Beiträge von McChris

    Denn so freundlich sie auch zu abgenickten Menschen ist - so sehr merke ich auch immer wieder, wie sie sich tatsächlich blockend dauernd dazwischenstellt.

    Hm.

    Aber halt bisher immer sehr freundlich, wedelnd, deeskalierend und so.

    Da ist mit Sicherheit auch eine Menge "Hund im Zwiespalt" im Spiel.


    Hier zeigt sich das bei den Rindern auf der Weide nur darin, dass sie die Rinder (!), nicht die Menschen, wegdrücken würden, wenn ein Mensch sich bei sich nähernden Rindern unwohl fühlen würde, also Stress-Signale aussendet. Das machen sie nicht lassie-mäßig, um den Menschen zu schützen, sondern um die Rinder von einer seltsamen Situation fern zu halten.

    (Ähnlich haben sie es auch damals gemacht, als das Ferienkind von nebenan durch den Zaun in den Auslauf gepurzelt ist - die Rinder vom Kind = seltsame Situation ferngehalten).

    Bei meinen wäre Beinchenstellen kein Versehen. Das blockende Davorschieben gehört hier absolut zur Herdenschutz-Taktik Menschen gegenüber. Entsprechend gäbs kein Erschrecken über den Sturz, sondern eher ein sich ins Fäustchen lachen.

    Sowas gehört mit zu den Dingen, weshalb ich bei Besuchern, die ich mit auf die Weidefläche bringe, abwarte, bis die Hunde an den Zaun gekommen sind und den Besucher dann sozusagen abnicke. Wenn ich schon auf der Weidefläche bin und ein Besucher kommt dazu, hole ich ihn am Zaun ab. Dann wissen die Mc`s dass das ok geht.

    Sammelt von Euch auch jemand Müll,

    Ich sammel, wenn ich unterwegs in Wald und Feldflur bin, alles ein, was ich sehe. Ich hasse das, wenn Müll in der Gegend rumfliegt. Das verrottet in zig Jahren nicht, kann Tieren/Vögeln gefährlich werden und gehört da einfach nicht hin.

    Im Dorf bin ich als Anlieger eh für unseren Strassenabschnitt zuständig - wobei ich zugeben muss, dass ich das mittlerweile dann den Amazoniern in die Einfahrt kippe, sonst bräuchte ich eine extra Mülltonne nur für deren Müll. Ich weiß schon nicht mehr wohin mit dem gemähten Randstreifen-Grün, das ging früher auf den Misthaufen, mit dem ganzen Kippenscheiss da drin, wo ich bestimmt mal was übersehe, will ich das nicht auf dem MIst und anschliessend auf meinen Flächen haben. Ich kompostier das jetzt auf dem Randstreifen selbst.

    Und ehe jemand AAAABERRR ruft: Früher musste ich da einmal im Quartal ein Bonbon-Papier aufsammeln, heute sinds Kippen hoch 1000, und problemlos "zuordnungsfähiger", sonstiger Müll.

    Und Sicherungsmaßnahmen für Höfe heißt für mich: den Hof so einzuzäunen, dass er wolfssicher ist. Und das halte ich für unmöglich - zumindest hier in Niedersachsen.

    Nichtmal unbedingt.

    Was man aber machen kann sind so Sachen, wie z. B. die Kälberhütten-Areale mit Schafsnetz zu umgeben oder die mit luftigen Toren ausgestatteten Ställe, egal ob bei Schaf oder Rind, nochmal extra zu sichern.


    Gar nicht. Aber so kann man halt die reflexartige „Selbst-Schuld“ Argumentation wie hier im Thread beibehalten.

    Gern davon unterstrichen, wie toll man es selbst im Griff hat (man ist ja schon mehrere Stufen weiter als „der Pöbel“)

    Ich kann nix dafür, wenn Du mich dauerhaft fehlinterpretierst.

    Ich schreibe auch nirgends im Forum, wie toll ich es selbst im Griff hätte - wo nimmst Du das her?

    Ich berichte im Gegenteil ganz offen über mit dem Herdenschutz verbundene Probleme.

