Beiträge von AnjaNeleTeam

    Mein Hund war mit 11 Wochen schon mit in der Arbeit und ab 12 Wochen ganz normal bei der 40-Stunden-Woche dabei. Fand ich relativ problemlos. Mein Vorteil war aber auch, dass der Garten direkt vor der Tür war und so die Stubenreinheitserziehung einfach während der Arbeit mit passiert ist.
    Ideal ist da, wenn man in der Nähe sitzt und eine ruhige Arbeit ausführt. Da kann der Welpe perfekt ausruhen und schlafen und ab und zu geht man mit ihm raus, füttert, spielt ein bisschen und fertig.
    Zu großen Kopf würde ich mir nicht machen, dass er in der Pubertät sich komplett ändert, war bei uns zumindest nicht der Fall.

    Ein Plan B ist aber trotzdem sinnvoll. Ich persönlich finde da Sitter besser als Hutas. Hutas sind einfach ziemlich stressig für die Hunde.
    Für später ist es sicher auch gut möglich, dass du in der Mittagspause gehst. Zumindest wenn euer Hund ruhig und entspannt alleine bleibt.

    Und da ich auch einen Retriever habe und sie mir deswegen sehr am Herzen liegen, von mir auch nochmal die Bitte: such bitte nur bei einem Züchter der dem GRC oder DRC angehört nach einem Welpen.

    EDIT: dann ÖRC :)

    Janosch ist der König des Vollkackens :roll: Was ich mit dem schon durch habe, vor allem als er noch mehr Durchfall hatte :fear:
    Bei ihm hilft in ganz schlimmen Fällen nur Popowäsche unter der Dusche, ansonsten halte ich den Bereich und großzügig drum herum kurz. Leichtere "Verschmutzungen" mache ich mit feuchtem Toilettenpapier weg.
    Achja und an der Leine verhindere ich, dass er bergauf oder an einen Baum o.Ä. seinen Haufen macht. :headbash:

    Ich bin ganz froh, dass ich Bilder von Janoschs vorherigem Leben erst ein Jahr nach seinem Einzug bekommen habe. So hat Mitleid mich nicht anders handeln lassen. Der Krawallpups hat nämlich kein bisschen davon gezeigt wie dankbar gerettete Hunde sein sollen. Vielleicht hat mich seine rauhe Art und die vielen Anfangsprobleme mit ihm mich das auch besser vergessen lassen, als wenn er sich sehr ängstlich und schüchtern gezeigt hätte.

    Krass ist, wie lange er gebraucht hat sich mir gegenüber zu "öffnen". Wenn dann so ein Moment ist, in dem ich spüre, dass er jetzt mal seinen weichen Kern zeigt, dann kommen mir da manchmal die Tränen, weil das echt tief geht. Sonst ist da oft dieser Schutzwall um ihn herum. Obwohl man inzwischen (nach knapp 6 Jahren bei mir) immer öfter seine nette Seite zu sehen bekommt.

    Über seine Vergangenheit denke ich ansonsten nicht wirklich nach. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen wie er das ausgehalten hat, an der (eingewachsenen) Kette, über und über mit Dreck. Hat sich mit einem anderen Hund die Essensreste geteilt und die Fliegen haben ihm das Leben zusätzlich zur Hölle gemacht. Darüber nachzudenken bringt einfach nicht viel und er tut es gottseidank auch nicht =)

    Hier haben so viele Leute so gute Sachen geschrieben, aber ein paar Punkte sind mir aufgefallen die bei dir anscheinend immer noch nicht klar sind wie du sie lösen kannst.

    Bevor das Baby da ist, richte für deinen Hund eine ruhige Ecke ein. Mit Box am besten oder einem Laufstall. Richtig gemütlich und mit Wasser. (Spielen mit dem Wassernapf kann man abbrechen in dem man den Welpen konsequent jedes Mal weg nimmt wenn er damit anfängt. Wenn der Napf nie länger steht, kann Welpi das nicht lernen)
    Die Ecke sollte so gestaltet sein, dass du deinen Hund dort fixieren kannst um Sicherheit zu haben und dich, wenn das Baby da ist, auch schnell um andere Sachen kümmern kannst. In dieser Ecke kann immer was schönes, aber ruhiges passieren. Z.B. gibts da Kaustangen oder Futter.
    Der Hund sollte dort auch nie gestört werden wenn das Kind irgendwann mal krabbeln kann. Auch Besuch würde ich dort nicht hin lassen. Entweder er ist draußen oder bekommt dort seine Ruhe. Die Ecke kannst du auch zum Alleinebleiben nutzen, wenn du sie positiv aufbaust.


