Beiträge von McChris

    Ich bin ja sonst gern der Typ "mit einem gescheiten Trainer arbeiten", aber all das klingt wirklich richtig übel.

    Der Welpe ist in Gefahr, die Hündin ist völlig aus der Bahn geworfen, auf einem Level, das wirklich besorgniserregend klingt.

    Ich (!) würde ernsthaft darüber nachdenken, Riot an den Züchter zurückzugeben. Zu seiner Sicherheit, für Deine Hündin und auch für Dich.

    Das wären dann 2 Geräte, ja.

    Ich mein, dass in manchen BL auch Diebstahlsicherung gefördert wird.

    Manchmal kann man aber auch seine Gewohnheiten ein wenig abändern, um es "passender" hinzubekommen.

    Ich weiss, das will immer keiner. Aber manchmal nützts halt einfach nix.

    In welcher Form würde da Strom auf dem Zaun helfen?

    Da vermutlich gar nicht mehr. Das ist ja schon ein Springer. Und ich kann mir vorstellen, dass er das schon routiniert macht, denn er untersucht ja gar nicht gross, ob er sich nicht einfach zwischen den Stachel-Drähten durchquetschen kann.

    (Es kann natürlich sein, dass da der Stacheldraht elektrifiziert ist, hier in D wäre das verboten)

    ....

    Im Idealfall funktioniert E-Zaun dadurch, dass der Wolf beim Erstkontakt volles Pfund eine verputzt bekommt.

    Das ist bei vielen Wölfen (über die man dann in den Medien aber nichts liest, weil nichts passiert) ausreichend. Da wirkt die Psychologie des E-Zauns (wie bei HSH auch) und das verhindert auch das Überspringen (wie beim HSH auch). Caniden reagieren sehr empfindlich auf die E-Zaun-Schläge.

    Dazu gehört aber auch, dass man diese psychologische Wirkung "pflegt". Ein stehender E-Zaun sollte immer stromführend sein, auch, wenn keine Tiere auf der Fläche sind, z. B. Damit es nicht die Lernerfahrung geben kann "Ach guck, manchmal beisst der Zaun nicht".

    Können HSH auch einfach resignieren oder die Erfahrung sammeln dass sich heftiges Drohen nicht lohnt?

    Wenn da vielleicht fast täglich Wölfe nah um den Zaun streichen und Bellen und Drohen keinerlei Auswirkungen hat?

    Was ich mir tatsächlich vorstellen kann, ist, dass sie die dauerhafte Anwesenheit der Wölfe gut lesen können und Unterschiede machen, ob da einer vorbeitrabt oder die Herde ausspioniert.

    McChris

    das dich die hunde nicht so recht überzeugen.....


    der "kleine" rüde(wir haben ihn als welpen kennengelernt) ist ja noch sehr jung.....

    Ja, ich weiss.

    Trotzdem überzeugen sie mich da - situativ in diesem Moment, der da gezeigt wird - nicht. Ich hab ja nun wirklich genug Vergleichsmöglichkeiten durch all die HSH-Betriebe, die ich gut kenne.

    Das kann verschiedene Gründe haben - vielleicht war einfach auch Stunden vorher schon viel zu tun für sie, wenns in der Nacht zuvor in der Nähe Risse gab.

    Aber in diesem Moment, der da gezeigt wird, machen sie dem Wolf nahezu keinen Druck. Und das würde mich als Halter nachdenklich stimmen, ich wüsste gern, woran das liegt. Wenns schlichte Erschöpfung ist, dann ist die Kombination aus Junghund und nur einem erfahrenen Hund beim vorhandenen Wolfsdruck, zu wenig. So als Beispiel. Denn dann lernen Wölfe nur, dass die Hunde einfach nur lang genug geprickt werden müssen, bis sie nicht mehr können.

    eine ältere, erfahrene Hündin aus der Türkei ist

    Ich weiss nicht, wie es in der Türkei gehandhabt wird - in vielen klassischen Herdenschutzhund-Ländern werden überwiegend Rüden eingesetzt. In den meisten "Kangal - Kurt "-Videos sieht man auch tatsächlich Rüden. Das dürfte in diesen Ländern die alltagstauglichste Lösung sein.

    Aber man darf einfach nicht vergessen, dass die Arbeit von HSH in Freiweide komplett anders abläuft, als die Arbeit hinter Zaun.

    Hinter Zaun bleibt den HSH nur die Präsenz, die sie zeigen, um Wölfe zu beeindrucken, damit die nicht mal ansatzweise drüber nachdenken, jemals in das eingezäunte Areal einzudringen.

    In Freiweide hätten die beiden Kangals aus dem Video dem Wolf lange Beine machen können - hinter Zaun können sie das nicht.


    In den Würfen gäbe es wohl immer einen recht hohen Anteil an Welpen, die ungeeignet für den Einsatz im Herdenschutz sind.

    Das wird immer wieder gern behauptet, die Realität ist aber, dass die Frage der "Eignung" sehr betriebsabhängig ist. Was dem einen für die eigenen Bedingungen nichts taugt, kann für den anderen Betrieb genau richtig sein. Der tatsächliche Anteil absolut ungeeigneter HSH ist eher gering.

    Absolut untaugliche Hunde sind HSH, die offensiv-aggressiv agieren, das kommt bei "Zucht" auf Herdenschutz-Eigenschaften aber nur selten vor und ist eher bei Hinterhof-Vermehrern, die ein ganz anderes Klientel als den Herdenschutz bedienen, zu befürchten.

    Das Format von dem ist so überhaupt nicht meins, aber das ist bisher das Einzige, wo ich ein Video davon finde.

    An dieser Stelle sollte es losgehen:

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    Rein situativ, also wirklich nur auf die Momentaufnahme bezogen ! , überzeugen mich die Hunde da nicht besonders.

    Die Mc`s präsentieren sich da anders. Druckvoller, energischer, bedrohlicher.

    Ganz allgemein ists einfach so, dass die meisten Wildtiere sich sehr schnell daran gewöhnen, dass die Hunde hinterm Zaun bleiben und nicht mehr machen können, als zu bellen.

    Einmal hatte ich Honigmelonen - die haben sich durch eine gekaufte selbst am verrotteten Festmist ausgesät. Das war einer der heisseren Sommer.

    Meine gewollten Versuche waren bisher nur so lala. Mini-Murmel hatte ich letztes Jahr drei, etwas größer als Tennisbälle. Durchaus lecker, aber für den Platzverbrauch doch eher mickrig als Ergebnis.