    Ja, ich bin einige - bei Dir sogar ziemlich viele Stufen weiter - als Viele hier. Aber auch DAS hast Du in Deiner aggressiven hochfrustrierten Art in den falschen Hals gekriegt. Ich bin viel viel weiter in Sachen Frust. Und habe deshalb aufgehört, mich auf Politik, offizielle Stellen, NGOs zu verlassen. Man denke an so Dinge wie z. B., dass es 20 Jahre Wolf in D gebraucht hat, um LEGAL HSH hinter Stromzäunen und ohne Hütte einzusetzen. Man denke an die Probleme beim Einsatz von HSH, die nahezu jeder Betrieb hat und wo es keinerlei Hilfestellungen gibt.


    Mich nervt es (als Niedersächsin) massiv, wenn mir einer erzählen will, ich hätte weder Anrecht auf Meinung noch Gestaltung meiner Tierhaltung. Nur weil man als selbsternannter Experte mit eigenem Hof und bestem finanziellen Hintergrund sich irgendwann mal in Bayern ein paar Hunde geholt hatte und noch keine Toten zu beklagen hatte. Die Populationszahlen sind öffentlich zugänglich.

    Mir fällt grad niemand ein, der in diesem Thread häufiger als ich schreibt, dass andere Meinungen für mich absolut akzeptabel sind. Wäre halt ganz hübsch, wenn das andersrum auch mal gelten könnte. Aber meist stürzt sich eine ganze Meute auf meine Meinung und will sie zerlegen. Weil, wo gibts denn sowas, dass ein Tierhalter nicht gegen den Wolf wettert....

    Ich bin kein selbsternannter Experte, das hab ich nie behauptet.

    Richtig ist allerdings, dass ich in den Anfangszeiten (als ich noch dachte, man könne was für die Tierhalter bewirken) bei so Sachen wie Arbeitskreis Herdenschutz vom LfU mitgemacht habe (und da u. a. mit anderen Tierhaltern erreicht habe, dass die Förderung von HSH in BY unabhängig von den normalen Förderkulissen stattfindet) oder versucht habe, für Herdenschutz betreiben wollende Tierhalter mit dem Verband Herdenschutz einen Ansprechpartner zu bieten.

    Das heisst, ich bin in Sachen Herdenschutz schon ganz gut rumgekommen in der Gegend, habe viele individuelle Lösungen gesehen und hab da mit Sicherheit auch eine gewisse fachliche Erfahrung, ja.

    Nicht nur in Niedersachsen gibt es Wölfe, die offiziell noch nirgends auftauchen.

    Über das hier:

    Zitat

    und bestem finanziellen Hintergrund

    lach ich mich immer noch schlapp. Wie kommste denn auf DEN Brüller? :lachtot: :lachtot:


    Mein Herdenschutz-Motto war von Anfang an dieses hier: der Schutz für meine Tiere steht, bevor der erste Wolf die Kulisse Fichtelgebirge betritt.

    Und ja, ich habe tatsächlich vor, zu den Tierhaltern zu gehören, die - wie übrigens auch zahlreiche herdenschützende Betriebe in Niedersachsen und anderen Bundesländern - keine Toten zu beklagen haben. Genau DAFÜR betreibe ich Herdenschutz. Damit meine Kühe noch einen schönen Lebensabend ohne Angst erleben können und meine Ochsen noch ein paar Jährchen mehr für Braunkehlchen und Co fressen können.

    wenn man das verteidigt und für ok befindet.

    Das einzige, was ich verteidige, sind meine Tiere.

    Möglicherweise bin ich einfach schon ein paar Stufen weiter als Viele hier im Thread und habe verstanden, dass der einzige Schutz vor Wölfen, den meine Tiere haben, ICH bin. Keine Politik, kein Jäger, keine Empörung, keine pseudo-wolfsfreien Zonen, kein Widerstand gegen die Wolfsverbreitung - nur ich.

    Ich kann Hof und Garten nicht wie ein Wolfsgehege einbruchsicher machen.

