Brunos Kumpel Marvin, ein Laborbeagle, kam heute vorbei. Im Schlepptau Pia.
Der Beagle frisst nicht.
Ich finde, er sieht in der langen Mitte aus wie eine Boa constrictor nach dem Verzehr einer ausgewachsenen Antilope.
Der Beagle und sein Frauchen sind liebe Zeitgenossen.
Ich konzentriere mich also und frage ihn nach seinem Befinden.
Poulet, er will Poulet und davon viel.
Was ist Poulet, fragt das ratlose Frauchen und will schnell mal an einen unserer PCs zum Googeln.
Er will Huhn übersetze ich rasch. Gib ihm aber nicht so viel. Ich finde, er neigt zur Korpulenz.
Autsch! - Ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten.
Die gesammelte Energie von Marvin trifft meine Magengrube.
Gib ihm so viel er fressen kann, presse ich hervor.
Der Schmerz lässt langsam nach.
Vielleicht sollte ich doch aufhören mit diesen geistigen Verbindungen oder bessere Schutzschilde erarbeiten.
Marvin ist noch nicht zu Ende.
Sag ihr, ich will einen anderen Tierarzt.
Dr. Kellerassel befühlt immer meine Mitte und das bringt mich aus der Balance. Außerdem hat er Mundgeruch.
Wird erledigt.
Jetzt klinkt sich Bruno in unsere Sitzung.
Marvin war vorhin drüben bei Frau W. und hat dort den Wocheneinkauf, gerade geliefert vom Mobilen Hilfsdienst, komplett verputzt.
Bruno petzt und Frau W. hat nichts zu essen.
Ohne TK wüsste ich nichts von diesen Verwicklungen.
Bruno lässt mich noch wissen, dass Marvin zum Schach spielen nicht geeignet ist.
Kreisch!
Das Rätsel der verschwundenen Spielfiguren ist damit auch aufgeklärt.
Pia bricht eilig auf, Marvin im Schlepp.
Sie will sich nach der Zusammensetzung von Marvins Menü erkundigen und für Frau W. einkaufen.
Ich habe noch nichts von den Beiden gehört...
LG, Friederike