Beiträge von McChris

    McChris hat ganz tolle Arbeit geleistet mit diesem Thread und versucht das ganze Thema sachlich anzugehen und die Entwicklung zu verfolgen. Auch die Erzählungen von ihren HSH finde ich ganz toll. Und gerade ihre Erzählungen zeigen, dass die "einfache" Lösung HSH für so einfach ist. Nächtliches bellen, anbeklen von Wanderern, normale Reaktion auf ignorant Leute mit Hunden etc wird nicht geduldet. Wie soll dann ein HSH arbeiten?

    Du ziehst aus meinen Berichten die falschen Schlussfolgerungen.

    Das Meckern einiger Wanderer/Erholungssuchender bedeutet nicht, dass Herdenschutz mit Hunden nicht möglich wäre, es bedeutet lediglich, dass die Leuts vom Wildtiermanagement mal ein wenig Aufklärungsarbeit in Sachen Herdenschutz leisten müssten. Das können wir Tierhalter nicht auch noch leisten.

    HIer sind mittlerweile seit 7 Jahren HSH im Einsatz. Und wenn man lernt, auf das Meckern der Leuts nix zu geben, geht das.


    Ich "soll" :roll:hier nicht mehr mitschreiben, so war es von einigen "gewünscht", die der Meinung sind, ich könne ja gar nicht mitreden.

    Dann lasst mich aber auch gefälligst komplett aus dem Spiel und dichtet mir nichts an, was ich nicht von mir gegeben habe.

    Für Polemik stehe ich Euch ganz gewiss nicht zur Verfügung und meine Hunde gleich dreimal nicht.

    Ich habe einen meiner früheren Hunde tatsächlich wegen fortgeschrittener Demenz einschläfern lassen. Als der Zeitpunkt erreicht war, wo der erkrankungsbedingte Stress für den Hund zu viel wurde. Ich schreibs jetzt mal absolut direkt: nichts sehen, nichts hören, orientierungslos und durcheinander - wo genau ist da die verbliebene dauerhafte Lebensqualität? Letztere darf bei einem sehr betagten Hund durchaus nur noch aus Schlafen, Futtern, Gartenrunden und Liebhaben bestehen. Inkontinenz ist in den meisten Fällen eine reine Management-Frage. Der Hund muss für mich (!) über den Tagesverlauf hinweg mehr deutliche Zeichen des Sich-Wohlfühlens zeigen, als Zeichen von deutlichem Unwohlwohlsein. Wenn das kippt, wäre es für mich (!) an der Zeit, den Hund gehen zu lassen.

    Ergänzend noch - in unserer Gruppe Hsh-einsetzende-Weidetierhalter probieren wir sowas regelmäßig aus. Da geht also einfach mal wer Fremdes rein, der Halter ist nicht zu sehen und wir schauen, was die Hunde dann so machen. Und da treiben wir auch mal Dönneckes dabei - ein Stück rennen, sich affenmäßig auf die Brust trommel und entsprechende Geräusche machen, auf die Weidetiere zugehen, all sowas.

    Ich kenne in "echt" zwischen 250 bis 300 arbeitende HSH und die ticken allesamt komplett sauber, was Menschen angeht. Ja, die stellen einen und das auch mit viel Getöse, je nachdem, was man da so treibt, aber immer auf eine kleine Distanz und wenn man sich auf die Kommunikation mit ihnen einlässt, kommt man ohne Spucke auf der Haut auch unbescholten wieder dort raus.

    Das soll nicht zum Nachahmen verleiten. Aber die Tierhalter mit arbeitenden HSH wissen sehr genau, dass sie sich lieber auf ihre Hunde verlassen, als darauf, dass Erholungssuchende sich immer vernünftig benehmen.

    Edit by Mod

    Selbst die hier anwesenden, HSH-haltenden Mods werden Dir bescheinigen können, daß das von mir auf dem eigenen Grundstück gezeigte Verhalten durchaus und zu 100% dem entspricht, was vom HSH erwartet wird.

