Beiträge von McChris

    Vielleicht liegt es auch am jeweiligen Volk, wie aggro die sind?

    Und an der Art an sich - manche Wespenarten sind einfach präventiv aggressiver als andere.

    Die in meinem Rinderbehandlungsstand sind absolut friedlich - da kann man mit der Nase vor dem Einflugloch hängen und schauen, da machen sie nix. Nur, wenn ich die Schiebetür betätige und ihr Nestkonstrukt gefährde, dann sind sie mir bös.

    Aber die, die z. B. im Misthaufen wohnen, da kann man kaum vorbeigehen, auch nicht mit dem maximal möglichen Abstand, ohne dass die Ausweiskontrolle machen wollen.

    Das passt tatsächlich zu meinen Erfahrungen. Da gab es Tage, wo die Hunde erst auf uns reagiert hatten, nachdem wir fast vorbei waren, meist, wenn wir eine Zeit lang öfter dort vorbei gekommen sind. Wirkte ein bisschen ala, die Sensoren haben uns bereits unter "nicht bedrohlich" eingestuft.

    Ja, das ist definitiv so.

    An regelmäßige Hund-Halter-Gespanne (die sich berechenbar benehmen) gewöhnen sie sich.

    Man muss sich mal verinnerlichen, was das für eine Leistung ist, denn auch Wölfe traben ja ganz gern mal direkt am Zaun lang, um die Hunde zu testen und da DARF es diesen Gewöhnungseffekt einfach nicht geben.

    Unseren HSH wird unglaublich viel abverlangt.

    Und das, was mich manchmal wirklich frustriert, wird nur von ganz wenigen Menschen wahrgenommen.

    Ja, Wespen können echt kleine Nervbolzen sein.

    Wenn ich "meinen" Hornissen begegne, dann grüßt man sich, die halten von selbst ein wenig Abstand - alles easy.

    Aber Wespen fliegen einem fast ins Gesicht, verheddern sich in den Haaren, behaupten dann, man hätte sie angegriffen und stechen zu. :lol:

    Quasi die Terrier unter den Insekten. :pfeif:

    Spannend, oder?

    Ja, ist es. Ich tu auch kaum was lieber, als die Mc`s zu beobachten. Und selbst nach mittlerweile einigen Jahren bin ich immer wieder hin und weg, wie differenziert und absolut "sauber", aber auch noch sehr ursprünglich, sie in ihrer Kommunikation sind.

    Erfahrene HSH sind einfach unglaublich präsent und klar in dem, was sie bzgl. ihres "Jobs" von anderen Hunden "erwarten". Und glücklicherweise können die meisten Hunde das tatsächlich noch erkennen.

    Zur Arbeit im Team gehört ja letztlich auch eine besonders feine und gute Kommunikation untereinander - auch auf große Distanzen.

    Was mir grad als faszinierendes Beispiel einfällt: die Unterschiede im Bellen. Hier kann ich am Bellen (WER und WIE) vorhersagen, was ich sehen werde, wenn ich nachschauen gehe. Wenn mein Herdenhund McGyver überhaupt mal mitbellt, dann bin ich ganz ganz schnell draussen, dann ist nämlich wirklich was Spezielles.

    Wenn ein anschlagender Melde-Hund losrennt, registrieren die anderen schon anhand des Bellens, ob sich das Aufstehen überhaupt lohnt, oder ob der Melder auch allein klarkommt.

    Wespen haben ein recht breites Nahrungsspektrum - in einem allgemein insektenfreundlichem Garten finden die genug zu futtern.

    Hier bei mir hab ich den Eindruck, dass Durst das grösste Problem ist. Hier stehen überall Pflanzenuntersetzer (immer mit Steinen drin, damit keiner absäuft), da ist mehr Kommen und Gehen als in einem Menschen-Freibad.

    Ich bin - trotz vieler, vieler Wespen - heuer erst einmal (dafür dann gleich mehrere Stiche) gestochen worden, das war aber die Wespenbande im Rinder-Fangstand, als ich das Schiebetor geöffnet habe, in dessen Verzinkungslöchern sie sich eingenistet haben.

    da er sonst mit eskalieren würde

    Und genau das registrieren die Hunde ganz genau. Meiner hört dann genau auf, sobald du am Gelände vorbei bist, ist aber eben so lange "unter Strom", eben weil deiner auch "an" ist.

    Ja, das kommt noch dazu - wobei ich tatsächlich erst einen Hund hier hatte, der sich so verhalten hat. Die meisten schleichen quasi auf Zehenspitzen vorbei und entschuldigen sich für ihren Halter, der sie hier langzerrt. :lol:

    Worauf die Mc`s aber wirklich abgehen sind Hütehunde im "Schleichmodus", ich denke, sie sehen da einfach die Ansätze zum Jagdverhalten.

    Ganz gräßlich war mal eine Halterin, die hat unterhalb von uns geparkt, den Kofferraum geöffnet und aus dem Heck ergossen sich an die 10 Border Collies, die sich gegenseitig und die Halterin gehütet haben. Das war bisher die lauteste Viertelstunde hier. :party:

    Bei mitgeführten Hunden bellen meine auch - aber wenn der HH sich so verhält wie Du, dann bellen sie deutlich moderater als bei einem freilaufenden Hund. Das merkt der HH situativ dann natürlich nicht, weil er den Vergleich nicht hat - aber ich.

    Es kommt da auch immer ein wenig drauf an, wie andere HH sich da so verhalten - wenn Du mit Candie das einzige oder nur eins der wenigen Hund-Halter-Gespanne sind, die sich so entgegenkommend verhalten, kanns auch einfach sein, dass die HSH Hunde pauschal als massiv zu verbellen generalisiert haben.

    Ausser unmittelbar am Zaun mit Heckenschere und auf Deiner Seite vorm Zaun durch regelmäßiges Mähen (Balkenmäher oder Gestrüpp-Aufsatz an der Motorsense) fällt mir da auch nichts zu ein. Durch die üblichen eher dünnen Sichtschutz-Zäune brechen die einfach durch.

    Vielleicht verläuft sich ja mal eine Ziegenherde in das NSG....