Beiträge von AnjaNeleTeam

    Windhunde sind ja vor allem Sichtjäger und Hetzer. DK werden für vielfältigere Arbeiten in der Jagd eingesetzt. Da gehört u.a. stöbern dazu, Fährte und die Arbeit nach dem Schuss. D.h. sie gehen halt nicht nur auf Sicht, sondern auch stark auf Spur.
    Das Ding ist ja, dass ein gut veranlagter und ausgebildeter DK gehorsam am Wild sein muss. Einfach so lospreschen und mal was killen ist nicht. Ich würde sogar sagen, dass es bei so einem Hund leichter ist den Jagdtrieb unter Kontrolle zu bringen, weil er sonst für die Jagd nicht besonders brauchbar ist. Auch schreiend in der Leine hängend ist ein No Go.
    Da sind manche Mixe schwerer zu händeln.

    Aber das braucht eben die entsprechende Ausbildung, die meiner Meinung nach von Ersthundebesitzern nicht zu leisten ist. Einen DK mit dem festen Vorsatz zu holen nicht jagen zu gehen, finde ich ein Unding. Wer einmal erlebt hat, wie ein Hund das macht wofür er gezüchtet wurde, der versteht warum es nicht toll ist ihm das ein Leben lang vorzuenthalten.

    Ich hab ja "nur" einen Retriever, aber als der das erste Mal eine Ente getragen und apportiert hat, da wusste ich sofort, das ist seins! Ich musste ihm das nicht beibringen wie beim Dummy und musste ihn nicht dafür begeistern. Was zu tun war steckt in seinen Genen. Wenn ich jetzt sehe wie er wie selbstverständlich 500m Schleppe geht und mir dann ohne Kommando das Stück bringt, das ist einfach ein unglaubliches Erlebnis als Hundeführer. Genauso wie es toll ist einen Border Collie an den Schafen zu sehen oder einen Herdenschutzhund an der Herde.
    Jetzt gibt es Hunde die das mehr brauchen und welche die das weniger brauchen. Leo braucht das eher weniger, im Vergleich zu einem durchschnittlichen DK, aber bringt trotz allem so viel Veranlagung und Begeisterung mit, dass ich davon völlig hin und weg bin und nun wiegesagt meinen Jagdschein mache (das ist nicht der alleinige Grund).


    Beim Hound weiß ich nicht genau, ob die durch die Schlittenhundkreuzung mehr oder weniger Jagdtrieb haben oder ob der besser oder schlechter zu händeln ist. Wie bei einem Jagdhund würde ich mal eher nicht davon ausgehen, dass sie ohne Probleme freilaufen können. Optisch würden sie aber passen und wenn die Auslastung gegeben ist, wird der/die TS evtl. glücklich mit so einem Hund und umgekehrt.
    Ich weiß leider auch nicht wie seriös die Züchter sind. Es ist ja keine anerkannte Rasse.
    Es hatte hier im Forum jemand einen Hound, vielleicht kann @Shalea etwas dazu sagen?

    Ich wohn 20Min von PAF entfernt. Ich habe zwar keine deiner favorisierten Rassen, aber könnte dir etwas zu (Curly Coated) Retrievern und anderen Jagdhunden erzählen :D
    Da ich gerade meinen Jagdschein mache, komme ich mit einigen Jagdhunden in Kontakt. Leo wär auch happy mit deinem Programm und du könntest mal Locken knuddeln ;)

    Wir haben auch einen Nervösling, der nicht gerne alleine bleibt und nutzen einen abgegrenzten Ruhebereich (sehr großer "Welpenauslauf"), strategisch absolut "unnütz" für den wachenden Hund; kein Fenster zum rausglotzen, keine Tür zum bewachen, einfach nur schön gemütlich mit Wasser, Bettchen und offener Box.

    Damit fahren wir gut.

    Ich finds halt immer schwierig bei zwei Hunden. Ich möchte Janosch nicht einschränken, weil er ja brav alleine bleibt und ich ihm eine freie Wahl seiner Ruheplätze ermöglichen möchte. Und Leo fände das richtig doof, wenn Janosch sich frei bewegen darf, aber er nicht.


    Seit Threadstart mussten sie mal wieder eine Stunde alleine bleiben und beide waren absolut ruhig. Leo hat nicht gefiepst. Er hat sich relativ schnell hingelegt und gepennt. Ist zwar zwischendrin aufgestanden und ans Fenster zum Schauen gegangen, aber völlig entspannt.
    Vielleicht war es wirklich nur eine doofe Kombination mit Leuten auf dem Hausflur oder so. Ich werd mal weiter filmen und nächsten Dienstag schauen, ob vielleicht mehr Auslastung auf der Runde davor hilft. Bin mir aber nicht sicher, ob ihn das nicht zu arg aufdreht.

