Dadurch, dass Labradore absolute Modehunde sind, sollte man besonders auf einen vertrauenswürdigen und verantwortungsvollen Züchter achten. Beim DRC werden Gesundheitsergebnisse offen in eine Datenbank eingetragen und auch per Gutachter festgestellt. Nicht per Tierarzt um die Ecke.
Es ist nicht ganz einfach zeitnah einen Welpen zu finden, der aus der Nähe ist, aber unmöglich ist es nicht. Am besten schaust du mal bei den oben genannten Seiten nach Züchtern in deiner Nähe und schreibst sie an ob sie einen Wurf planen und ob du mal zum Kennen lernen kommen darfst, auch wenn aktuell keine Welpen da sind.
Tipp von mir: frag nicht als erstes nach dem Preis (der bewegt sich meist zwischen 1.400 und 1.800) und lass dich von jagdlichen Prüfungen nicht abschrecken.
Gedanken solltest du dir auch gemacht haben wie du den Hund beschäftigen möchtest.
Eigentlich ist es alles gar nicht so kompliziert, aber am Anfang kann es schon so wirken.
An sich gibt es 3 Bereiche. Die große Suche, in der man selbst nicht genau weiß wo etwas ist und der Hund vorab auch nichts gesehen hat, dann die Markierungen, fliegende Dummies die der Hund zügig arbeiten darf und die er gesehen hat und Blinds bzw. Memories, bei denen man selbst genau weiß wo das Dummy ist, aber der Hund nicht (mehr). Um den Hund zu den Blinds oder Memories zu bekommen, muss man ihn einweisen können, sonst macht er einfach eine große Suche. Das Einweisen ist quasi die Königsdisziplin. Hierfür ist es wichtig, dass der Hund die Richtungsanweisung der eigenen Hand annimmt, einer geraden Linie über eine möglichst weite Distanz folgt und Stoppfiff, Links, Rechts und Back, sowie den Suchenpfiff befolgt.
Beim Einweisen ist eben ein guter Aufbau wichtig, sonst kommt man je nach Hund, nicht weit.
Es gibt hier noch irgendwo einen Thread "übungen fürs Dummytraining" oder so ähnlich, da sind einige Aufgaben beschrieben, die man mal nachmachen kann.
Zwergpinscher-Größe finde ich persönlich bei dem Größenunterschied nicht passend. Leo (68cm, 38kg schwer) hatte mal ne Mini-Auseinandersetzung mit einem Zwergpinscher. Der wollte ihn von einer interessanten Stelle vertreiben, hat etwas nach Leo geschnappt, der hat sich erschrocken und zurück geschnappt. Der komplette Zwergpinscher war vollgesabbert, weil Leo bei dem kleinen Schnapper den halben Hund im Maul hatte und er ist wirklich super vorsichtig. Hat durch seinen Terrier-Kumpel (40cm, 9kg) auch Respekt vor kleinen Hunden, aber das ging eben schnell und war "im Affekt". Passiert ist nix, aber auf Dauer wär mir das zu gefährlich, bzw. sehe ich es als nicht ideale Kombi an. Terrier-Größe und Robustheit halte ich eher für machbar.
Vielleicht weiß ja auch Workingcurly wen guten Richtung Göttingen?