    Man könnte aber doch zumindest Hof und Garten so einzäunen, dass der Hund nicht, wie im Artikel von dem Hunderiss zu lesen ist, im Außenbereich der Einzäunung angegriffen werden kann.

    Liest man regelmäßig im "Was nervt mich an anderen HH-Thread", klagen viele über freilaufende Hofhunde, die einen als HH verfolgen, auf die Strasse laufen, anbellen und nicht in irgendeiner Art und Weise "hoffest" gesichert sind. Jetzt auf einmal mit dem Wolf muss es wiederum möglich sein, dass Hofhunde frei laufen können. Tut mir leid, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Es gibt zahlreiche Gefahren für Hunde da draussen, da stehen Wölfe nichtmal an erster Stelle.

    Ich verstehe Euren Frust darüber - aber manchmal glaub ich, dass Ihr vergesst, dass ich auch Tiere da draussen habe, um deren Sicherheit ich mir Gedanken mache. Ich sitze nicht in einer Hochhaussiedlung auf dem Balkon und hab nix mit dem Thema zu tun. Ich lebe in einem kleinen Dorf, bei dem hinter jedem Hofgrundstück hinten dran erst Feld und Flur und dann Wald kommen. Und meine Tier leben dort.

    MIR geht es bei der ganzen Geschichte in der Hauptsache um die Sicherheit der Hoftiere. Und da es auch bei so Ansätzen wie "wolfsfreien" Zonen einfach nicht auszuschliessen ist, dass sich irgendwann ein oder mehrere Wölfe blicken lassen, versuche ich, für die Sicherheit meiner Tiere zu sorgen. Ich möchte nämlich nicht, dass eine gerissene Brauni der Grund dafür ist, dass hier die Förderkulisse Herdenschutz ausgerufen wird.

    So, wie Abschüsse Herdenschutz nicht unnötig machen, werden Abschüsse auch Sicherungsmaßnahmen für Höfe nicht unnötig machen, wenn man für die Sicherheit seiner Tiere sorgen will. Ich habs schon mehrfach geschrieben und schreib es auch nochmal: Der politische Umgang mit dem Wolf, egal wie der ausfällt, schützt kein einziges Hof- oder Weidetier. Das kann nur ich als Tierhalter in die Hand nehmen.

    Wie stellt Ihr Euch das vor, dass dafür gesorgt wird, dass Wölfe sich so allerkleinsten Siedlungen mitten im Nichts nicht annähern?

    Das ist völlig fern von jeglicher Praxistauglichkeit. Werden jetzt die drei Wölfe erschossen, die den Hund getötet haben, werden spätestens in ein oder zwei Jahren wieder andere Wölfe dort sein. Und der nächste Hund wäre wieder in Gefahr. Und das ginge immer so weiter. Das kann ich kacke finden, wie ich will, wenn ich möchte, dass meinem Hund, meinen Rindern, meinen Schafen nichts passiert, sollte ich mich dennoch um Sicherungsmaßnahmen kümmern, denn niemand wird mir garantieren können, dass selbst beim großen Plan, Wölfe von Höfen fernzuhalten, nicht doch welche dorthin kommen.

    Wenn ich die totale Sicherheit haben möchte, dass sich Wölfe absolut fernhalten, liefe das auf eine komplette Ausrottung von Wölfen (und Bären) hinaus. Das wird nicht passieren.

    Wir kommen da nicht auf einen Nenner - das ist aber auch ok so.

    Meine Meinung dazu ist: wenn ich als Mensch in so einem Umfeld leben möchte, geht das nur, wenn ich als Teil der Natur dort lebe und mich danach richte und einfüge.

    Ich würde übrigens gern dort leben, man bloss ist mir der Ort noch zu gross.

    Von Alaska weiss ich (via Wolfcenter Dörverden, Frank Faß), dass dort, wenn Wölfe sich in der Nähe von Siedlungen aufhalten, Warnungen ausgesprochen werden, Nutz- und Heimtiere besonders zu sichern. Auch da wird nicht sofort geschossen.