    Wenn dein Partner nach Hause kommt, würde ich erstmal den Welpen nicht groß beachten. Wenn ihr euch hinsetzen wollt, dann könnt ihr Welpi in die Ecke bringen, euch kurz und ruhig mit ihm beschäftigen, was zum Knabbern geben und dann darauf bestehen, dass er da bleibt.
    Struktur und Rituale sind wichtig für den Welpen, weil er dadurch sicherheit bekommt. Deswegen hilft es wenn ihr bestimmte Abläufe immer gleich macht. Wenn das Grundgerüst dann mal stimmt, kann man natürlich auch mal was abwandeln.

    Einen Tierschutzhund aus dem Ausland zu holen bringt viele Ersthundehalter erstmal an ihre Grenzen. Selbst Hundehalter die vorher eher unkomplizierte Hunde hatten.
    Man muss sich darauf einstellen, dass Auslandshunde je nachdem wie sie aufgewachsen sind und auch wenn sie noch jünger sind, ihr Päckchen zu tragen haben. Wie sehr das später Probleme macht ist eben von den bisherigen Erfahrungen abhängig und vom jeweiligen Hund.

    Wir haben in unserer Familie leider ziemlich schlechte Erfahrungen mit Auslandshunden gemacht. Ich selber habe einen Hund aus Ungarn, meine Mutter zwei Hunde aus Griechenland und alle sind nur eingeschränkt alltagstauglich. Falls dich da näheres interessiert, kann ich gern noch ein bisschen erzählen.
    Fakt ist, dass viele Hundetrainer sehr gut an den Leuten mit Auslandshund verdienen.

    Falls der Hund sich ängstlich zeigt, würde ich auf jeden Fall das Schonprogramm fahren. Nicht zu viel um den Hund nicht zu überfordern und auf jeden Fall mit Sicherheitsgeschirr und Halsband sichern. Mir ist meiner am dritten Tag abgehauen, das war ziemlich doof. Er hat es übrigens auch geschafft sich aus Sicherheitsgeschirren zu winden, also wirklich zusätzlich mit einem Zugstopphalsband sichern.

    Wenn der Hund nicht ängstlich ist, würde ich ihn schrittweise, von Anfang an, mit neuen Reizen bzw. dem normalen Alltag konfrontieren.

    Gegen einen möglichst kontrollierbaren Jagdtrieb kann man ab Einzug viel machen. Man kann den Hund auf eine Pfeife konditionieren, Anzeigeverhalten fördern, Impulskontrolle üben, am Gehorsam arbeiten und konsequent sein und Erfolge verhindern in dem man immer aufmerksam bleibt und nicht nachlässig wird.
    Lieber mit allem rechnen, als später überrascht werden.

    mal an die, die einen Gentest bei Laboklin (oder anderen Laboren) haben machen lassen: sollte ich vorher bei meinem Tierarzt nachfragen, ob die das machen? Also Blut abnehmen und weg schicken. Oder ist das eine 'normale' Dienstleistung, die Tierärzte halt so anbieten?
    (Ja, wahrscheinlich eine etwas blöde Frage, aber unser Tierarzt ist echt gut ausgestattet und kann die 'normalen' Laboruntersuchungen selbst in seinem praxiseigenen Labor machen.. Selbst ACTH-Stimulationstest war in 2 Stunden im eigenen Labor durchgeführt.)

    das kann man mit entsprechenden Formularen alles selber wegschicken. Der TA muss nur das Blut richtig entnehmen, also die richtige Menge und dann kann mans selber verschicken.

    Ich sag doch ähnliche Vorfahren, mehr nicht. Der Flat ist kein Mix aus Labrador und Setter, weil es die Hunde damals in der Form gar nicht gab.
    Unterm VDH gibt es sicherlich schwarze Schafe, das bestreitet niemand, deswegen sollte man sich den Züchter trotzdem genauer anschauen.
    Und nur weil Richter einen bestimmten Hundetyp sehen wollen, gibt es genug Züchter die nicht danach gehen, auch im DRC. Man findet dort für jede Retriever-Rasse verschiedene Hundetypen. Die "massigen" genauso wie die sportlichen.

    Was mich am IRJGV schon mal stört, dass man die Zuchtordnung nicht einsehen kann, bzw. ich auch nix zur Satzung finde. Falls du weißt wo man das findet, wäre ich dir dankbar für einen Link @Norma