Ich hatte am Wochenende wieder ein Dummyseminar mit Thano Keller aus Ö. Dieses mal war es der Abschluss der 3er Serie und ein Trainings-Workingtest mit offenem Richten. Das war super spannend! Thano hat als Richter wirklich viel Erfahrung welche Aufgaben man so stellen kann und jeder durfte im Anschluss sagen was er gesehen hat und wofür man Punkte abziehen würde, oder was auch besonders gut war. Leo und ich hatten leider echt kein Glück. In der ersten Aufgabe musste Leo eine Rückegasse entlang zu einem beschossenem Blind. Auf halbem Weg wurde eine Markierung über die Gasse in den Wald geworfen. Für Leo war das zu eng, er musste ca. 5m am Dummy vorbei und ich war zu langsam mit dem Handling. "Never lose your dog in the forest" und beim Weg zum Blind hat er sich die Kralle eingerissen. Bei einem ähnlich nahen Dummy hatten wir bei der nächsten Aufgabe wieder Probleme. So nah hab ich das auch nie geübt, weil ich möchte, dass mein Hund das Dummy holt wenn er es in der Nase hat. Aber anscheinend wird das in der O immer beliebter. Der hintere Vogel könnte ja noch leben... Am Start von Tag 2 wäre ich dann fast verzweifelt und hab echt alles in Frage gestellt. Eine Markierung ist in schweren Bewuchs gefallen und Leo hat die fiesen Ranken halt einfach gemieden. Somit hat er das Gebiet nicht gründlich genug abgesucht und nicht gefunden. Ja der Bewuchs war nicht leicht, aber machbar und hat mir seine größte Schwäche überdeutlich vor Augen geführt. Am Ende des Tages war ich aber von "ich bespaß den Hund jetzt nur noch" zu "ich versuchs nochmal das zu trainieren" gekommen. Brennesseln, Brombeeren und Co habe ich nie sonderlich trainiert, weil ich Leos Arbeitsfreude nicht mindern wollte, aber vielleicht ist jetzt doch der Zeitpunkt gekommen ihm zu vermitteln, dass er muss und nicht nur wenn es bequem ist. Auch jagdlich ist das ja durchaus wichtig. Wir hatten später nochmal eine Situation die das so deutlich gemacht hat. Eine Markierung in Gras mit Brombeeren und er hat nur oberflächlich gesucht. Sich dann nicht näher einweisen lassen und kam nicht zum Erfolg. Als ich vor ihm stand und Druck gemacht habe, ist er zielgenau in den Bewuchs und hat das Dummy rausgeholt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es schaffe ihn geländehärter zu machen mit Training, aber ich werde es versuchen und dabei schauen, dass er auch Spaß und Erfolg hat.
Ziele für 2022: Lining und Geländehärte verbessern und nen O-WT laufen und möglichst bestehen
Das blöde ist jetzt halt, dass dein Hund nach mehreren starts die Abläufe kennt. Das macht es nicht besser. Ich würde dir empfehlen Ruhe reinzubringen und auf jeden Fall nicht die Aufgaben der dummy a üben und auch dieses Jahr keine mehr zu machen.
Trainerempfehlung hab ich für da oben leider nicht so richtig. Aber den perfekten Trainer für euch findest du nur durch ausprobieren. Jeder Trainer hat sein gutes, aber ob er euch dauerhaft weiterhelfen kann ist ein anderes Thema.
Ich würde empfehlen nochmal einen Versuch im Büro zu starten. Wenn möglich sammle ein paar Überstunden und geh 1-2 Wochen immer etwas früher, damit in der Gewöhnungszeit nicht gleich der ganze Tag absolviert werden muss. Besorg ihm eine Box die verschließbar und groß genug ist. Nimm was zum Beschäftigen mit. Einen Kong, Kauknochen, o.Ä.
HuTa ist viel Reiz, wenig Ruhe und wenig sinnvolle Beschäftigung. Das macht das ganze meist zu einer schwierigen Geschichte.
Gleichzeitig solltest du dir eine ernsthafte Aufgabe mit ihm suchen. Etwas was ihn fordert. Nicht so Kinderkram wie Leckerlis suchen. Stell dir vor du hättest als 12 Jähriger noch mit Bauklötzen spielen sollen. Das lastet dich dann so viel aus wie Kaugummi kauen.
