Aber dennoch sind all diese Verhaltensweisen irgendwie im Hund verankert - vielleicht, weil der Hund seit ewig und drei Tagen nicht mehr im natürlich gewachsenen Familienverband lebt, sogar auf weit "lockerere" oder "schattenhaftere" Art und Weise, wo der auslösende Reiz völlig verschwimmen kann und sich statt "Reiz A - Reaktion B" mehr ein "Hmpf, da war doch mal was, ach egal, immer druff" als Zeichen der zunehmenden Domenistikation oder manchmal mag man auch denken Degeneration abspielt. Der Hund ist ja nicht der "bessere" Wolf, sondern mehr der "verbogene" Wolf, damit er uns Menschen besser in den Kram passt als das Original. Die Handlungsoptionen sind noch vorhanden, je nach züchterischem Eingriff vllt. auch nur noch rudimentär, aber das Differenzierungsvermögen ist futsch. Nur als - vollkommen unwissenschaftlicher - Gedankengang.
Beiträge von McChris
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Welchen biologischen, den Fortbestand der Spezies Canis Lupus sichernden Hintergrund hätte es denn, wenn der Schutz und die Verteidigung von zum Sozialverband gehörenden Mitgliedern nur so lange währt, wie das zu schützende/zu verteidigende Mitglied unversehrt ist - und ins Gegenteil kehrt, sobald diese körperliche Unversehrtheit nicht mehr gegeben ist?
Ein krankes/verletztes Tier schwächt die Gruppe als solche immer irgendwie.
Dieser Effekt ist bei potentiellen Beutetieren noch deutlicher ausgeprägt, die werden dadurch für Prädatoren noch angreifbarer, zeigt sich aber auch bei in Familiengruppen lebenden Prädatoren. Kommen da noch Faktoren hinzu wie Futtermangel, kann sich ein zusätzlicher Fresser, der nichts zum Jagderfolg beitragen kann, negativ für die gesamte Gruppe auswirken. Bleibt ein Wolfsrudel zu lange an einem Standort in ihrem Territorium kann sich auch das negativ auf den Jagderfolg auswirken, sprich, ein nicht lauffähiges Mitglied kann die ganze Gruppe gefährden.
In Hungerjahren gibt es Beobachtungen, dass auch rangniedrige Fähen gedeckt werden, die Welpen bei der Geburt von Rudelmitgliedern getötet werden und die milchbildenden Fähen dann die Welpen der Leittiere mitversorgen.
Bei Familienverbänden gibt es immer Unterschiede bzgl. des Wohlergehens einzelner Individuen und der gesamten Gruppe. Das Mitversorgen eines geschwächten Mitglieds wird bei hochsozialen Tieren auch nur soweit gehen können, wie es das Wohl der gesamten Gruppe nicht gefährdet. Das ist, wie so vieles, ein hochkomplexes Thema mit zahlreichen Faktoren, die je nach Verknüpfung eben auch völlig unterschiedliche Auswirkungen haben können.
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Hast du eine Theorie was das ist?
Nein, nicht wirklich. Irgendwas multifaktorelles, das vermutlich je nach Hunden, die da aufeinandertreffen, auch unterschiedlich sein kann.
Es gab mal ein Video aus einem niederländischen (mein ich) Zoo, wo Bären und Wölfe in einem Gehege zusammen gelebt haben. Da wurde ein Wolf von den Bären getötet und auch da konnte man andere Wölfe sehen, die dieses "Zwicken" in Bezug auf ihren eigenen Artgenossen gezeigt haben.
Nun sind Wölfe in Gehegehaltung meist kein natürlich gewachsenes Rudel - ähnlich wie unsere Hunde, die in von Menschen zusammengestellten Gruppen leben, deshalb ists schwierig, aus Beobachtungen von Gehegewölfen wirklich Schlüsse zu ziehen, aber es kommt offensichtlich häufig genug vor.
