn man sagt "ne, also Probleme bitte nicht!", dann finde ich ist man am besten mit einem Welpen vom seriösen (!) Züchter beraten.

    Zum Retriever, weil ich da auch einen hab:
    Die Retrieverrassen unterscheiden sich alle mehr oder weniger, allerdings sind es eben alle Retriever und haben zu eigen menschenfreundlich zu sein und sich mit Artgenossen recht gut zu vertragen. Das macht sie schon anfängertauglich, dazu kommt, dass sie leicht zu erziehen sind und gern mit ihrem Besitzer zusammen arbeiten.
    Einen Golden Retriever und einen gemäßigten Flat könnte ich mir bei einem Hundeanfänger gut vorstellen :) Flats sind nochmal quirliger.

    Oh so richtig aus zwei Richtungen arbeiten hört sich spannend an! Wir haben das schon mal so ähnlich gemacht und die Hunde abwechselnd in die Suche geschickt. Bei ersten Mal ist Leo auch völlig überrascht und verwirrt stehen geblieben und hat dem anderen Hund nachgeguckt :lol:
    Ist keine leicht Sache...

    In Chemnitz waren wir letztes Jahr. Ich kann mich an den Einlass nicht mehr erinnern, also wird er normal und zumindest nicht horror gewesen sein :D

    Ich bin erst nur zu den nahen, also die ersten zwei mal. Dann waren es 2,5h, dann eigentlich 3h, aber ich habe einen Zwischenhalt bei meinem Bruder gemacht, deswegen war es am Ausstellungstag kürzer. Das weiteste war 5,5h, aber das war dann ein ganzes (Curly)Wochenende. Und das weiteste für einen Tag war etwas über 3h zur Clubschau. Das war mir aber fast schon zu lang, wir sind auch nicht zum Ehrenring geblieben...

    Hast du vielleicht die Möglichkeit jemanden der auf der Strecke liegt zu besuchen einen Tag vorher und dann von dort aus zur Ausstellung fahren? Ich finds auch hilfreich, wenn man wen mitnimmt, dann kann man sich zumindest Fahrtkosten teilen und sich evtl. beim Fahren abwechseln.