1. Mein Hund bleibt die ersten hundert Meter an der Leine, weil es sich dort um ein Naturschutzgebiet handelt und das Offlinelaufen eben erst hundert Meter weiter erlaubt ist. Außer mir hält sich keiner dran und ich muss bei jeder Hundebegegnung darum bitten den Hund nicht zu uns zu lassen (ich möchte keinen Kontakt an der Leine, weil ich ihm die Leinenführigkeit nicht schwerer machen möchte als nötig).
Sagen wir mal so, mache ich Hunde abhängig, da bin ich ehrlich. Bibo lief eigentlich immer offline, weil sie nicht jagen geht und auf dem Weg bleibt und Dusty blieb an der Leine, weil sie eben jagen gegangen wäre.
2. Ich habe meinen Hund immer bei mir behalten, sobald jemand gekommen ist und dann in Rufweite abgeklärt ob Kontakt erwünscht ist. Umso ärgerlicher, wenn mein Hund im Fuß ist und ein fremder Hund einfach angestürmt kam, weil viele Hundehalter das anders sehen. Ich bin jetzt auch dazu übergegangen meinen Hund einfach sausen zu lassen, weil ich mich sonst ständig ärgern muss wenn er unter Kommando zum Spielen aufgefordert wird. Zu angeleinten Hunden lasse ich ihn (als eine der wenigen) allerdings weiterhin nur nach Absprache hin. Ist immer eine blöde Situation wenn meiner grad in einer Hundegruppe spielt und ein angeleinter daher kommt und ALLE Hundehalter außer ich ihren Hund da hinstürmen lassen.
Solche Dinge sind mir ehrlich gesagt ein Graus. Vor allem, daß die Leute nicht verstehen, wenn man sagt, daß kein Leinenkontakt erwünscht ist. Wenn der andere Hund ohne Leine läuft, dann habe ich meine auch laufen lassen. Wenn ein angeleinter Hund kommt, dann wurden meine immer angeleint!
3. Sind auf diesem Weg sehr viele Jogger und Fahrradfahrer unterwegs. Mein Hund ignoriert sie, trotzdem rufe ich ihn (wieder als eine der Einzigen) ab, damit keiner Angst haben muss. Heute jagten zwei Hunde laut kläffend einen Fahrradhalter, deren Halterin diesem dann auch noch hinterher rief, dass er doch nicht hier Fahrrad fahren müsste
Dass dieses Verhalten keine Ausnahme ist zeigt mir jedes strahlende Joggergesicht mit einem freundlichem "Danke" für eine Selbstverständlichkeit.
Ich lasse meine Hunde auch nicht auf Spaziergänger, Radfahrer, Jogger etc. zurennen. Da bin ich pingelig, daß will ich definitiv nicht, denn auch die haben das gute Recht, dort langzulaufen und langzufahren, ohne von Hunde umstellt oder angebellt zu werden. Obwohl meine Hunde das alles kalt lassen würde, merkt man einfach sehr vielen Nicht-Hundehaltern an, daß sie dankbar sind, wenn sie nicht von einem oder mehreren Hunden bestürmt werden.
Ich freue mich eigentlich sehr über die tolle Spaziergehmöglichkeit und die wahnsinnig vielen Hundekontakte die ich meinem Hund, der momentan danach dürstet dort bieten kann. Aber das Verhalten meiner Mithundehalter macht mich teilweise schon stutzig. Ist das bei euch auch so?