Ich reih mich auch mal ein und hoffe hier kann der friedliche Austausch weiter gehen.
Hab hier zwei Hibbelhunde. Der eine ist depriviert und kommt eigentlich nur gut klar wenn die Reize bekannt und/oder sehr wenig sind. Der andere ist jung und wurde von mir absichtlich gepusht. Allerdings ist der auch kein Härtefall, also nix was sich nicht mit etwas Training machen lässt.
Janosch war früher richtig extrem. Immer auf 180 und Hundebegegnungen waren meistens stressig, an der Leine gings gar nicht. (Das hat er natürlich auch auf Leo übertragen, der da nun auch aufgeregt ist und fiept). Er hat mich da auch einige Male gebissen. Schon damals hab ich hier gefragt was ich machen kann und da kam von flying-paws die Aussage, vielleicht wird er nie mit einer städtischen Umgebung klar kommen. Und das stimmte auch, viel zu viele Reize und nie endender Stress.
Nach unserem Umzug und Neles Tod ging es Janosch richtig schlecht. Er bekam eine akute Pankreatitis, die wir aber mit einer Ausschlussdiät und Enzymen behandeln konnten. Gleichzeitig wurde eine SDU festgestellt. Als die Pankreatitis vorbei war und er die SD Tabletten bekam, gings langsam bergauf. Er wurde ein richtig ruhiger Hund, der zwar bei Hunden immer noch aufdrehte, aber viel schneller wieder runter kam. Auch seine Angst vor lauten Geräuschen war abgeschwächt.
Wenn die Reize aber wieder zu viel werden, dann wird losgehibbelt.
Ich hab schon vor längerem mit seiner Art abgeschlossen und mir da keinen Kopf mehr gemacht. Es war mir auch egal was andere denken und reg mich selber nicht mehr auf wenn er pöbelt oder wenn er (wie gestern) einen anderen Hund verprügelt. Das ändert nichts an seinem Verhalten, aber an meiner Wahrnehmung.
Positiv wirkt es sich schon etwas aus, weil er mir dadurch mehr vertraut, sich öffnet, Nähe sucht und sich festhalten lässt.
Ich mag meinen Spinner sehr!