Beiträge von AnjaNeleTeam

    Das ist aber doch so schade, Anja.
    Mir tun die Leute, die vielleicht ihre erste Standardlinie haben und mit dem Hund ein bißchen Dummysport machen, so leid. Die kriegen doch einen Schock und verlieren den Spaß an der Sache.

    Ja ich finds auch schade, andererseits aber vielleicht gut, wenn sie gleich merken was da so abgefragt wird und sich evtl noch etwas Zeit mit der A lassen. Wenn ich so alte Dummy-Hasen frage, dann ist der Trend ja schon dahin, dass immer früher (in den Klassen) immer schwerere Sachen abgefragt werden. Das dann auch die Schnupperer-WTs schwerer werden ist dann nur logisch. Vielleicht braucht man Schnupper-Schnupperer-WTs |)

    Da hätte ich doch glatt nochmal ne Frage zu.
    Ich liebäugel ja schon lange mit einem Labrador fürs Dummy (und ab und an Goldi). Ich hab das jetzt schon recht oft gelesen und gehört (auf Prüfungen und Seminaren) das die Standarts da nicht so mh 'geeigent' sind wenn man wirklich was machen möchte bzgl. Turnieren.

    Sind die Standarts wirklich eher für just for fun?
    (und das ist garnicht böse gemeint! Falls das wer falsch auffasst.)

    Eine Trainerin sage z.B. mal das die schneller Turnier fertig sind, aber meist nicht über die A hinauskommen.

    Wenn du wirklich intensiv Dummysport betreiben möchtest, dann ist die Standardlinie mMn wirklich nur bedingt geeignet. Du kannst mit einigen evtl. auch in die O kommen (hier mal ein Blog mit wunderbar geschriebenen Beiträgen Mufflon & Killerkeks | das Grobmotoriker-Team ), aber das erfordert Trainingsgeschick und Knowhow.
    Und das ist gerade beim Einstieg in die Dummywelt nicht ganz einfach. Mit einer Arbeitslinie wird man da oft eher ernstgenommen. Allerdings sind diese Hunde für einen Anfänger auch schwer zu trainieren, weil man den Trieb erstmal in die richtigen Bahnen lenken muss. Es gibt auch einige die dann nicht die nötigen Nerven mitbringen, da wärs dann wieder mit einer langsameren, aber steady Standardlinie leichter WTs zumindest zu bestehen.
    Schauen kann man auch nach Standardlinien die arbeiten können sollen und etwas sportlicher gebaut sind. Dafür muss man sich nur etwas auskennen.
    Mittlerweile bin ich eher der Meinung, dass Bremsen leichter ist als anschieben, aber insgesamt muss es ja auch passen. Jedenfalls denke ich nicht, dass bei einer Standardlinie automatisch bei A Schluss ist. Es erfordert einfach mehr Motivation und richtiges Training um weiter zu kommen.
    Erfolgreich bist aber eher mit der AL ;)

    Ich hab auch super gern eure Berichte gelesen @tail action, @Laura97 und @naijra ! Danke dafür :)


    Spannend die vielen Berichte! Was mich aus aktuellem Anlass interessieren würde: wie heftig wird bei den Retrievern ein einzelner Rückpfiff nach Dummyaufnahme abgestraft? Ist das abhängig von der Klasse, in der man startet?

    Ich glaube das ist unterschiedlich je nach Richter und je nach Aufgabe.
    Bei unserer Aufgabe mit der Verleitmarkierung glaub ich zum Beispiel nicht, dass da mehr als 1 Punkt dafür gezogen wurde. Pauschal wird es schwierig sein da was genaues zu sagen.

    Ich bin ja Verfechter des "Dummytanzes" um dem Hund das Halten beizubringen :D
    Ist aber ein ganz anderer Ansatz und beide Methoden solltest du nicht anwenden.

    Beim Dummytanz gibt man dem Hund das Dummy ins Maul und springt dann vor dem Hund hin und her, duckt sich, klopft den Hund mal (wenn der das nicht super doof findet) an die Schultern, geht rückwärts, greift auch mal nach dem Dummy usw. Durch die ganze Bewegung vergessen die Hunde meist das Dummy im Maul und freuen sich und springen mit und halten das Dummy dabei fest. Dann kann man kurz einfrieren, der Hund wird es höchstwahrscheinlich dann auch tun und dabei ganz nebenbei den Dummy festhalten. Das kann man dann Belohnen und irgendwann immer weniger Tanzen.
    So hab ich mit Leo in kürzestester Zeit das Halten hinbekommen. Mit Clickern bin ich fast verzweifelt :)

    Klare Regeln sind nicht zu viel und wenn du gewisse Standpunkte hast, dann hilft es dem Zusammenleben die gleich klar zu machen und nicht erst später. Wenn du also nie gezwickt werden willst von deinem Hund, dann breche ihn jetzt schon ab. Genauso mit Gegenständen die nicht angeknabbert werden sollen o.Ä.

    Wenn er sich draußen an dir orientiert ist es doch super! Verstecken solltest du dich nicht, das kann man mal machen wenn er ein Junghund ist und selbstständiger wird. Der Welpe bekommt sonst im schlimmsten Fall Panik, weil seine Bezugsperson auf einmal weg ist und bekommt evtl. Verlassensängste und das will ja keiner.

    Wenn er stark an der Leine zieht, dann unbedingt auch bei den kleinen Runden das Geschirr dran. Wie man gut Leinenführigkeit beibringt kann ich nicht wirklich sagen. Stehen bleiben hat hier jedenfalls nie funktioniert und ich halte auch nicht viel davon. So lernt dein Welpe wahrscheinlich in 2 Jahren nicht was du von ihm willst. Lieber kurze Trainingseinheiten einbauen bei der es Leckerli gibt wenn die Leine locker ist. Am besten verhinderst du durch rechtzeitige Leckerligabe, dass Welpi Zug auf die Leine bringt.

    Da hatten beim Curly&Chessie Treffen einige mit zu kämpfen.
    Das war bei einer so witzig, sie hatte schon die Null, weil ihr Hund eingesprungen ist und ich sag so, das wird schon noch. Ja der Hund war 6 Jahre alt :D Aber die Hunde haben abgesehen von Steadynessproblemen wirklich toll gearbeitet!


    Für uns lief der WT durchwachsen. Großer Pluspunkt ist, dass Leo nicht gepinkelt hat, außerdem hat er nicht das Dummy verloren. Darüber freu ich mich schon mal. Doof war, dass er trotzdem bei ein paar Aufgaben nicht so konzentriert war und dadurch die Markierungen nicht immer so ganz auf dem Schirm hatte.
    Bei der ersten Aufgabe gingen wir einen kurzen Walkup, dann flog ein Dummy weg von uns, sehr flach und kurz. Leo hatte die Nase auf dem Boden kurz vor dem schuss und war dann glaub ich noch nicht aufnahmefähig. Jedenfalls hatte er keinen Plan wo das Dummy ist, ließ sich aber einweisen. Ich hab zumindest gut markiert und brachte ihn dann auch da hin, was aber etwas dauerte. Da bekamen wir noch 8 Punkte.
    Bei der zweiten Aufgabe wurde eine Markierung geworfen und auf dem Rückweg eine Verleitmarkierung. Das machte Leo von allen Hunden am besten, auch wenn ihn ihn nochmal hierher pfeifen musste. 18 Punkte
    Dann war eine sehr schöne Doppelaufgabe dran. Hinter einer Senke den Berg rauf wurde eine Markierung geworfen die normal apportiert werden sollte, dann wurde nachgelegt, nochmal beschossen und man schickte auf das Memory.
    Leo lief hin zu der Stelle, dann zu den Helfern und irgendwann wieder zu der stelle wo das Dummy liegen musste, kam zügig zurück, ohne das ich helfen musste. Das gab 15 Punkte.
    Beim Memory hab ich leider geschickt, als er gerade einen Blick nach schräg rechts geworfen hatte. Ich denke zumindest, dass das der Grund war, dass er dann viel zu kurz nach der Senke an einem Baum abstoppte. Ich wies ihn daraufhin ein, aber er ging nicht gleich richtig, stand dann hinter dem Baum, aber dann bekam ich ihn zu der Stelle. 14 Punkte
    Die letzte Aufgabe war eine einfache Markierung, aber schlecht zu sehen, der Hund musste in der Senke laufen um direkt zum Dummy zu kommen. Leo hat diesmal alles gesehen, lief dann aber schon mit tiefer Nase los und wurde immer langsamer. Eindeutig hatte der andere Sachen im Kopf. Ich stoppte ihn dann und schickte ihn Back, was er toll annahm. Er fand dann gleich und brachte brav 15 Punkte.

