Ach, Mensch. Fühl Dich umarmt.
Mach es gut, Cala.
Ach, Mensch. Fühl Dich umarmt.
Mach es gut, Cala.
Hier im Dorf sind dieses Jahr auffallend wenig Schwalben.
Eine Erklärung ist die übliche: die tierhaltenden Betriebe werden immer weniger.
Aber eine andere Erklärung hab ich heute gefunden und das macht mich traurig: es gibt mehrere Häuser im Ort, die Plastik-Greifvögel-Mobiles unter den Dachüberständen hängen haben, um Schwalben vom Brüten abzuhalten. ![]()
Bockshornklee vielleicht? Der riecht auch sehr würzig, die Pflanze selbst weit weniger intensiv als der Samen, aber noch genug.
Ich schreib für meine arbeitenden HSH ja regelmäßig selbst Bell-Protokolle, immer mal stichprobenartig über 14 Tage alle 2 Monate ungefähr. Aus anderen Gründen als hier - nämlich weil ich damit festhalten will, WIE WENIG meine Hunde bellen, weil es von Einzelnen gelegentlich "Beschwerden" Marke "Deine Hund bellen die ganze Nacht" gibt. (Tun sie nicht)
Deshalb als Tipp: zähl die einzelnen Wuffs.
Hier sind 4 Wuffs, das typische Anschlagen, eine halbe Sekunde.
Damit kann man die tatsächliche Bellzeit gut hochrechnen.
Wenn meine HSH tagtäglich die in der Rechtssprechung immer wieder auftauchenden 30 Minuten bellen würden, wäre ich die Erste, die auf dem Zahnfleisch ginge. Oder, ein Begriff, der auch in der Rechtssprechung vorkommt "maximal 10 Minuten am Stück", auch da würde ich selbst nen Knall kriegen. Vorausgesetzt, es geht nicht um den ursprünglichen Einsatzzweck, den Wolf. Da wäre das dann halt so, weil ich sie ja nicht aus dem Zaun rauslassen darf, um dem Wölfchen den Hintern zu versohlen.
Rein rechtlich spricht nix dagegen - bei Tieren ist das anders als bei fotografierten Menschen.
Genau so, wie rinski es schreibt. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Das tut mir dann auch echt leid und ich gehe oft zu Ihnen an den Zaun un rede ruhig mit Ihnen und hoffe Sie kommen etwas zur Ruhe dann. Manchmal hilft es ein wenig.
Aber was kann man als erzieherische Massnahmen tun um das Ganze zu stoppen, bzw. Ruhe rein zu bekommen?
Das hängt von der Motivation des Hundes ab.
Einem Hund wie dem Schäfi, der vermutlich eher Wach- und Territorialverhalten zeigt, kann man meist über einen Abbruch (Nein, lass das!) erreichen, ihn zu sich rufen und für ruhiges Beobachten loben. Dann weiss er, was er NICHT tun soll und gleichzeitig, was er stattdessen tun soll, also wie er mit der Situation umgehen soll.
Einem tatsächlich ängstlichen Hund, der mehr aus der Motivation "ohgottohgottohgott" handelt, kann man helfen, indem man mit ihm im Garten ist und für ihn die Situationen am Zaun "bewertet", ihm - z. B. mittels Leine - klar macht, dass er da gar nicht hinrennen braucht und mit einem sich etablierendem Kommunikations-Wort wie z. B. "das passt schon", gern mit einem ergänzenden Satz "das ist nur Nachbar Hugo mit Dackel Olli, die kennst Du doch" versehen, weil solche Aussagen auch unsere eigene Körpersprache beeinflussen und somit das "blablabla" für den Hund körpersprachlich lesbar wird. Für sowas kann man sich mit einem guten Buch mit etwas Abstand zum Zaun setzen, den angeleinten Hund neben sich, das ist dann schon ein tiefenentspannter Einstieg ins Training.
Aber jedes Mal, das die Hunde wieder allein im Garten sind, macht am Anfang alle Trainingsschritte zunichte. Deshalb muss man solch ein Training wirklich gewollt angehen und drauf achten, dass grad in der Anfangszeit wirklich alles zum Training passt.
Ein Hund, der andere Tiere tötet kann als gefährlicher Hund eingestuft werden und unterliegt dann Leinenzwang und MK-Pflicht.
Hier ist mal ein Urteil zu dem Thema:
https://www.der-tieranwalt.de/hund-recht-anw…-katze-tot.html
Ganz unabhängig davon, was die Motivation des Hundes für die Bellerei ist - ob Angst, Wachverhalten, Territorialverhalten - gilt es, dem Hund klar zu machen, dass er sich um Dinge ausserhalb des Zaunes nicht kümmern muss.
Das bedeutet erzieherische Arbeit.
Das bedeutet auch, dass die Hunde erstmal längere Zeit nicht allein im Garten sein dürfen, weil immer jemand dabei sein muss, der einwirken kann.
Das Vorgehen mit dem Wasser ist deshalb nicht hilfreich, weil der Hund dabei nix lernt, ausser, dass es doof wird, wenn da was am Zaun ist.
Der Hund muss lernen dürfen, dass es ok ist, wenn da Leuts am Zaun lang gehen und dass er sich da nicht drum kümmern braucht.
Für einen eher ängstlichen Hund ist das eine enorme Erleichterung.
Aber auch einem nicht-ängstlichen Hund nimmt das enorm viel Anspannung und Stress.
So furchtbar teuer sind Einzelstunden gar nicht - besonders dann nicht, wenn man den Zugewinn an Lebensqualität für Mensch und Hund und den nicht mehr auftauchenden Ärger mit berücksichtigt.
Hat sie sich denn schon mal bei verschiedenen Trainern erkundigt, was Einzelstunden kosten?
Denn SOOOO viele davon wirds gar nicht brauchen - es geht ja nur darum, zunächst die Motivation des Hundes (wirklich Angst?) herauszufinden und einen passenden Weg zu finden, damit richtig umzugehen. Der Rest sind eh "Hausaufgaben" des Halters, der dann die erzieherische Arbeit konsequent leisten muss.
So bleiben kann es ja jedenfalls nicht - da ist Ärger vorprogrammiert.
Und von nichts kommt nun mal nichts.
Dazu passt ein Satz, den ein Feriengast mal zu meiner Nachbarin gesagt hat:
"Warum stecken Sie die Kartoffeln in die Erde, um sie in ein paar Wochen wieder auszubuddeln?" ![]()