Möglichkeiten gibt es da viele. Zughundesport, Mantrailing, Dummysport, usw.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Angstfach war die Schweißarbeit. Da bin ich mir immer am unsichersten und es wär einfach so blöd gewesen, wenn wir gleich nach dem ersten Fach hätten heimfahren müssen. Und dann war das vom Schwierigkeitsgrad des Geländes her echt anspruchsvoll. Am Anfang gleich 2x über einen Bach drüber, von da dann einen Steilhang hoch, den ich nur auf allen Vieren bewältigen konnte. Leider kassierten wir einen Abruf, weil Leo mich kurz vor knapp sehr sicher in eine Dickung zog und dann brachte ihn noch eine ihm bekannte Person aus dem Konzept. Ich war sehr froh als wir am Stück waren.
Hinter ihm ist der Anschuss und man kann den Bach sowie den Hang erkennen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Dann folgte etwas Chaos, weil unsere lebenden Enten getauscht werden mussten, das brachte den Ablauf sehr durcheinander, was für die eigenen Nerven nicht zuträglich war. Als wir sie dann endlich arbeiten konnten war es fast dunkel. Die Richter irgendwie sehr durch den Wind und wenig hilfreich. Leo war erstmal falsch und hat die Ente nicht gefunden, ich konnte ihn dann etwas näher lotsen und endlich fand er sie. Drückte sie schön aus dem Bewuchs ins offene Wasser und trieb sie mir den Fluß (Nebenarm) aufwärts bilderbuchmäßig zu, so dass ich sie sicher schießen konnte - meine erste Ente! Bisher hatte ich nur Gänse erlegt. Ohne zögern hat er sie mir einwandfrei apportiert Ich war so happy, dass wir das geschafft hatten und fix und alle im Anschluss
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Bei den Fächern am Sonntag (vor allem Einweisen) hatte ich wenig Bedenken, nur beim Einweisen im Senffeld bei dem Leo mal testen sollte ob das nicht doch etwas hoch ist, wurde mir kurz mulmig Wir hatten ein wenig rumgescherzt und gemeint, ob wir unsere Hunde nicht tragen könnten, dann würden wir sie wenigstens sehen
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Leo hat die ganzen Einweisefächer aber wirklich souverän gemacht. Stöbern, Buschieren und Suche waren die Fächer in denen wir die meisten Abzüge bekamen, aber das war ok. Für einen Hund der wenig und erst spät bejagt wurde, ist das glaub ich verständlich, dass er da einfach nicht so richtig weiß um was es geht.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Das war unser Suchengebiet für die Freiverlorensuche am Sonntag Mittag. Sieht nett aus, oder? Ich kam hin und dachte mir, dass das ja wirklich ein nettes Suchengebiet ist, bis ich erfahren habe, dass das einfach nieder gemähte Brombeeren sind und das dementsprechend pieksig war. Alle Hunde waren ziemlich durch und nur ein Hund hat in 10 Min alle 3 Stücke gefunden. Leo hat 2 gebracht, aber im Zeitlupentempo.
Vor allem vom Gelände her fand ich sie sehr anspruchsvoll. 4 von 6 Teams konnten bestehen. Ich bin einfach happy, dass wir die Prüfung meistern konnten! Ich hätte das Anfang des Jahres nicht für möglich gehalten Ich rechne es Leo unglaublich hoch an, dass der das alles so brav mitmacht und dazu lernt obwohl er jetzt dann 7 Jahre wird
Was ich allerdings nicht bestätigen kann, ist, dass diese Hunde wenig an der Zusammenarbeit mit dem Menschen interessiert sind. Eigentlich ganz und gar nicht. Allerdings geht hier, so wie ich es wahrgenommen habe, sehr schnell die Motivation verloren, wenn diese Hunde nicht rassegerecht beschäftigt und eben diese Erfolge mit ihren Menschen haben.
War vielleicht auch falsch ausgedrückt. Wenn der Mensch zum Jagderfolg hilft und Gehorsamsgeschichten kein Thema (mehr) sind, dann arbeitet auch ein DD gern mit seinem Menschen. Aber die Grundbereitschaft seh ich jetzt doch weniger ausgeprägt als bei einem Labrador zum Beispiel.