Beiträge von Jeanie

    Also mein Aussie geht manchmal Gassi und manchmal bekommt er Kopfarbeit in Form von Trailen. Meistens so ca. zwei Mal die Woche. Oft haben wir Tage dabei da wird im Garten gechillt und aufgepasst. Mein Aussie hat momentan umständehalber oft viel weniger Programm als die meisten Mischlinge und "einfachen" Rassen hier aus dem Dogforum. Er genießt die Zeit die wir miteinander verbringen und arbeitet schön mit, aber er genießt auch die Zeit in der er einfach alleine im Garten rumliegt und niemand was von ihm verlangt. Er sucht sich keine Ersatzbeschäftigung und er ist kein fauler Aussie. Er ist das absolute Gegenteil davon.

    Der springende Punkt ist doch: Der Hund hat es gelernt und gefallen daran gefunden. Dahin war es ein hartes Stück Arbeit. Immerhin hatten wir vorher keine Hunde gehalten und es war mein Hund - ich war damals 16. Ich hab viele Einzelstunden genommen bei meiner Trainerin, viele Seminare besucht bei verschiedenen Dozenten, ich hab viel an Gruppenstunden teilgenommen und hart an uns gearbeitet.

    Es klappt wenn man es will. Der Hund lebt auch in einer Familie. Ich bin dennoch seine Bezugsperson und wenn ich länger weg bin merkt man ihm es auf jeden fall an. Aber er lässt sich auch vom Rest der Familie aus den Reserven locken. Jeder aus der Familie könnte ohne Probleme mit dem Hund raus gehen oder ihn mal mit zum Essen gehen nehmen.

    Was ich damit sagen will? Wenn an die Eigenschaften eines Aussies schätzt und weiß damit umzugehen sind das absolut tolle Hunde. Für die Alltagstauglichkeit muss man teilweise sehr viel Arbeit hinein stecken aber es lohnt sich. In der Zeit in der man an der Alltagstauglichkeit arbeitet muss man sich um die Auslastung zumindest schon mal keine Gedanken machen ;)

    Bei uns hat sichs irgendwie sehr stark reduziert.

    1 x Lederhalsband
    1 x 3-fach verstellbare Fettlederleine
    1 × 8-m Flexileine
    1 × Rundleder Retrieverleine

    Fürs Trailen:
    1 × Ledergeschirr
    1 x 7,5 m Biothaneleine in braun

    Fürs Ziehen:
    1 x Safety Zuggeschirr
    1 x Jöringleine

    Das Mantrailinggeschirr wird noch ausgetauscht und ein Alltagsgeschirr hätte ich auch gerne. Hab allerdings noch keine passenden gefunden.

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    Zitat


    Ich gehöre hier vermutlich zu den "Hardcore-Wattebauschwerfern". Ich habe darin meinen Weg gefunden und kann ihn nur jedem ans Herz legen, doch es ist und bleibt jeden selbst überlassen wie er vorgeht. Ich finde nur, man sollte sich wirklich im klaren sein, was z.b eine Wurfkette im Hund auslöst und warum es "wirkt" :smile:


    Du hast deinen Weg darin gefunden und kannst dich damit identifizieren. Und genau deswegen kannst du das auch deinen Hunden glaubhaft vermitteln. Problematisch wird es, wenn jemand nicht dahinter steht, weil er eventuell nicht der Mensch dafür ist. Da wird dann alles clickern, Leckerlies usw. einfach nicht den entsprechenden Erfolg bringen. Es ist natürlich schön wenn ein Mensch-Hund-Team so gestrickt ist, dass es funktioniert.

    Ich und mein Hund als Team sind da zum Beispiel ein wenig anders gestrickt. Deswegen funktioniert bei uns diese "Hardcore-Wattebauschwerferei" nicht. Wichtig ist doch dabei eigentlich nur, dass man glaubhaft rüber bringt was man möchte, diese Situationen dem Hund gegenüber nicht für sich schamlos ausnutzt und sich eben bewusst ist was man tut. Und ganz wichtig: Niemals übertreiben und auch die positiven Dinge dem Hund gegenüber kommentieren. Nicht nur das schlechte deckeln wollen. Wir haben unseren Weg in einem Mittelding gefunden - immer der Situation angepasst. Mit einem anderen Hund würde ich sicher viele Dinge anders angehen!

    Das soll jetzt auch gar kein Angriff sein. Ganz im Gegenteil. Ich denke dass viele "Methoden" und Hilfsmittel ihre Berechtigung haben. Nur muss der, der das alles ausführt auch wissen was er tut.