Beiträge von AnjaNeleTeam

    In jedem Bundesland ist das wohl unterschiedlich geregelt. In Bayern ist es so, dass Alle Gesellschaftsjagden mit mehr als 4 Treibern Treibjagden sind. Bei den Treibjagden darf Rehwild nicht geschossen werden.

    So, meine erste Drückjagd ist schon wieder rum. Ja war eine Drück- und keine Treibjagd :D
    Mir wurde es als Sautreibjagd angekündigt und als dann ca. 40 Jäger rumstanden und ich erfuhr, dass auch Rehwild freigegeben ist, hab ich das schlimmste befürchtet. Aber es waren tatsächlich nur 4 Treiber mit Hunden unterwegs, also alles wie es sein soll!

    Anblick hatten wir leider keinen. Nur ein Hase und zwei Waldschnepfen, aber ich fand es trotzdem spannend. Vor allem interessant fand ich wie die Hunde und ihre Führer sich verhalten haben, ein paar Mal kamen sie auch bei uns vorbei.

    Insgesamt war alles sehr gut und professionell gemacht. Ordentliche Ansprache mit den Regeln, gute Markierungen und die Wege waren auch unmissverständlich gesperrt (weil das in einem anderen Thread letztens Thema war).

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    EDIT: es ging auch nur 2h und das Ganze findet 1x im Jahr statt. Finde ich doch sehr vertretbar.

    Da ich gleich wieder fahren musste, weiß ich leider nicht wie die Strecke genau ist. Wahrscheinlich um die 20 Tiere.

    In Frankreich war keine Schleppjagd @Schnappschildkroete, so entnehme ich das diversen Medienberichten, aber vielleicht liege ich auch völlig falsch :ka:

    Auch ich habe nichts von Schleppjagd gelesen. Wie oben geschrieben: Hirschjagd, so meine Info.

    Wegen der Afrikanischen Schweinepest: tja, auch da gehen die Meinungen (auch wissenschaftlich begründet!) sehr weit auseinander. Eine Richtung sagt: Wildscheine haben mit der Ausbreitung nur sehr eingeschränkt zu tun. Hauptausbreiter ist der Mensch.

    Wenn du links zu den wissenschaftlichen Abhandlungen hast, würde ich mich freuen. Ich bekomme ja aktuell nur eine Seite mit, die deswegen nicht unwissenschaftlich ist, da bilde ich mich gern weiter.

    Das der Mensch die schweinepest mit ausbreitet ist klar. Ohne den Menschen gäbe es sie hier gar nicht. Trotzdem betrifft es ja die schweine und wenn die reduziert werden, kann sich die ASP nicht so schnell ausbreiten.

    ich war vor einer Woche bei einem Seminar in dem es um hundeverhalten ging. Wir wurden bei ein paar Videos darum gebeten einzuschätzen welche Motivation der Hund gerade hat.

    Am meisten im Gedächtnis blieb mir ein Rottweiler der auf Kinder vermeintlich aggressiv reagiert hat. Man sah einen hund mit mk und gesichert mit der Leine, der beim Anblick des Kindes der Familie auf einmal 100% gespannt war. Kein bellen, absolute Ruhe, aber quasi bereit zum Sprung. Es ist nichts weiter passiert, aber ich fand es mega gruselig. Der hund war nicht aggressiv, er war im jagdmodus, weil er Kinder als seine Beute gesehen hat.

    Er kam mit seiner Familie von Russland nach Deutschland. Die haben mit ihm "lustige" Spiele gemacht, als er noch jung war. Immer die Kinder hochgerissen und er ist an den hochgesprungen. Als er älter wurde, wurde er abgegeben in die neue Familie. Furchtbar wenn ein hund so fehlgeprägt wurde und wirklich gefährlich.

    von mir aus können wir die Diskussion gern in einen jagd-thread verlagern. Bekomme hier aber leider gerade keinen Spoiler hin.

    Wenn du immer im gleichen Gebiet unterwegs ist, würde ich den Revierpächter mal freundlich darauf ansprechen.

    Das ist hier in allen Stadtteilen gleich. Den Jagdpächter anzusprechen, wird nichts bringen, weil, sie dürfen das eben so machen.

