Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ich weiß, was du meinst. Wir selbst haben dieses Geschlechterrollen-Ding glücklicherweise überhaupt nicht am Laufen. Soll heißen: Mein Mann würde klaro mit einem Schoßhündchen über den Hundeplatz heizen, wenn Hund und Mann dabei glücklich sind.
    Was das Kind angeht, kann ich´s natürlich noch nicht absehen. Interessante Überlegung.
    Ja, ich denke, wenn er in der Pubertät den "echten Kerl" vor anderen "echten Kerlen" auspacken will, wäre ein Pudel o.ä. sicher nicht sehr hilfreich für dieses Image. Aber was wäre die Konsequenz? Soll man einen Hund danach aussuchen, ob die potentiellen Kumpels vom Kind den Hund in ihr Männlichkeitsideal integriert bekommen?
    Ist das nicht zu viel "vorauseilender Gehorsam" vor einer Eventualität, die nur möglicherweise eintreffen kann?

    Ich danke für den Gedankenanstoß.

    Ich arbeite in einem Jugendzentrum und mache die Erfahrung, dass auch kleine Hunde super gut bei Gleichaltrigen ankommen. Vor allem wenn die coole Tricks können :D Da würde ich mir also keinen Kopf machen. Klar ist so ein "gefährlicher" Schäferhund oder PitBull besonders gern hergnommen um zu prahlen, aber wenn man dann mit einem süßen Wuschel daher kommt, machen alle Mädels "oooooh" :herzen1: und die Jungs lassen sich auch schnell überzeugen.

    Und was man auch bedenken sollte: wenn der Pudel sportlich geschoren wird und nicht mit Krönchen o.Ä. erkennt ihn eh fast keiner mehr, also gibts auch nicht das Image-Problem.

    Im Tierheim könnt ihr sicher mal schauen wenn es soweit ist. Da gibt es zwar viele Problemfälle, aber ab und zu auch ganz unkomplizierte Hunde. Bei Auslandshunden wäre ich vorsichtig, weil die manchmal schon sehr viel erlebt haben was problematisch werden könnte.

    Bei einem Rassehund habt ihr den Vorteil, dass ihr einen gut sozialisierten Welpen bekommen könnt und mit dem Züchter einen Berater an der Seite habt.

    Es gibt sicher einige Rassen die sich eignen könnten. Der schon genannte Golden Retriever oder eventuell die Begleithunderassen, z.B. Pudel.

    Der Hund ist 4 Tage da und man sollte der Bindung mal eine Chance geben.
    Der Hund ist frisch aus gewohnter Umgebung und Rudel rausgerissen und alles ist neu. Einige stellen den Hund ja schon als hoffnungslosen Fall hin.

    Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    Ich bin jetzt raus und drücke der TE und ihrem Hund die Daumen, dass sie es mit viel Geduld und Ruhe hinbekommen.

    Hä? Du hattest doch geschrieben, dass es bei einem Junghund der in reizarmer Umgebung aufwächst und in die Stadt zieht mit der gleichen Familie in der er seit Welpe ist, genauso wäre.
    Dem hab ich widersprochen.Von der Bindung zu dem Hund der TS hab ich nicht geredet.

    Hoffnungslos hab ich auch nicht gesagt.

    Nö dann hätte man das Problem nicht in dem Ausmaße, weil der Hund dann schon eine Bindung zu seinem Halter entwickeln hätte können.

    Ich habe mir auch einen Hund geholt, der mit dem Großstadtleben nicht zurecht kam und weiß wie es ist wenn man einen Hund hat, der sich einfach nie an den Trubel dort gewöhnt. Der war dauerhaft so gestresst, dass er teils massive gesundheitliche Probleme bekam. Seitdem ich in einer Kleinstadt wohne, ist der Hund auf einmal in Lage ruhig draußen rum zu laufen. Je nachdem wie reizarm der Hund da gelebt hat, wird er sich evtl. nie daran richtig gewöhnen können.

