Beiträge von McChris

    Zumindest erlebe ich HSH hinter Zaun als... Frustriert?

    Sie können nicht Ihre Wohlfühldistanz als Grenze fordern, wir müssen uns weniger auf sie einlassen und ignorieren Ihre Kommunikation.

    Dadurch stehen sie schnell mal drohend am Zaun und wir denken uns "Hossa, ist der fies drauf".

    Ja, sie haben es deutlich, deutlich schwerer.


    Als hier noch der Wanderweg auf meiner Waldrandweide lag, mussten die Wanderer etwa 50 Meter frontal auf den Zaun zulaufen - das ist unglaublich frustrierend für die Hunde, weil bei denen natürlich der Eindruck entsteht, dass niemand ihre Kommunikation beachtet. Entsprechend wurden sie immer vehementer in ihrem Bellen, bis die Wanderer ums Eck abbogen und nur noch parallel vom Zaun lang gingen. Das war wie ein "Schalter", einfach nur die Bewegungsänderung von frontal auf den Zaun zu hin zu seitlich am Zaun lang.

    Da konnten die Wanderer nix für - die Hunde aber auch nicht.

    Ich hab da viel versucht, durch die Zaunführung für Verbesserung zu sorgen, aber irgendwann war ich es auch leid, auf Ertrag und Schatten zu verzichten und trotzdem ständig Mecker zu hören und den Müll wegräumen zu müssen, nur damit Leuts da lang latschen können, die problemlos auch einfach woanders lang konnten.

    Wir haben es mit Übungspersonen in vielen verschiedenen Varianten ausprobiert - und tatsächlich sind die Hunde auch da auf noch so kleine Deeskalationssignale der "Wanderer" eingegangen. Da brauchte es gar nicht viel - wenn die Person sich z. B. auf der Frontal-Strecke nur ganz leicht zum Waldrand hin "eingedreht" hat, also die Voll-Frontale vermieden hat, wurde sofort aus vehemt bellenden Hunden nur noch aufmerksam beobachtende Hunde. Einfach aufgrund von einem Hauch von Eingehen auf das, worum es den Hunden geht.

    Hier in meinem Umfeld macht das vllt. 1 von 1000 Personen.

    Ich kann meine Hunde ja fast immer sehen - es ist schon spannend, wie sie auf was reagieren und von welch "kleinem" Entgegenkommen von Erholungssuchenden sie sich beeinflussen lassen.

    Menschen werden hier auf dem allerniedrigsten Level in Sachen Herdenschutz behandelt - viel, viel, viel frustrierender ist all das pfiffige Raubzeug (Fuchs, Dachs, Katzen und Co und irgendwann auch mal die Wölfe), das natürlich genau weiss, dass die Hunde nicht aus der Weidefläche können und den Hunden dann von ausserhalb auf der Nase rumtanzt. DAS ist wirklich frustrierend. Ich helfe ihnen da oft, indem ich das dann mal kurz übernehme. Ich bin ja auch ein Mc.

    Das spiegelt HSH und wie sie sind ganz wunderbar wieder Pfeffernaserl

    Ich erlebe diese Hunde im Einsatz - nicht nur meine, auch die von Bekannten über den Herdenschutz - als Hunde, die sehr sehr fein kommunizieren. Und in dem Moment, in dem man sich auf diese Kommunikation auch einlässt, wozu halt auch ein wenig gehört, dass man den "Job" der HSH akzeptiert, gibt es Begegnungen auf Augenhöhe, die friedlich und in gegenseitiger Akzeptanz stattfinden können. Eben so, wie es auch rinski immer wieder beschreibt.

    Wenn die aber geschält sind schmecken die ganz annehmbar und überhaupt nicht bitter.

    Ja, damit hätte ich auch kein Problem gehabt.

    Ich hab auch schon häufig ein zuviel an Einlegegurken als normale Gurken gegessen.

    Aber das Bittere ist widerlich und kann bei allen Kürbisgewächsen, wo die Gurke auch zu zählt, auch gefährlich sein. Ist doof gelaufen dieses Jahr.

    Aber irgendwas ist ja immer. :lol:

    Meine Gurken rupf ich morgen raus. Da stimmt was nicht mit.

    Eigentlich sinds lt. Samentüte ganz normale Freiland-Schlangengurken.

    Sie sehen aber völlig anders aus: aussen stachelig wie Einlegegurken, statt lang und grün sind sie gelb und handgranatenförmig und, der Grund, weshalb sie wegkommen: sie sind furchtbar bitter.

    Ich glaub, da hat sich was eingekreuzt. Weil das so schnell geht, grad, wenn man verschiedene Gurken- oder auch Kürbissorten anbaut, KAUFE ich die Samen davon immer - das war wohl ein Satz mit X dies Jahr. Schnüff.