Mir genügt das Wissen darum für meine eigene Hundehaltung. Dass es, wenn ein verletzter Hund schreit oder Hunde sich in den Flicken haben, eine "besondere" Situation ist, in der man sich als Halter besonders umsichtig verhalten sollte.
Passiert ist hier dahingehend noch nie etwas.
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Ja, HSH/-Mixe können von sehr proteinlastigem Futter sowohl gesundheitliche (Ohrenentzündungen, Juckreiz) als auch, ich nenns mal "Temperamentsprobleme" bekommen. Es kann beim einzelnen Hund mal sein, dass er auch Getreide dahingehend nicht verträgt, oder tatsächlich Futtermittel-Allergien entwickelt, allerdings ist das Gros der HSH in den Ursprungsländern seit ewig und drei Tagen eine überrwiegende Fütterung mit regional genutzten Kohlenhydraten gewöhnt und dran adaptiert. Dazu gehört auch Getreide, häufig in Form von Brotresten, aber auch Pseudogetreide wie Hirse, je nach Region gehört auch Maisbrei zur traditionellen Fütterung. Gern mit Milch-Nebenprodukten wie Molke.
Es gibt bei "Temperamentsproblemen" beim HSH die berühmte "3 Tage nur Nudeln"-Diät, mit der man sehr rasch eine Tendenz sehen kann, ob das Überdrehte, zu Reaktive an einer zu proteinreichen Fütterung liegt.
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Zum Thema, was passieren KANN - dass z. B. bei einer hündischen Auseinandersetzung auf einmal andere Hunde anfangen mitzumischen, hier sinds nur "Zwicker", aber das kann auch ganz anders aussehen. Das war früher für mich auch ein normaler Vorgang, dass ich meine eigenen Hunde rangerufen und angeleint habe, wenn sich andere in die Flicken gekriegt haben
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ich konnte ihn beim letzten Besuch mit Untersuchung nicht halten
Was hat er denn gemacht?
Ich würde mehrgleisig vorgehen.
Zum einen solche Sachen wie hier http://videos.cadmos.de/%20medical_training/filme-mt.html üben, das festgehalten-werden und still halten üben (man muss gar nicht immer FEST halten, oft genügt ein lockeres Halten, bei dem man sozusagen in Bereitschaft ist, notfalls zupacken zu können, viele Tiere kommen damit besser klar, als wenn man sie regelrecht im Schwitzkasten hat) und tatsächlich ein paar Mal in die Praxis zum üben. Viele TÄ haben da kein Problem mit und man kann mal kurz in ein Behandlungszimmer und der TA oder TFA gibt dann auch nen Keks. Die sind ja auch froh um jeden gut behandelbaren Patienten.
Und als Zwischenschritt vllt. noch mal ne Gassibekanntschaft draussen unterwegs bitten, die Abläufe beim Impfen zu simulieren. Oder Besuch.
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Lagurus - einfach wunderbar, so absolut entspannt
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Muah, da muss ja selbst ich erst ein paarmal ein- und ausatmen.

Wenn das mit der Leine als Sicherung offensichtlich nicht funktioniert, gehört ein Maulkorb auf den Hund.
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Statistik
Interessant, dass sich der Labrador auch grad hochkämpft in solchen Statistiken.
Ich persönlich glaube, dass ein Grossteil der Menschen sich mittlerweile so weit wegbewegt hat von möglichem tierischen Verhalten, dass sich dadurch zwangsläufig zunehmend brisante Situationen ergeben. Das bezieht sich nicht ausschliesslich auf Hunde, sondern auf alle Tiere. Auch gehe ich davon aus, dass die drastisch zunehmende Hundedichte Konflikte befeuert.
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Auch eine vergrößerte Prostata kann zu Beschwerden bei bestimmten Bewegungsabläufen führen.
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Wenn sie es denn tut, was mache ich dann? Wieder einen Schritt zurück, oder?
Ja, genau. Kommentar- und leckerli-los nach einer ganz kurzen Verschnaufpause die Pfote wieder berühren, aber ein wenig kürzer als vorm Abbruch, damit man wieder zum Markern und Leckerli kommt.