Ich denke, daß es doch sehr viel lesen des Hundes bedeutet, um herauszufinden, ob mein Hund über- oder unterfordert ist.
Ich habe zwei extrem unterschiedliche Hunde, beide auf ihre Art einzigartig, aber eben auch total unterschiedlich.
Dusty habe ich bisher nur überfordert gesehen, in Stresssituationen, aber nie, was die Auslastung betrifft.
Bei Bibo ist das schon anders, sie mag körperlich arbeiten, Schutzdienst war ihr Heiligtum, da konnte Dusty nichts mit anfangen.
Und ja, ich habe auch beide Hunde gleich gefordert, wenn ich mit Dusty mind. 10km gelaufen bin, dann war Bibo dabei.
Das fand Bibo auch nicht schlimm, aber sie hätte es nicht gebraucht. Aber sie war nicht überfordert, daß war eigentlich das Wesentliche.
Und dieses, von wegen überfordern, naja, warum nehmen soviele Leute ihre Hunde mit zur Arbeit, weil sie Angst haben, der Hund könnte unterfordert sein, der muss unbedingt immer dabei sein etc.
Das ist in meinen Augen einfach ein Trugschluss.
Meine Mäuse wurden früher, jetzt ist das auch anders, morgens eine halbe Stunde draußen bespaßt, Pippi machen, etc. mal ein Ball werfen, ein bißchen toben und dann haben die Beiden gepennt. Und wenn ich von der Arbeit kam, 8-9 Stunden später, kamen mir zwei gähnende, freuende Hunde entgegen.
Was ich gelernt habe, Hunde brauchen ihren Schlaf und das einfach dringend, denn sonst sind die extrem genervt, meine auch. Kriegen die zu wenig Schlaf, dann sind die total nölig.
Was ich nicht mag, wenn man den Hund als Sportgerät nutzt. Klar, mancher Hund mag Agilitiy und den ganzen anderen Quatsch, aber sollte das nicht nur mal passieren und nicht immer zu festen Tagen und Zeiten?
Wenn ich ein sportlicher Mensch bin, dann sollte ich mir entweder ein Fitnessstudio suchen oder eine Truppe, mit der ich joggen kann.
In meinen Augen haben die Hunde wenig davon, wenn sie mit ihrem HH joggen gehen, dröge vor sich hinlaufen, was ist daran toll??
Vielleicht habe ich auch Sonderexemplare, aber in meiner Kindheit wurden die Hunde auch nicht anders behandelt und denen ging es super.
Wie Schnauzermädel schreibt, es gibt selbst in den Rassen unterschiedliche Vertreter, denn jeder Hund ist nun mal anders, auch wenn man sich einen Gebrauchshund holt, der sonst wie veranlagt ist, kann es passieren, daß der Hund einfach keinen Bock auf den ganzen Mist hat.
Ich hoffe, daß da bald ein Umdenken passiert und die Leute sich mit ihren Hunden beschäftigen und lernen, was sie wirklich brauchen.
Und ja, ich finde es sehr gut, wenn die Leute ihre Hunde analysieren, was brauchen sie wirklich, denn da liegt oft der Fehler. Es wird gehandelt, aber der Hund braucht es eigentlich nicht.
Und schwupps ziehe ich mir einen Junkie ran, der er eigentlich nicht sein wollte.
Einen Hund unter Dauerpower zu halten, kann nie richtig sein und so werde ich das auch halten. Wenn mein Hund selbst nicht weiß, wo die Grenzen sind, dann zeige ich ihm die.
Gruß
Bianca