Beiträge von AnjaNeleTeam

    Danke für eure Antworten! :)wie müsste denn mein Alltag aussehen um es mit dem Dummy ernst zu meinen? (was sind WTs? :ops: )

    Wenn du wirklich in die Dummyarbeit einsteigen wollen würdest, dann sollte man regelmäßige Trainings besuchen. Die finden meist in der Pampa statt, also schwierig wenn man kein Auto hat.
    Tages- oder Wochenendseminare schaden auch nicht. Die sind aber recht teuer.
    WTs sind Workingtests. Quasi Prüfungen, bei denen man zeigen kann was man schon gelernt hat. Die gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
    Der Vorteil ist, dass man auch viel selber aufbauen kann, allerdings ist das nicht so einfach, wenn man das noch keinem Hund richtig beigebracht hat.

    Ohne Auto und wenn man Vereine nicht so mag wird das aber auch schwierig ;-)

    Also würde ich von der Arbeitslinie abraten und eher nach Standardlinie schauen. Da gibt es auch Züchter die dunklere Hunde bevorzugen und deren Hunde etwas schmaler sind.

    Golden könnte sehr gut passen denke ich. Teilweise sind sie etwas sturköpfig, aber sie lassen sich trotzdem sehr gut motivieren.

    Seid ihr euch denn im Klaren, was ihr euch da ins Haus geholt habt? (Soll jetzt nicht so negativ rüberkommen wie es klingt, ernstgemeinte Frage)

    Vieles was du beschreibst kommt mir sehr bekannt vor! Terrier sind da nicht ganz ohne, vor allem solche die einen schwierigen start ins Leben hatten und dazu zähle ich einen Besitzerwechsel jetzt auch einfach mal.

    Wichtig ist, dass ihr nicht versucht den Kleinen nur zu deckeln und über Gehorsam zu händeln versucht. Zeigt ihm, dass es sich lohnt mit euch zusammen zu arbeiten, sonst bekommt ihr auf kurz oder lang ein Problem.
    Deswegen auch mein Vorschlag mit dem Belohnen. Zeigt ihm was ihr von ihm wollt, indem ihr ihn belohnt wenn er was richtig macht. Da ist Timing sehr wichtig bei so schnellen Kerlchen. Wenn du nur zeigst was du nicht willst, wird er schnell frustriert sein und ihr kommt in eine Lage die einfach stressig ist für beide Seiten.

    Es wird sicher helfen, wenn ihr das Problem im Haus und zu Fuß im Griff habt. Dann wird es ihm leichter fallen das auch auf dem Fahrrad umzusetzen.

    Das was du schreibst wie du mit seiner Reizempfänglichkeit umgehst finde ich sehr gut. Da gibts auch eine Theorie dazu, ich weiß nicht ob ich die finde, dann verlinke ich sie dir.

    Wovon du dich erstmal verabschieden solltest, ist die Vorstellung, dass es mit Erziehung jetzt nur bergauf gehen wird. Stell dich auf Talfahrten ein (er ist noch so jung!) und erwarte wenig, dann ist die Freude über kleine Erfolge umso größer.

    Janosch ist ja auch aus dem Auslandstierschutz, war Kettenhund in Ungarn und wurde als süßer und unkomplizierter Hund beschrieben. Ich dachte damals, dass egal welche Macken er mitbringt, ich das schon hinbekomme mit ihm. Schließlich hatte ich schon einen Hund sehr gut erzogen (was bei der liebsten und süßesten Nele echt kein Kunststück war =) )

    Seine genauen Umstände, wo er her kam und was er so erlebt hatte, kannte ich gar nicht. Erst ein Jahr später bekam ich diese Bilder (bissi eklig, deswegen im Spoiler)

    Spoiler anzeigen

    Externer Inhalt abload.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt abload.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Und mir wurde klar, dass sowas nicht einfach weg zu erziehen ist. Aber das wusste ich vorher nicht und mir hat es auch keiner gesagt. Das habe ich im Laufe der Jahre mit diesem Hund einfach lernen müssen.

    Jetzt ist Janosch gsd ein kleiner Hund, der allein dadurch weniger bedrohlich wirkt. Nur deswegen haben ich keinen größeren Ärger bekommen, als er Jogger oder Radlfahrer attackiert hat oder andere Hunde. Vielleicht hätte ich ihn wirklich wieder abgegeben wenn er als 25kg-Hund mir ins Bein gebissen hätte. Wer weiß.

    Wir hatten jedenfalls einen ziemlichen Trainerverschleiß, weil es muss doch funktionieren, aber wirklich gebracht hat es nix. Es kam erst Ruhe rein, als ich gesagt hab "mir wurscht! Bleibt er halt an der Leine" oder "mei dann kläfft er halt und bedient das Klischee vom kleinen Kläffer". Einfach wirklich den Anspruch runter schrauben, keine Erwartungshaltung mehr.

    Wir sind dann umgezogen von der Stadt aufs Land und nach einer Pankreatitis aufgrund des Stress (Nele war kurz vorher auch noch gestorben) und einer Einstellung seiner SDU ging es so langsam aufwärts mit ihm. Er wurde insgesamt so viel ruhiger und entspannter, das war echt schön!
    Leider ist es immer noch so, dass ihn das alte Leben einholt. So ist nach wie vor seine unglaubliche Panik vor Fliegen präsent und dass er einfach mit Veränderungen nicht gut klar kommt.

    Ich würde mir den nächsten Hund aus dem Tierschutz nur noch dann holen, wenn ich wirklich keinen Anspruch habe. Also es egal sein kann, ob er alleine bleiben kann oder mit in die Arbeit geht oder sich mit anderen Hunden versteht.

    Ich kann dir da auch nur zustimmen, es braucht da dringend mehr Aufklärung, aber die wird es nicht geben, weil die Hunde dann nicht unter die Leute gebracht werden. Zumindest nicht in dem Ausmaß.

    Fütter ihn doch einfach solange er ruhig ist.

    Wichtig sind dabei zwei Faktoren. Erstens muss die Belohnung passend sein. Keine 0815 Leckerli bei einem hohen Reiz, lieber mit Leberwurst, Käse usw. arbeiten. Und zweitens darf der Reiz anfangs nicht zu hoch sein. Also nicht gleich deinen Freund vorne weg fahren lassen, sondern gestaltet die Trainingseinheit so, dass dein Hund noch ruhig und entspannt ist. Z.B. schiebt ihr erstmal nebeneinander her.
    Eigentlich ist auch noch was drittes wichtig, das Timing. Achte darauf, dass du wirklich nur dann belohnst, wenn dein Hund ruhig war.

    Wahrscheinlich findet er das Ganze doof, weil er gerne kontrollieren würde und ne wichtige Person, die außerhalb seiner Reichweite ist, ist für ihn natürlich nicht so toll. Muss er aber lernen. Du könntest mal im Alltag schaun ob er da entsprechende Tendenzen zeigt.

    Sagt mal habt ihr noch Ideen was man so an speziellen Sachen üben könnte?
    Also die evtl. mal bei WTs vorkommen. Wie jetzt zum Beispiel der Schlamm-Dummy.

    Sandiger Dummy fällt mir noch ein, Lockenten oder Vögel, Zaun...

    Mir ist klar, dass man nie alles üben können wird, dafür sind die Richter zu kreativ :D aber Leo tut sich leichter, wenn er eine Situation schon kennt. Deswegen wäre meine Strategie ihm möglichst viele Sachen vorher zu zeigen.

    Achja, mir fällt noch "Hase" am Gummizug ein.