Beiträge von AnjaNeleTeam

    Hier läuft das auch problemlos.
    Mein Terrier hat dem Großen als er Welpe war ein paarmal sehr deutlich klar gemacht, dass er an seinem Napf nichts zu suchen hat, geht aber gleichzeitig auch nicht zum Großen um ihn an seinem Napf zu verscheuchen. Sie haben feste Plätze mit einem Tisch dazwischen.

    Die festen Plätze und das erst der eine zum Napf darf und dann der andere, haben die beiden total verinnerlicht. Ich kann Leos Napf schon hinstellen ohne was zu sagen, er wartet und Janosch läuft genau am Napf vorbei, geht aber dann nur an seinen.


    Ich würde Rituale einbauen und wenn der Ältere schon nicht dafür sorgt, dass der andere Hund fern bleibt von seinem Napf, dann solltest du das übernehmen bis das Thema gegessen ist. Es sollte auf keinen Fall in Stress ausarten.

    Ja genau so mein ich das. Und das ist eben schon eine Strafe, weil der Hund ja erst lernen muss, dass dem "äh äh" was negatives folgt. Also stellt man mit dem "äh äh" später was negatives in Aussicht, droht quasi. Man kann ein Abbruchsignal zwar auch positiv auftrainieren, aber im häufigsten Falle ist es eher negativ auftrainiert und dafür muss man den Hund ja nicht schlagen o.Ä. Konsequent anleinen reicht ja schon.

    Ja, so mein ich das. Nur dann ist Strafe wirklich wirksam. Und ich bin der Meinung, wenn strafen dann richtig. Und das ist dann "richtig", wenn du es nicht 10x wiederholen musst.
    Also wenn der Hund pöbelt, dann bringt es nicht viel, wenn man straft wenn der Hund eben pöbelt, sondern nur dann wenn man straft wenn der Hund dazu ansetzt, fixiert, schneller schnauft. Je nachdem.

    Schön finde ich das auch nicht, aber je nach Problem notwendig.

    Ich sehe da vor allem bei den Zwergrassen: Chihuahua, Zwergspitz, Toypudel usw. ein großes Problem.

    Ich selbst habe einen ca. 40cm hohen und 8,5kg schweren Terriermix, der recht robust gebaut ist. Bei dem habe ich keine große Angst. Selbst wenn er überrannt wird, macht ihm das nicht viel. Und er weiß sich sehr gut zur Wehr zu setzen.

    Auch Jack Russell die ja noch etwas kleiner sind, halte ich für robust genug. Windspiele die größer sein können, dagegen nicht. Aber so in der Größenordnung würde ich anfangen.

    Kastrationen sind Routineeingriffe und gerade beim Rüden keine große Sache.
    Narkoserisiko gibt es immer, aber da würde ich mir ehrlichgesagt keine Sorgen machen. Was man bei einem Bordermix evtl. beachten muss ist MDR1. Ich glaube das kann in der Narkose zu Problemen führen. Kenn mich da aber nicht so genau aus.

    Ich persönlich würde meinem Hund eher eine Narkose zumuten, als wiederholt das Hormonchaos durch einen Chip. Von den künstlichen Hormonen mal abgesehen.

    Unsicherheit kann sich natürlich verstärken. Wenn es dir das trotzdem wert ist, würde ich ca. nach einem Jahr mal ein großes Schilddrüsenprofil machen lassen.

    Wow!
    Ich hab Finya 2x vom Nachbarskater weggezerrt. Am Nacken. Sie hat gequietscht und nichts dabei gelernt. Würde er noch leben (nein, sie hat ihn natürlich nicht am Gewissen ), müsste ich immer noch den Garten kontrollieren, bevor ich sie rauslasse.
    Sie hat auch nichts durch Leine werfen gelernt - weder neben sie, noch auf sie.
    Sie lernt durch Strafe absolut gar nicht - nur, dass der Spaß vorbei ist, wenn ich komme.
    Selbst der Stoß vor die Brust ist für sie keine Strafe, sondern nur ein Zurückholen in die Wirklichkeit.
    Ich wüsste nicht, welche Strafe ich einsetzen müsste, damit sie danach beschwichtigt und meidet und abspeichert, dass etwas verboten ist

    Also Leine werfen wenn es schon passiert ist, hätte bei Janosch auch nicht geholfen. Den hab ich ja ein paar mal, weil ich auch hilflos war in dem Moment ordentlich gepackt wenn er in meinem Hosenbein hing. Hat ihn null interessiert.

    Strafe hilft sehr wenig bis nix, wenn sie erst dann kommt wenn der Hund schon durchstartet/pöbelt o.Ä. Die muss bei den Ansätzen kommen und wenn du einen Schreckreiz aufgebaut hast, dann reicht der und es ist nichts körperliches nötig. Schreckreiz ist aber auch eine fiese Sache, weil das leicht fehlverknüpft werden kann und je nachdem wie man es macht, den Hund ständig Angst haben lassen kann, dass ihm gleich der Himmel auf den Kopf fällt. Ich hab ihn deshalb immer vorgewarnt und er wusste auch, dass das von mir kommt.

    Für uns wars unter den Umständen die richtige Maßnahme, auch wenn ich lieber drauf verzichten würde.

    Hier wärs ohne Strafe nicht gegangen. Für Janosch war schon immer seine eigenen Ideen durchsetzen und seine derzeitigen Bedürfnisse sofort befriedigen die größte Belohnung. Da kann ich nicht gegen halten.
    Das beibringen der Kommandos funktioniert am besten über Belohnung und ohne Druck, aber das durchsetzen kam hier nicht ohne Strafe aus. Ganz davon ab, dass man eh nicht ohne Strafe erziehen kann.
    Ich habe auch bewusst einen Schreckreiz auftrainiert, der heute immer noch unser letzter Notnagel ist.
    Mein Ziel war aber eben auch, dass der Hund möglichst viel Freiheiten haben kann und nicht nur an der Leine bleiben muss.

    Allerdings hat Janosch mich auch sehr viel gelehrt über die positiven Lernstrategien. Viel mehr als mich das Leo mich hätte lehren können. Weil die größte Baustelle, das Leinepöbeln ging mit Strafe nicht weg.

    Heute habe ich beim Spaziergang bewusst mal mehr auf Janosch geachtet und ihn mehr einbezogen. Er braucht das ja nicht immer, aber ganz außen vor gelassen will er auch nicht werden. Ausgesprochen brav war er.