Beiträge von McChris

    Ok, es ist Zeit, mal Handlungsempfehlungen auszusprechen:

    Option a) eine Geschichte hier ist ein Fake, dann füttert man den Geschichtenschreiber durch genau solche Reaktionen, wie sie hier nachzulesen sind

    Option b) eine noch so unwahrscheinlich klingende Geschichte (Ihr kennt alle mein Dorf nicht....) ist kein Fake, dann antwortet man sachlich, was es zu antworten gibt und gut ist.

    Also: entweder sachlich antworten oder einfach auf die Finger setzen. Und OT vollkommen weglassen.

    Ich lese gerade "Auf Schwingen um die Welt" von Scott Weidensaul und bin nochnichtmal fertig damit - aber es ist so gut geschrieben, vollgepackt mit erzählerisch rübergebrachten Infos, dass es mich sehr berührt und ich es Euch gern empfehlen möchte.

    Scott Weidensaul ist Ornithologe und erzählt u. a. über Forschung an Zugvögeln, so lebensnah, als wäre man direkt dabei.

    Heisst das dann auch, dass die Hunde in einem Wolfsgebiet täglich schichtweise gewechselt werden müssen?

    Nein, das macht kaum jemand. Ich kenn bisher nur 2 Betriebe, die das so machen und da ist eher eine Frage der Verträglichkeit der Hunde untereinander, da wird dann mal durchgewechselt.

    Ich denk eher, dass die Wölfe die Gewohnheiten kannten. Und warum sollen sie sich mit den Hunden rumplagen, wenn die eh gleich wegkommen.

    Ich versuch nur, die beiden Artikel, in denen es ja um ein- und denselben Riss zu gehen scheint, unter einen Hut zu bekommen.

    Im einen war es morgens und der Schäfer eine Stunde weg, im anderen wurden die Schafe mittags von Spaziergängern gefunden. Jetzt ist die Frage, welcher der beiden Journalisten da Unfug geschrieben hat.

    "Die Hunde ruhten sich nach der Nachtschicht aus"

    ???

    Ich kann da nur die ersten zwei Sätze lesen. Weiß da wer mehr zu?

    Es gab vor Jahren mal einen ähnlichen Vorfall - da wurde die Herde tagsüber ohne HSH behirtet, nachts mit HSH im Nachtpferch. Der Schäfer brachte die Hunde kurz zum nahegelegenen Betrieb und war noch nicht weit von der Herde entfernt mit den Hunden, als die Wölfe schon zuschlugen. Ja, die sind sehr schlau. Die lernen Gewohnheiten rund um die Herde sehr schnell (auch die Goldenstedter Wölfin hat ja beim Zaun-Aufrüsten regelrecht zugeschaut).

    Denn so freundlich sie auch zu abgenickten Menschen ist - so sehr merke ich auch immer wieder, wie sie sich tatsächlich blockend dauernd dazwischenstellt.

    Hm.

    Aber halt bisher immer sehr freundlich, wedelnd, deeskalierend und so.

    Da ist mit Sicherheit auch eine Menge "Hund im Zwiespalt" im Spiel.


    Hier zeigt sich das bei den Rindern auf der Weide nur darin, dass sie die Rinder (!), nicht die Menschen, wegdrücken würden, wenn ein Mensch sich bei sich nähernden Rindern unwohl fühlen würde, also Stress-Signale aussendet. Das machen sie nicht lassie-mäßig, um den Menschen zu schützen, sondern um die Rinder von einer seltsamen Situation fern zu halten.

    (Ähnlich haben sie es auch damals gemacht, als das Ferienkind von nebenan durch den Zaun in den Auslauf gepurzelt ist - die Rinder vom Kind = seltsame Situation ferngehalten).