Beiträge von Jeanie

    Zitat


    - Die Treppen geht nur mit Vollgas runter, langsam gibt´s nicht. Das sollte anders sein, aber wie ich ihm das beibringe, weiß ich nicht.


    Das ist bei uns absolut das Selbe. Auch an Menschen brettert er vorbei. Jetzt geh ich mit meinem Plüschi deutlich öfter Treppen rauf und runter. Dabei darf er aber nur schräg seitlich hinter mir die Treppe laufen und es wird gaaanz genau drauf geachtet, dass er die letzten Stufen nicht einfach so nimmt. Sicher wird er alleine die Treppen immer schnell laufen. Aber wenigstens wenn Menschen dabei oder in der Nähe sind lernt er langsam, dass er da auch langsam runter kann.

    Sonst freut er sich einfach zu übertrieben wenn ich komme. Er kläfft wenns an der Tür schellt und er ist nicht leinenführig. Am an der Tür kläffen und an der Leinenführigkeit wird noch gearbeitet. Freuen darf er sich weiterhin. Betteln kann er auch gut. Stört mich persönlich aber nicht. Kontrollieren will er auch, nachdem er dabei nicht gestresst ist und sich einfach hinlegt und eben im Raum bei mir schläft ist das auch oft okay.

    Ich hab anfangs sehr lange mit Wattebäuschen durch die Gegend geworfen - mein Hund ist mir dabei auf der Nase herum getanzt. Seit dem ich das aufgegeben habe und auch mal in Konfrontation gehe und Konflikte ohne Leckerlie und Spielzeug austrage, funktioniert alles sehr viel besser. Dann fliegt mal die Leine auf den Hundepopo oder wer absolut nicht sitzen will, der wird am Fell ins Sitz gezogen. Auch mal in die Seite zwicken gibts, wenn er auf alles achtet außer auf mich. So kommen wir gut durch den Alltag und ich kann meinem Hund sehr viele Freiheiten bieten. Kein 10-Meter-Radius beim Gassi gehen, keine Schleppleine, keine vollgepackten Jackentaschen mit Leckerlie und Spielzeug. Der Hund kann auch mal 50 oder 60 Meter weiter vorne oder hinten laufen und auch mal in den nächsten Busch kriechen ohne dass mir gleich das Herz in die Hose rutscht weil Hund irgendwas sieht, was ich nicht sehe. Mein Hund arbeitet trotzdem freudig mit mir zusammen und ist nicht ängstlicher als vor diesen Methoden. Unsere Beziehung ist dadurch deutlich besser geworden, denn mein Hund weiß was ich von ihm will und er weiß was folgt wenn er es ignoriert. Im Gegenzug dafür wird aber auch nicht alle zwei Minuten irgendein anderes Kommando hingeworfen, was es zu befolgen gilt.

    Ob das für viele nun zum Starkzwang zählt oder nicht spielt für mich dabei gar keine Rolle. Richtiger Starkzwang ist für mich etwas anderes wie zum Beispiel ein Stromhalsband oder ein Stachelwürger. Und sollte Starkzwang die einzige Methode sein, die einem Hund das Leben rettet und ihm das Leben damit auch noch so angenehm wie möglich macht, bin ich vermutlich mit die Letzte, die da etwas dagegen sagt.

    Abgesehen davon, dass mein Hund sowieso rausfällt weil er zu leicht ist, finde ich es moralisch durchaus vertretbar. Ob ich jetzt meinen Hund Blut spenden lassen würde, wenn er schwer genug wäre und alles andere auch auf ihn zutrifft? Ich glaube nicht. Seit dem er Blut abgenommen bekommen hat für ein Blutbild geht er nicht mehr gerne zum Tierarzt, geschweige denn auf den Tisch. Da fängt er an extremst zu zittern und muss quasi komplett umklammert werden. Vorher ging er wohlgemerkt sehr, sehr gerne dort hin! Auch wenn es ans Impfen ging. Das stört ihn gar nicht. Hätte ich im Bekanntenkreis einen Hund der Blut braucht und meiner würde in Frage kommen: Vermutlich könnte ich mich dann zu überreden lassen. Sonst vermutlich bei genau diesem Hund nicht.

    Hätte ich allerdings einen passenden Hund der das alles ganz gechillt hinnimmt. Warum nicht? Auch wenn ein klein wenig Stress vorhanden ist wäre das für mich ein relativ kleines Ding. Sicher im ersten Moment eine Überwindung. Aber im Notfall würde ich auch wollen, dass Blut für meinen Hund da ist. Generell bin ich da also nicht abgeneigt gegenüber.

    Bei mir siehts dagegen ganz anders aus. Ich kanns einfach nicht. Beim Blut abnehmen für die Narkose zwecks Weisheitszähne war ich der Ganzkörperkrampf schlechthin und hab geheult wie ein Schlosshund :ops:

    Schwer sind sie, dafür aber auch extrem bequem. Ich selbst kann damit auch trotzdem problemlos mehrere Stunden laufen - auch im Tiefschnee. Einziges Problem war nur, dass sie auf Dauer einfach zu locker sitzen und ich ja nicht schon im kalten Herbst zwei bis drei Paar Socken anziehen kann :headbash:

    Wo man die allerdings anprobieren kann weiß ich nicht. Hab sie selbst im Internet bestellt.

    Die Innenmaße im Normalzustand sind ca. 38 cm. Das eingesetzte Neopren lässt den Schaft nochmal um ca. 12 - 13 cm weiten. Ich hab immer dicke Kniesocken + Hose in den Stiefel und muss dann so eng wie möglich zumachen, sodass sich der Gummistiefel an der Stelle zum Verstellen schon überlappt :headbash: