Hallo,
ich sehe dich einer sehr verzweifelten Situation.
Du kämpfst um das Überleben deines Hundes.
Die alleisten hier würden das auch tun.
Schau dir deinen Hund mal in einer ruhigen Minute ganz genau an.
Wo hat er noch Lebensqualität, was mutest du ihm und dir zu?
Bilanziere so ehrlich wie du kannst.
Mein früherer Hund Ulixes war in den letzten Monaten seines Lebens ebenfalls nierenkrank.
Er war ein Methusalem für seine Größe.
Wir haben auch aufgeboten was ging.
Ein Infusion hat uns niemand angeboten, da dadurch keine dauerhafte Verbesserung möglich gewesen wäre.
Ich wußte dass es das gibt und habe mich umgehört bei anderen Hundehalter mit nierenkranken Hunden, die bereits verstorben waren.
Unisono haben sie mir erklärt, dass dieser Weg für sie niemals mehr in Frage käme und, dass sie heute in dieser Situation den Hund bereits bei der Diagnose Niereninsuffizienz einschläfern lassen würden.
Was war ich empört über diese Aussage!
Heute würde ich das immer noch nicht sofort tun, aber regelmäßige Infusionen kämen bei einer gravierenden Schädigung der Niere für mich nicht in Frage.
Ich halte es für eine Quälerei des Hundes und auch für den Halter und die Familie.
Wir mussten Ulixes auch beknien, ein wenig Wasser zu nehmen.
Er ekelte sich einfach davor wie auch vor dem Fressen und magerte stark ab, die Muskeln schwanden, der Gang wurde unsicherer.
Puh, es ist immer noch schwer das aufzuschreiben.
Deinem Hund das Beste,
Friederike