    Aber die TS hat ja geschrieben, dass sie umziehen wollen. Bis dahin muss man eben schauen wie man das Leben für den Hund möglichst erträglich gestaltet. Dafür wurden ja auch schon einige gute Tipps gegeben.

    Vorwürfe warum der Hund unüberlegt oder wasauchimmer geholt wurde, helfen nicht.

    Naja, wenn der Hund wirklich so viel Angst hat, dann ist das für den Hund schon ein Drama.

    Ich würde versuchen möglichst viel Ruhe zu vermitteln. Also auch im Haus wenig Aufregung und einen sicheren Rückzugsort für den Hund. Wenn es direkt aus dem Haus so gar nicht geht, dann würde ich den Hund jedes Mal zum Gassi wortlos/ruhig nehmen, ins Auto und ein kleines Stück ins Feld fahren wo nicht so viele fremde Reize sind. Das ist erstmal umständlich, aber man muss einfach bedenken, dass Hunde für eine bestimmte Zeit nur eine gewisse Menge an Stress (neue Umgebung, neue Geräusche usw.) verarbeiten können. Ist das Maß an bewältigbarem Stress voll, geht gar nichts mehr und der Hund reagiert so wie er reagiert. Manche bellen, drehen total hoch, pöbeln, dein Hund zittert und verweigert jede Bewegung. In so einem Stadium hilft auch kein Locken o.Ä. Ansprechbar und trainierbar ist der Hund nur wenn er noch nicht in diesem Stadium ist. Also wiegesagt mein Tipp: erstmal dem Hund so viel Stress ersparen wie möglich und ganz langsam an euren Alltag heran führen. Also zum Beispiel jetzt für 3 Wochen immer ins Feld fahren. Dann alle zwei Tage mal eine Runde bei euch um den Block, wenns gut klappt kann man das steigern. Stresst sich der Hund, wieder reduzieren.

    Wichtig auch: nur kurze Runden draußen drehen. Also ca. 30 Min. Keine 1-2 Stunden Spaziergänge, das überfordert noch.

    Also bei Janosch war das so. Der konnte in Entfernung seinen Ball aus geben, aber er wollte ihn mir nie bringen. Das war für ihn irgendwie ein zu großer Schritt. Inzwischen gehts, aber der Ball den er gerade besitzt ist für ihn einfach hochwertiger als irgendein Leckerli. Dummies dagegen bringt er mir total brav (manchmal muss eine Ehrenrunde sein), aber ich glaub das hat er sich von Leo abgeschaut :D

    Und ich finds unglaublich was du hier äußerst @blubbb
    Warum hast du dann überhaupt Hunde? Hört sich für mich nach einen von Haus aus irgendwie gestörten Verhältnis an.
    Der TS in so einem Moment Vorwürfe zu machen finde ich auch nicht ok, aber es hätte wahrscheinlich verhindert werden können, wenn man ein paar Regeln beachtet hätte. Der Für einen Hund ist es nunmal natürlich andere Tiere zu töten. Und wer denkt sein Hund wird das nie machen und dann nachlässig wird, der ist selbst schuld und nicht der Hund. Einen Hund deswegen einzuschläfern???? :mute:

    Meiner Erfahrung nach ist Hundehaltung bei fast allen Lebensumständen machbar. Und scheinst da ja einige Unterstützung zu haben. Die Frage die ich mir stellen würde: wie gut ist das machbar? Das kann dir aber hier keiner beantworten. Da kommts nämlich auf deinen zukünftigen Hund drauf an, ob er zum Beispiel sehr auf eine Person bezogen ist, oder eben nicht. Und es kommt auf dich an, ob du abends nach der Arbeit wirklich noch Lust hast mit dem Hund lang raus zu gehen und ob du die Einschränkungen die so ein Hund mitbringt gern in Kauf nimmst. Es ist ein Unterschied ob man z.B. abends nicht gerne weg geht mit Freunden, oder ob man das gar nicht erst kann, weil die Verwandten schon den ganzen Tag aufgepasst haben und man mit dem Hund rausgehen muss.