    Jetzt hab ich nur noch so Spiel-Gurken, Snack-Gurken, die nicht größer als Oliven sind. Die sind ein nettes Gimmick, aber nix ernsthaftes.

    Das ist doch keine "Welle" - das ist einfach eine ganz normale Diskussion.

    Hier im Thread gehts um HSH an der Herde und da passt das Video gut rein (auch, wenn von den Hunden kaum was zu sehen ist). Grad, weil zum Thema HSH und Herdenschutz eben immer auch die Aufklärung der Bevölkerung gehört, was hier im Thread einen sehr, sehr grossen Raum einnimmt bisher.

    Und grad deshalb ists doch wichtig, dass jemand, der mit solchen Hunden tatsächlich "arbeitet" oder auch jemand, der solchen Hunden regelmäßig draussen unterwegs begegnet wie rinski , sich auch dazu äussern. Eben, z. B., was man hätte besser machen können, wie gross die vermeintliche Gefahr wirklich war - das ist doch lediglich feedback zu dem Video.

    und die Leute machen da einfach keinen Unterschied.

    Ja, das ist leider die Realität.

    Ich hatte das eingestellt, weil ich es eher faszinierend und positiv für die Rasse empfunden habe und gar nicht, weil ich dachte man könnte das "negativ" auffassen .. ups ...

    Tatsächlich macht da der grösste Teil der Menschen, die nicht sonderlich hundethematik-affin sind draus: Fritz Meinecke und Co sind nur knapp mit dem Leben davongekommen, da musste sogar die Polizei einschreiten.

    Solche Videos wie auch diverse Zeitungsartikel bekommst Du auf Informationsveranstaltungen zum Thema Herdenschutz regelmäßig unter die Nase gerieben. (Als Begründung, warum Herdenschutz mit Hunden nicht geht)

    Ich habe dabei aber schon im Hinterkopf, dass das nun auch eine spezielle "Blase" ist, in der ich mich da bewege, ich also überdurchschnittlich oft mit solchen Fehl-Interprationen konfrontiert werde.

    Wenns auch ein Klientel gibt, dass das so interpretiert, wie Du es da beschreibst, dann würds mich freuen. Abseits vom DF habe ich aber noch niemanden davon kennenlernen dürfen.

    Ich hab da übrigens meist kein Problem mit - im Gegenteil, ich hab z. B. sehr gern 7 vs. Wild geschaut. Aber auch da wurde um eine halbe Stunde wilde Himbeeren pflücken einfach weit mehr Drama gemacht, als es gebraucht hätte. Aber das gehört da nunmal dazu.

    Aber man muss eben im Hinterkopf behalten, dass diese Situation, so wie sie dargestellt wurde, einfach mehr Klicks bringt, als die Variante, die auch möglich gewesen wäre und die nepolino so schön geschildert hat.

    Mich nervts im Kontext Herdenschutz aber natürlich, wenn da Situationen überdramatisiert werden und es so dargestellt wird, als sei man da knapp mit dem Leben davon gekommen. Ich muss sowas nämlich ausbaden. Da sieht man das nun mal anders.

    Viel Drama um wenig, finde ich.

    Das einzige Problem wird gewesen sein, dass die Hunde die drei nur bedingt als Menschen ausmachen konnten, eben weil Zelt drumrum. Und das offensichtlich was ist, was die Hunde nicht kannten. Nicht nachts.

    Wenn man sich dann noch extra leise verhält und es nur gelegentlich raschelt, ists umso "verdächtiger" für die Hunde. Sprechen könnte helfen....

    Vielleicht hat einer der drei ja zuvor sehr laut geschnarcht. :pfeif:

    Das zu hörende Knurren klang mir mehr nach einem Knurren der Hunde untereinander - wenn Kangals ein "verdächtiges Objekt" anknurren, klingt das nochmal ganz anders.

    Die Nacht gehört nun mal den Herdenschutzhunden.

    Zum Weg in die Stadt:

    Radfahrer sind für HSH durch die verschwundene menschliche Optik und die rasche, lautlose Bewegung einfach ein typischer "Reiz", um zumindest anzuschlagen und nachzusehen. In der Natur bedeutet "schnell" Flucht oder Angriff, einfach zum Spaß "schnell" gibts da nicht. "Schnell" im Dunkeln ist dann halt die Königsdisziplin. HSH legen da immer präventiv den Turbo ein bei solchen "Reizen" - aber "nur" weil ein HSH voll Speed auf einen zukommt, ists noch lange kein Angriff.

    Wären die zu Hilfe eilenden Polizisten davon ausgegangen, sich da in eine sehr gefährliche Situation zu bewegen, hätten sie nicht nur Schlagstöcke dabei gehabt.