Ich versteh dich auch total, hab das erst letzte Woche wieder mal hinter mich gebracht (auch Kreuzband). Leider nicht zum ersten Mal :|
Ein paar Tage vorher drehen meine Nerven immer durch und ich male mir schreckliche Szenarien aus, allerdings hat sich das nach spätestens 48h wieder erledigt und ich bin zwar immer noch angespannt und nervös, aber nicht panisch.
Wenn die OP feststeht und in 'greifbarer' Nähe ist, lese ich nichts mehr im Internet zu dem Thema, weil ich dann ganz sicher die ganzen worst case-Geschichten finde. Allerdings lenke ich mich mit Planen und Einkaufen für die Zeit nach der OP ab (gerade bei der Kreuzband-OP hat es bei uns noch viel Vorbereitung braucht). Dieses Mal habe ich das DF komplett vermieden, weil ich in den letzten Monaten zu viel von schief gelaufenen OPs gelesen habe.
Mein engstes Umfeld weiß im Normalfall wann die OP stattfindet, aber ich hab es nicht an die große Glocke gehängt, weil ich nicht 1000 Nachfragen haben wollte.
Die Zeit vor der OP nutze ich um mein Mädchen nochmal zu verwöhnen. Es gab in den letzten 2 Wochen sehr viel Eis und Burger, sie durfte noch fleißig schwimmen und ihren Lieblingskumpel sehen (beides Dinge, die erstmal nicht machbar sind).
Während der OP haben sich bei mir verschiedene Strategien bewährt und eigentlich waren alle irgendwie gut und haben ihren Zweck erfüllt (mich in der Zeit abgelenkt)
OP 1 (ungeplant): ich musste mich arbeitslos melden, war aber gerade bei Freunden im Urlaub (und 'damals' ging das noch nicht online), bin also währenddessen nach Hause gefahren und hab den Papierkram erledigt, dann wieder zurück und Hund aus der Klinik geholt
OP 2: shoppen (war allein unterwegs)
OP 3: Freunde haben mich beim Tierarzt abgeholt und ich hab den Nachmittag bei ihnen verbracht
OP 4: mein Papa hat mich begleitet und wir sind in der Nähe der Klinik geocachen gegangen
OP 5: eine Freundin hat mich beim Tierarzt eingesammelt und mir mit ihren Hunden eine Einführung in den Zughundesport gegegen
OP 6 (letzte Woche): ich hatte wieder Freunde in Rufbereitschaft, aber im Endeffekt bin ich nach Hause gefahren, hab noch ein paar Sachen erledigt, hab was gegessen und eine Stunde geschlafen und bin dann zurück zum Tierarzt, weil ich beim Aufwachen dabei sein durfte
Was ich absolut empfehlen kann, hab Leute parat, die für dich da sein können (und dich verstehen), falls du doch kurz davor bist durchzudrehen.
Mach irgendwas, das dich ablenkt, damit deine Gedanken keine Zeit haben um Karussel zu fahren