Einen Tierschutzhund aus dem Ausland zu holen bringt viele Ersthundehalter erstmal an ihre Grenzen. Selbst Hundehalter die vorher eher unkomplizierte Hunde hatten.
Man muss sich darauf einstellen, dass Auslandshunde je nachdem wie sie aufgewachsen sind und auch wenn sie noch jünger sind, ihr Päckchen zu tragen haben. Wie sehr das später Probleme macht ist eben von den bisherigen Erfahrungen abhängig und vom jeweiligen Hund.
Wir haben in unserer Familie leider ziemlich schlechte Erfahrungen mit Auslandshunden gemacht. Ich selber habe einen Hund aus Ungarn, meine Mutter zwei Hunde aus Griechenland und alle sind nur eingeschränkt alltagstauglich. Falls dich da näheres interessiert, kann ich gern noch ein bisschen erzählen.
Fakt ist, dass viele Hundetrainer sehr gut an den Leuten mit Auslandshund verdienen.
Falls der Hund sich ängstlich zeigt, würde ich auf jeden Fall das Schonprogramm fahren. Nicht zu viel um den Hund nicht zu überfordern und auf jeden Fall mit Sicherheitsgeschirr und Halsband sichern. Mir ist meiner am dritten Tag abgehauen, das war ziemlich doof. Er hat es übrigens auch geschafft sich aus Sicherheitsgeschirren zu winden, also wirklich zusätzlich mit einem Zugstopphalsband sichern.
Wenn der Hund nicht ängstlich ist, würde ich ihn schrittweise, von Anfang an, mit neuen Reizen bzw. dem normalen Alltag konfrontieren.
Gegen einen möglichst kontrollierbaren Jagdtrieb kann man ab Einzug viel machen. Man kann den Hund auf eine Pfeife konditionieren, Anzeigeverhalten fördern, Impulskontrolle üben, am Gehorsam arbeiten und konsequent sein und Erfolge verhindern in dem man immer aufmerksam bleibt und nicht nachlässig wird.
Lieber mit allem rechnen, als später überrascht werden.