    Nein, einfach nur: NEIN!

    Ich bin der Mentor meiner Hunde, nicht der Schützling.

    Wenn meine Hunde mich für derart unsouverän halten würden, dass ich mit so einem Menschen-Konflikt nicht selbst klar komme, wäre meine Einflussmöglichkeit auf sie gleich Null, weil sie mich als ihren Schützling sehen würden. Von dem liessen sie sich viel gefallen, aber gewiss nichts "sagen".

    Selbst ein Angreifer spielender Amtsvet, der mir in den Rücken springt, kann das nur spielen - das ist nicht echt. Sowas wissen diese Hunde, sie sind perfekte Fremdsprachenkünstler. Sonst könnten sie ihren Job nicht bei so unterschiedlichen Tierarten machen.

    Eine "echte" Situation - da waren die Hunde in der Scheune hinter einem morschen, klapprigen Gartentor, das schon bei "Buh" seinen Geist aufgeben würde - hatten wir auch schon, als der Betreiber von nebenan mich bedroht hat. Seitdem reagieren sie auf seine Stimme, weil der jetzt hier persona non grata ist, in der Situation selbst haben sie sich im übertragenen Sinn kichernd und sich gegenseitig auf die Schulter klopfend ans Tor gedrängelt und sich "alter Falter, unsere Hirtin ist auf Zack" zugeraunt.

    Anders hätte es ausgehen können, wenn ich bewusstlos am Boden gelegen hätte und noch wer auf mich eindrischt oder - tritt. Dann hätte das Gartentor drei Löcher gehabt (und wir ein neues Hochbeet...) , aber die Hemmschwelle, Menschen ernsthaft zu beschädigen, ist bei den Mc`s sehr sehr hoch angesiedelt. Die würden denjenigen von mir fernhalten - bei ganz Begriffsstutzigen auch mit Nachdruck, aber ausser Sekundärverletzungen wie eine Kopfplatzwunde vom weggeschubst werden, gäbe es nichts. (Das mag rechtlich auch als Schaden durch die Hunde gezählt werden, aber mir ist wichtiger, was ICH von meinen Hunden halte).

    Also sorry, aber wenn mein aus miesester Qualhaltung geretteter Kaukasenrüde, welcher mich natürlich als DIE beschützenswerteste Person ever ansah, dann nicht entsprechend beschützend auslösen würde (nämlich auch durch Stellen/Zupacken gegen den Aggressor, der mein Leben bedroht durch dieses "in den Rücken springen") - ja dann weiß ich echt nicht mehr, wofür man solche Hunde überhaupt hat!??

    Um Nutztiere zu schützen. Vor vierbeinigen Raubtieren. Und je "Raub", desto vorsichtiger sind sie dabei, während sie DEFENSIV agieren. Denn nur ein überlebender Hund kann die Herde auch künftig schützen. Zu draufgängerische "mutige" Hunde haben den Nachteil, dass sie irgendwann dann auch mal nicht zurückkommen können.

    Mein Hund hat bereits beim Arme hochreißen des fremden Mannes (auf meinem Grundstück wohlgemerkt!) in meiner unmittelbaren Nähe (also direkt neben mir stehend) ausgelöst.

    Auch dazu einfach nur: NEIN!

    Meinethalben ein Anschlagen auf so ein Gehampel in unmittelbarer Nähe, aber doch kein offensives (!) Angehen, während ich danebenstehe.

    Das sind absolute Team-Player, diese Hunde. Die machen nichts, ohne untereinander zu kommunizieren. Und in so einem Fall, gingen die Blicke zu mir, was ich davon halte.