    Hier in Bayern müssen solche Jagden gemeldet werden und die Wege und Straßen müssen gesichert werden. Bei den Straßen mit entsprechenden Verkehrsschildern. Die Wege mit absperrband und Hinweisschildern. Das machen nicht alle, aber wenn was passiert, kann der jagdleiter haftbar gemacht werden.

    Die hier anwesenden Jäger: was sind aus Eurer Sicht die Gründe FÜR diese Art von Jagd?

    Mit der derzeitigen Lage, dass die ASP immer näher kommt und das Schwarzwild zunimmt, gibt es keine anderen Möglichkeiten eine nennenswerte Anzahl zu erlegen. Schwarzwild ist sehr schlau und kaum vom Hochsitz aus zu reduzieren. 1-2x im Jahr so eine Jagd kann dann sehr effektiv sein und beunruhigt das wild unter Umständen weniger als konstanter jagddruck.

    Ich finde den Vorfall auch schrecklich, wollte aber mal erwähnen, dass nirgendwo steht, dass die Jagd dort mit 90 Hunden statt fand.

    Da steht nur, dass von 90 Hunden Proben genommen wurden, auch von den Hunden der Besitzerin. Von welchen Hunden noch Proben genommen wurden steht da nicht.

    Könnten ja auch Hunde aus umliegenden Dörfern o.Ä. sein.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es zum Streit zwischen den Hunden der Frau und den Jagdhunden kam und sie dazwischen gehen wollte. Wirklich schlimm die Vorstellung, aber Jagdhunde, auch in der Meute, gehen normalerweise nicht auf Menschen los und im Normalfall auch nicht auf andere Hunde. Sonst wären sie ziemlich unbrauchbar bei einer Jagd wo auch Treiber und viele andere, teils unbekannte Hunde dabei sind.

    Ich kann leider nichts hilfreiches zu der Krankheitsgeschichte beitragen, finde es aber toll, dass es hier wirklich konkrete Vorschläge gibt an Möglichkeiten! Echt super @pinkelpinscher und Murmelchen

    Liebe TS es hört sich wirklich schlimm an was dein Hund da mitmachen muss. Ich kann verstehen, dass du alles versuchst deinem Hund zu helfen, aber du solltest auch wirklich objektiv betrachten wie es deinem Hund geht. Das können wir hier nicht, dass musst du machen.

    Du schreibst von vielen Einschränkungen, aber sagst dann, dass dein Hund aktuell keine Schmerzen hat. Ich persönlich glaube, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Hunde sind Künstler darin ihre Schmerzen zu verstecken. Das dein Hund nur noch zum Lösen raus möchte ist ein klares Zeichen.

    Versuch wirklich mal möglichst nüchtern zu sehen wie es ihm geht und wie die weiteren Aussichten sind.

    Als es um das Einschläfern meiner Hündin ging, war ich auch lange unsicher ob das jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Mir hat es geholfen zu wissen, dass es nicht mehr besser geworden wäre. Vielleicht hätte sie noch länger leben können, aber irgendwann in naher Zukunft wäre der nächste Schub gekommen und sie hätte sich wieder gequält. Zumindest das konnte ich ihr ersparen.

    Ich hol dann auch etwas weiter aus :D

    Ich habe Janosch (Terriermix aus Ungarn) seit er zwei Jahre alt ist. Die ersten zwei Jahre habe ich an seinem Leinenpöbeln, das teilweise echt heftig ausfiel, auch mit rückgerichteter Aggression oder Übersprungshandlung, mit Hilfe von Trainern bearbeitet. Der Erfolg ging so ziemlich gegen 0. Es waren schon hilfreiche Sachen dabei, aber egal ob mit Schreckreiz oder mit schönclickern, da hat nichts wirklich geholfen. Ich habe also die nächsten 6 Jahre mit dem Thema abgeschlossen. Er ist ein kleiner Hund wie deiner und mei dann kläfft er halt. Mit Ausweichen oder bei Engstellen ihn hochnehmen kam ich klar.

    Zwischendrin bin ich mit ihm umgezogen und habe gemerkt, dass er im ländlichen Umfeld sehr viel ruhiger und weniger gestresst ist als in der Stadt. Dieser Stress in der Stadt hatte sich auch schon körperlich ausgewirkt. So richtig aufgefallen ist mir das erst, als wir eben woanders wohnten. Leo zog dann bald ein und wenn Janosch pöbelte, musste der brav sein. Ein großer pöbelnder Hund an der Leine zusätzlich zum Kleinen ist meine Horrorvorstellung, da hätte ich alles gemacht um das zu verhindern.

    So ging das eigentlich alles ganz gut. Ich hatte viel Verständnis für Janosch, hab ihn gelobt wenn er mal nicht so heftig war und ansonsten sein Verhalten eher ignoriert.

    Tja und dann besuchte ich ein Seminar von einem ziemlichen Hardliner (der aber sehr viel drauf hat was die Lerntheorie angeht). Es ging nicht mal um die allgemeine Hundeerziehung, aber ich habe mich anstecken lassen und als wir in einer Pause die Hunde aus den Autos lassen konnten und zum Lösen gingen, reagierte ich einmal ziemlich heftig. Janosch war aufgeregt, eh klar, viele andere Hunde und er wollte sich in seiner üblichen Manier hochpushen, er hatte noch nicht gekläfft und da kam von mir schon die Maßregelung. Den Rest des Spaziergangs tat er mir Leid, was ich mir nicht anmerken ließ, aber er war mega brav, egal ob bei Hundebegegnungen oder was das Leine ziehen an ging. Er bekam dafür von mir dann auch sein Lob.
    Zuhause angekommen habe ich das Ganze nochmal reflektiert und überlegt wie ich weiter vorgehen möchte. Für mich war klar, dass ich Janosch nicht ewig so heftig maßregeln will, aber das ich meinen Anspruch verändert habe.

    Ab da habe ich von ihm erwartet, dass er jetzt ruhig ist bei Begegnungen und das auch durchgesetzt. Da gabs kein "der andere hat dich zuerst angebellt, da ist das ja verständlich" mehr oder "das war jetzt auch viel zu nah". Ich wollte einfach nicht mehr, dass er pöbelt. Das Leine ziehen lasse ich auch nicht mehr zu, egal in welcher Situation.

    Ich habe eh die Feststellung gemacht, dass ein nicht ziehender Hund eher nicht pöbelt, also kann man das als erstes angehen.

    Am schnellsten und nachhaltigsten haben meine Hunde das begriffen, als ich sie nicht mehr überholen ließ. Jedes Mal wenn sie das versucht haben, habe ich mich vor ihnen rumgedreht und sie körpersprachlich und ganz ruhig wieder etwas hinter gedrängt oder ihnen einfach nur den Weg abgeschnitten. Das hat anfangs etwas gedauert, aber irgendwann gings. Echt erstaunlich war dann zu sehen, dass die lockere Leine auch ein hochpushen bei Hundesichtung verhindert hat. Ich musste gar nichts mehr sagen, Janosch blieb einfach bei mir, überholen ging ja nicht und er bekam seinen Keks. (Die Leine war beim Korrigieren immer locker)

    Inzwischen muss ich sagen, dass ich bei Leinenpöblern nicht mehr so viel davon halte ewig auszuweichen, umzukehren oder schön zu clickern. Es gibt einfach Situation die ein Hund auch mal aushalten lernen muss und bei denen man klar machen muss, das ein bestimmtes Verhalten nicht akzeptiert wird. Strafe ist hier kein Allheilmittel, aber abhängig vom Hund und von seinen Beweggründen kann es auch helfen Sicherheit zu geben, weil der Hund einfach einen klaren Rahmen bekommt. Und Strafe, wenn sie stark genug ist, wirkt eben auch sofort. Wenn man das richtig weiter führt, kann es zielführend sein und richtig angewandt finde ich das besser als jahrelang rumzudoktorn und den Hund im Stress zu lassen.

    Mit Janosch kann ich jetzt entspannter als die letzten 6 Jahre durch den Alltag gehen und ich würde mir wünschen ihm schon früher diese Klarheit gegeben zu haben. Er ist dadurch auch nicht verunsicherter geworden o.Ä., eher im Gegenteil. Entspannter und leichtführiger im Alltag.