    Noch ein Zusatz: gerade wenn du überlegst deinen Hund therapeutisch einzusetzen, würde ich ernsthafter über einen Retriever nachdenken. Du hast da Hunde die an sich gern mit Menschen umgehen und auch mit fremden Menschen kein Problem haben. Bei Schäferhunden ist das nicht unbedingt der Fall.
    Dazu kommt, dass der Hund für sowas unbedingt nervenstark sein sollte. Beim Schäferhund sind nervenstarke Hunde vor allem in den Leistungslinien zu finden, die du für dich ausgeschlossen hast. Die Show-Schäferhunde, die keine Arbeitsprüfung laufen, können auch mal zur Nervenschwäche tendieren, die sich dann in Ängstlichkeit oder evtl. sogar in Angst-aggressivem Verhalten zeigt.
    Beim Labrador gibt es natürlich auch nervenschwache Hunde, da würde ich bei der Züchterauswahl ein Auge darauf haben, aber meiner Erfahrung nach doch wenig unter den jagdlichen oder Arbeits-Linien.

    Ich hatte früher eine Groenendael-Mix Hündin. Die war genial! Hat mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen und war wirklich mein Seelenhund. Aber sie war auch ängstlich und super sensibel, das hat es oft schwer gemacht. Gerne hätte ich wieder einen Belgier gehabt, habe mich auch intensiv über Malinois informiert, aber da ich im sozialen Bereich arbeite und den Hund mitnehmen wollte, habe ich das dann schnell verworfen. Vielleicht wäre es gut gegangen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es in die Hose geht war größer.
    Nach bzw. mit dem Terrier der hier lebt, wollte ich dann was einfacheres, so zog ein Curly Coated Retriever bei mir ein. Er erfüllt echt alle meine Wünsche: eine gewisse Eigenständigkeit, trotzdem Will-to-please, artgenossenfreundlich, nervenstark (schussfest), freundlich Menschen gegenüber, aktiv.
    Er ist ein kleines Depperl :D aber der Alltag ist so easy mit ihm! Und genau das ist doch das was man am meisten mit einem Hund hat, Alltag. Keinen Hundesport oder Arbeitseinsatz. Ich denke hier wird in nächster Zeit immer wieder ein Retriever einziehen, weil es so schön ist, keine Baustellen von Anfang an zu haben gegen die man arbeiten muss und trotzdem ist es nicht langweilig, sondern einfach weniger Gestresse.
    Natürlich kann ein Retriever auch Baustellen haben, aber sie äußern sich meiner Meinung nach doch meist anders und leichter zu händeln als beim Schäferhund.

    Ich würde den so beim AL Labbi einsortieren.

    da muss ich mal kurz was einwenden. Flats sind nicht wie AL labbis. Da fehlt es ihnen deutlich an Ernsthaftigkeit bei der Arbeit und Zielstrebigkeit. Sie sind eher lustige aktive Clowns und da die Rasse nicht in bestimmte Linien aufgeteilt ist, entsprechen sie eher einem dual-purpose labbi oder Golden.


    Für die ts könnte ich mir schon einen Labrador aus arbeitslinie vorstellen. Die sind ähnlich aktiv und lernwillig wie malinois, aber ohne deren aggressionspotential. Kurzhaarig, intelligent über 50cm passt auch.
    Züchter geben auch Al Hunde an Anfänger ab. Glücklicher als bei agility wird er allerdings beim dummytraining, was auch eine tolle anspruchsvolle Sportart ist.

    Also es ist schon so, dass er ziemlich an mir klebt und das auch ein stückweit darf. Aber nur in einem gewissen Maße. So möchte ich nicht, dass er ins Bad hinterher geht oder ständig an meinen Füßen liegt, im Bett darf er aber liegen. Dadurch, dass die Wohnung nicht sehr groß ist und recht offen, bekommt er eh immer mit wo ich bin und was ich mache. Dafür muss er mir nicht hinterher gehen :lol: In der Arbeit ist er stundenweise im Büro alleine, auch ohne Janosch.

    Aus Bequemlichkeitsgründen hab ich das nie arg eingeschränkt. Ich arbeite Vollzeit, am Wochenende sind wir meist unterwegs, da bin ich froh, wenn wir zuhause einfach Ruhe haben. Aber wenn ich will, dass er auch ohne mich ruhig ist, dann muss ich das wohl mal intensiver angehen.

    Ihn im Schlafzimmer zu lassen wenn ich da bin, hab ich bisher nicht gemacht, weil der Hauptaufenthalt außerhalb des Schlafzimmers ist. Könnte ich mal versuchen. Sollte ich Janosch dann auch dazu tun oder nicht?