    Mit dem prädikat "gut" schafften wir es noch auf den 4. Platz, weil einige bei der zweiten Aufgabe eine Null kassiert hatten.

    Da hätte einiges besser laufen können, aber es war dann ganz toll mal mit wem zu sprechen, der sich mit arbeitenden Curlies auskennt und von ihr hab ich ein paar gute Tipps bekommen, die ich jetzt versuchen werden umzusetzen.
    War auf jeden Fall ein super tolles Wochenende!

    Großpudel waren vielleicht mal Apportierhunde, sind es heute aber nicht mehr schwerpunktmäßig. Selbst manche Retriever, die nach wie vor für die Jagd nach dem Schuss gezüchtet werden, müssen beim Dummy motiviert werden. Und so wie du es beschreibst, bringt dein Hund da nicht super viel von selbst mit. Wenn du mal bei Arbeits-Labbi Welpen schaust, die tragen dir mit 8 Wochen schon die Dummies zu, ohne das du da irgendwas erklären musst. Es ist ja nicht schlimm, wenn deiner das nicht tut, meiner tut es wie gesagt auch nicht von Welpe an, aber man muss das wissen und dementsprechend trainieren. Und wenn du eben bei so einem Hund zu wenig lobst, hast du schnell einen Hund der nicht so wirklich Bock drauf hat. Deswegen eben mein Tipp: mehr spielen, weniger drauf achten ob er mal schlampig trägt o.Ä.

    Das hin und her werfen ist wirklich nur für Gaudi, als Belohnung wenn er was toll gemacht hat. 2-3x und gut ists.
    Zum kopflosen Junkie wird er da sicher nicht, aber du willst ja, dass er den Dummy will, deswegen musst du so einen Hund etwas mehr dazu animieren.

    Achja und aufhören wenn es am schönsten ist und nicht wenn er keine Lust mehr hat.

    Hast du vielleicht ein Video? würde mich sehr interessieren wie er das macht. Vielleicht lieg ich ja auch total verkehrt, kann halt nur nach dem gehen was du so schreibst :smile:

    Für mich hört sich dein Training für deinen Hund sehr ernst ohne viel Spaß an. Wie wird er denn belohnt?
    Es gibt einige Hunde die eben motiviert werden müssen, bei denen ist das reine Tragen eben nicht Belohnung genug. Und beim Pudel seh ich jetzt keine Rasse die schon so krasse Anlagen mitbringt, dass die nur noch etwas in die richtigen Bahnen gelenkt werden müssen. Meiner Meinung nach musst du da viel stärker motivieren und mehr Spaß reinbringen.

    Leo war als Junghund einer der nicht wirklich Sinn drin sah mir das Teil zu bringen. Irgendwann hat er es gemacht, aber Spaß hatte er nicht dabei. Ich habe dann sehr viel mit ihm mit dem Dummy gespielt und auch gezergelt. Nur leicht, damit er ihn nicht locht, aber halt bissl drum gekämpft. Leo fand es auch toll, wenn ich ihn etwas geärgert und geklopft habe, dazu gesagt habe "boah hast du ein Dummy??!" "du bist ja ein toller Hund" usw. und dann darf er das Dummy auch mal behalten. Wichtig war mir da, dass er es nicht von selbst fallen lässt. Kurz davor hab ichs dann eingesammelt.

    Spielen kann man dann so: man nimmt zwei Dummies, wirft eins nur ein paar Meter weit (ohne Sitz Befehl o.Ä. davor) und lässt es den Hund schnappen. Wenn deiner das nicht will, dann mach einen kleinen Tanz, renn hin, nimms, schmeiß es nochmal, halt es ihm vor die Nase und wirfs wenns sein muss. Das kapiert er dann schon. Mit dem zweiten Dummy kann man ihn dann wieder zu einem locken und den dann wieder schmeißen wenn der Hund da ist. Im Idealfall spuckt dein Hund das andere Dummy dann aus, dann kannst eine Weile so spielen.

    Inzwischen belohne ich Leo so, dass er zwischendrin immer mal wieder Leckerli bekommt und zum Schluss sehr ausgelassen mit einem Ball spielen darf. Da wird gezergelt, gehetzt usw. Gaga ist er trotzdem nicht, weil er ja gelernt hat bei solchen Reizen noch empfänglich für Signale des Hundehalters zu sein.