    Gut, die Mc`s sind touri-erprobt und wissen, dass es Menschen mit seltsamen Gewohnheiten gibt. Das heisst nicht, dass sie im Einsatz Menschen-Gehampel unkommentiert lassen würden (= halte alles Seltsame von der Herde fern), aber wer sie mal im Vergleich dazu bei einer Wildsau erleben kann, erkennt den Unterschied.


    Ich persönlich hätte in Sachen Wesenstest am meisten Bedenken bei so Dingen wie Fremdhund geht an angeleinten Mc. Das ist so dermaßen weit ausserhalb unserer Realität, das würde zu den Dingen gehören, die ich im Vorfeld bis zum Erbrechen üben würde.

    Ich mach mir nix vor - mit HSH im Einsatz lebt man sehr sehr knapp auf Kante genäht, weil selbst im Herdenschutz einwandfreies Verhalten per Definition zum "gefährlichen Hund" führen könnte. Ich arbeite nicht umsonst gern mit Schafsnetzen, um Kleinhunde aus meinen Flächen rauszuhalten.

    Frage an alle, die ihre Hunde unbeaufsichtigt in den Garten lassen.

    Achtet ihr darauf, dass die Hunde ein Halsband anhaben? Ist euch das egal? Tragen sie sowieso immer eins?

    Zwar kein Garten, aber die Mc`s tragen "im Dienst" grundsätzlich kein Halsband. So eng, dass sie wirklich nirgends damit hängen bleiben könnten, kann man kein Halsband stellen, deshalb "nackig". Ähnlich wie hier die Ponys grundsätzlich auf der Weide kein Halfter getragen haben.

    Hier fressen sie auch überwiegend Wespen - wobei das manches Mal auch für die Hornisse übel ausgeht.

    Wenn sich da z. B. eine Hornisse zu nah an das Wespennest ranwagt, kann es passieren, dass sie keine Beute macht, sondern von den Wächter-Wespen überwältigt und ins Nest gezogen wird.

    Vielleicht sind Honigbienen einfach etwas weniger aggressiv im Angriffsfall als Wildbienen - ich könnte mir vorstellen, dass das auch extra herausgezüchtet wird, um besser mit ihnen umgehen zu können.

    Ich will damit Spinnen-Angst nicht kleinreden - also bitte nicht falsch verstehen.

    Aber ähnlich, wie es für Spinnen-Phobiker schrecklich ist, unverhofft auf Spinnen-Bilder zu treffen, ist es für Spinnen-Freunde schlimm, lesen zu müssen, wie diese abgemurkst werden, vor allem, wenn das nicht kurz und knackig gemacht wird. Anders als früher, wo man davon ausging, dass Insekten keinen Schmerz und kein Leid empfinden können, weiss man heutzutage, dass sie da durchaus Vorrichtungen für haben. Eine Spinne, die sich getroffen vom Insektenspray noch minutenlang "windet" oder wegrennt, sich versteckt und erst im Verlauf stirbt, merkt da in irgendeiner - uns mit anderem Nervensystem ausgestatteten, unverständlichen - Art was von. Deshalb tut das weh, sowas oder ähnliches zu lesen.

    Insekten-Gitter am Fenster helfen gegen die spätsommerliche Spinnen-Einwanderung ganz gut. (Und auch gegen Mücken und Co, die sonst von den Spinnen aufgefuttert werden würden)

    Und wenn man tötet, dann kurz und knackig. Auch, wenn ich ganz persönlich das Töten von Spinnen unnötig finde, will ich Euch nicht in die Hoheitsgewalt Eurer vier Wände reinreden und habe zumindest ein gewisses Verständnis dafür, dass man da mit Spinnen-Angst anders mit umgeht und wenigstens den safe space der eigenen Wohnung haben will. Ich müsste als Erste die Hand heben, wenn gefragt wird, ob ich regelmäßig andere Lebensformen töte. Ja, mach ich, oder lass es für mich machen, aber immer auf die schnellstmögliche Art. Es geht mir allein um das "wie".

    Ich hoffe, das war verständlich.